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a place to bury strangers

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Nach den apokalyptischen Soundtracks ihrer ersten Alben und dem Tanz in den Trümmern auf dem Albumvorgänger spriesst auf dem 5ten Album neues Leben in den grauen Wrackteilen und urbanen Ruinen. Auffälligste wie unüberhörbare neue Dimension ist die neue Schlagzeugerin Lia Simone Braswell, die auf weiten Teilen des Albums auch bei gemeinsamen Gesangsparts mit in Erscheinung tritt, was eine unbekannte Stimmfarbe ergibt, die das Soundpanorama und den Ausdruck erweitert hat. Generell sind APTBS stilistisch so unterwegs wie wir sie kennen, laut, ungestüm, mit hörbarer Hingabe und Begeisterung für die intelligent wie exzessiv eingesetzten Gitarreneffektgeräte, wobei Oliver Ackerman durchaus auch hier einige neue Tricks und Ideen hat einfliessen lassen und dabei z.B. neben Distortion-Spielereien oder gnadenloser Staubsaugerei und obercoolen Kratzeffekten auch mal eine völlig hall-lose oder gar eine stellenweise halbwegs unverzerrte Gitarre ("Was it Electric?") zu tribalistischen Drums integriert. Unerbittlich und bisweilen vielleicht auch post-punkiger im Ausdruck als bisher sind die Unterlagen des Zusammenspiels des Bass von Dion Lunadon und den Drums, während Ackermann neue Facetten seiner schwindelerregenden Gitarrenkünste offenbart.

pinned – Vinyl Deluxe-Edition

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