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breeders

all nerve

Sie sind keine Band wie jede andere, das beweist das lange angekündigte, endlich vollendete 5te Album des Quartetts, das seit der Reunion 2013 brodelt und 10 Jahre nach "Mountain Moves" endlich fertig gestellt ist. Nachdem Kim Deal die Pixies wiederum verlassen hatte, nahmen die Songs mehr und mehr Gestalt an. Es ist hier ein bisschen wie im Vakuum eines Zeittunnels, der charkteristische Vibe ist sofort präsent. Die Songs bewegen sich wie von den 4 Vorgängeralben gewohnt eher im mittleren Tempo, agieren oft aus einer gewissen Verhaltenheit heraus. Kim´s Stimme zeigt keine Altersspuren, im Gegenteil, sie ist top in Form als stimmlich vielseitig vorgehende Sängerin und Chronistin mit Beobachtungen, Erinnerungen und Geschichten aus Amerika, was sich bei Songs wie "Spacewoman" oder " Walking with the Killer" am eindrucksvollsten manifestiert, wenn die Breeders Kim´s Texte lautmalerisch und atmosphärisch mit den Mitteln einer knarzigen Songwriter-Version von 90s-Indierock eindrucksvoll in Szene setzen. Emotional bietet das Album eine Achterbahnfahrt im abgesteckten Rahmen der typischen Breeder-Sound-Enschlackungen ohne ein Gramm zu viel Gespieltem, natürlich mit auch klassische Abgeh-Songs wie das schrammelige "Wait in the Car" oder "Nervous Mary" oder aber das wie vieles auf dem Bass aufbauende melancholische Titelstück mit seinen Stop & Gos aus Stille, Bass & Stimme und Gitarrengewirbel.

safari – Vinyl-Ep

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