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fontaines d.c.

dogrel

Vor einer guten halben Dekade hat eine Formation namens Girl Band den Weg für eine neue Generation Dubliner Postpunk-Acts geebnet zu denen nun auch das Quintett Fontaines DC gehört. Zwischenzeitlich scheint eine Welle die westliche Hemisphäre erschüttert zu haben und Bands wie die Idles, Sleaford Mods, Viagra Boys und Shame zogen aus den gleichen Einflüssen und Tugenden ihre Lehren. Was sie alle vereint, ist, dass sie einen vertrauten und doch so neuen Sound kreierten, die Working Class auf einen Thron hoben und damit genau den Punkt der Zeit getroffen haben. Nölig und zynisch, aussagekräftig und authentisch setzen die fünf Iren, diese Tradition fort. Musikalisch sind sie näher an Manchester als alle anderen - Sänger Grian Chatten hat einen Gusto irgendwo zwischen Mark E. Smith und Ian Curtis. Ihr Sound ist unterkühlt, birgt dennoch eine Wärme die einen sofort umschließt (Hört euch "Liberty Belle" an und ihr wisst was ich meine), vereint schrammelige Gitarren, monotone Basslines, treibendes Drumming und ist verdammt reich an Einflüssen. Neben den schon Genannten, scheinen die Stooges ebenso durch wie die Vaccines, die Strokes wie die Pogues. Kaum eine andere Band erregt gerade so viel Aufmerksamkeit - zu Recht!