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algiers

there is no year

Release 17.1.2020

Mit ihren brillianten ersten beiden Alben hat sich die Band aus Atlanta mit ihrem wuchtigen Neo-Gospel für schwarze Seelen einen Namen gemacht, der auch für politisches Engagement für Minderheiten und Bürgerrechte steht. Mit dem dritten Album rücken sie nicht davon ab, sind aber unberechenbarer unterwegs. Die Formation um Sänger und Multiinstrumentalist Franklin James Fischer erweitert die Bandbreite etwas an den Rändern erweitert. Dessen gospeliger Gesang prägt das Geschehen nach wie vor, seine beseelten Eingebungen sind aber nicht immer unbedingt nur von dunkler Einfärbung. Neben Post-Punk-Gitarre/-Bass und Industrial-Sounds sorgen auch Horror-Klavier oder wummernde Synthsounds für Dramatik ("Hour of the Furnaces") oder sie tauchen beseelt durch dunkle, minimalistische Triphop-Sphärik ("Losing is ours" oder das ohne Drums auskommende "Wait for the Sound"), um das Tempo mit einer Double-Bass-Drum zu verzerrten New Wave-Gitarren anschliessend wieder anzuziehen. Das griffige "Chaka" vereint R&B-Soul und 80er-New Wave in hitverdächtiger Manier, "Repeating NIght" schraubt sich zu schmutziger Post-Punkgitarre ebenfalls in die Gehörgänge. Ihr hitziger Post-Punk-Soul setzt in der 3ten Runde nicht nur Seelen in Brand, sondern heizt auch gleichermaßen den politischen Diskurs an.

the underside of power

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