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aeon station

observatory

Release 10.12.2021

Mit ihrem Debutalbum "Silver" landeten sie 1994 nicht nur in meinem Herzen, gefolgt von 2 Alben, dann wurde es immer stiller. Gewissermassen ist das hier die Wiederauferstehung, denn Aeon Station ist das Projekt von Kevin Whelan von The Wrens, der hier auch Unterstützung von den Wrens- Band-Kollegen Jerry MacDonald und Greg Whelan sowie von Tom Beaujour in seinem Aufnahmeraum in Union City hatte, außerdem steuerte seine Frau Mary Ann Background-Gesang bei. Das erste Solo-Album des langjährigen Wrens-Mitglied ist ein episches Album-Statement, an dessen Songs 10 Jahre lang gearbeitet wurde und dessen Dynamik umwerfend ist. Ein Album, das sich vielleicht nicht gleich erschliessen mag, aber dann zu gewaltige Größe steigert. Die alten Signaturen sind erkennbar, der Gesang geht unter die Haut, wirkt verletzlicher als früher, was auch an den musikalischen Einbettungen liegen mag. Es sind manchmal eher zart, aber immer inspirierend ornamentierte Songs, die sich dann grandios bis zur Katharsis steigern können, oder aber in eine eigenartige introvertierte Trance verfallen, es gibt hier exzellente Rocker, die klingen, als ob die Pixies und Broken Social Scene gemeinsam aufgenommen hätten und etwas hymnenhaftes, aber gleichzeitig Weirdes haben und Songs, die stark aus dem Durchhaltevermögen der Seele schöpfen, was zu einer Art von Indierock führt, der einen ansteckenden und inspirierenden Klangaufschwung besitzt.