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black lips

sign in a world that's falling apart

Release 24.1.2020

Es ist Country-Musik, aber nicht, wie wir sie kennen, was die Frage aufwirft: Sind diese Bad Kids of 21st Century Rock'n' Roll auf ihrem neunten Studioalbum endlich erwachsen geworden? Sind sie in Frieden mit sich selbst? Haben sie eine Platte gemacht, die ihre Eltern hören könnten? Dies ist keine weitere Schar von bärtigen Südstaaten-Söhnen, die vor ihrer kollektiven Vorstadterziehung und ihrer akademischen Musikausbildung fliehen, es ist kein Stich in die "reine" oder "ehrliche" Country-Musik-Seele. Es gibt nicht die üblichen Klischees über Alkohol, Honkytonks und Herzschmerz. Es handelt sich schließlich um die gleichen Black Lips, die das schwindende Garage-Punk-Subgenre gerettet haben, indem sie ihre musikalischen Vorgänger nicht kopiert oder beraubt haben. Vielmehr gruben sie zeitgenössischen Hip-Hop und Punk aus und aktualisierten sich selbst. Wie Lil Nas X, der mit "Old Town Road" das Land auf den Kopf stellte und kein Interesse daran hat, die Musik seiner Eltern und Großeltern oder gar seinesgleichen wiederzugeben, erlebten die Black Lips ein neues, genreflexibles Erwachen. Wie The Byrds, die mit der pastoralen Ästhetik flirrten, bevor sie sich auf "Sweetheart Of The Rodeo" mit dem radikalen Aufbruch auseinandersetzten, haben die LIPS seit "Sweet Kin" und "Make It" auf ihrem ersten Album vor etwa 20 Jahren mit Country gespielt. Wie so viele dramatischen Momente in der Karriere der Band wurde auch "Sing In A World That's Falling Apart" aus der Krise geboren. Die stilistische Entwicklung der Band durch jahrzehntelange, produktive Tourneen und Aufnahmen führte sie dorthin, wo noch keine Garage-Punk-Band zuvor war - riesige Veranstaltungsorte, Fernsehsendungen und große Musikfestivals.

Satan's Graffiti Or God's Art?

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