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lucy dacus

historian

Sie schwebt leider etwas unter dem Radar der neuen Generation von Folksängerinnen, was womöglich am eigenwilligen, sehr persönlichem Textgehalt sowie der Gestaltung ihrer spannunsgeladenen Songs liegen mag. Ihr rauchig-warmes Timbre lässt an indiegeprägte Alt.Country-Sängerinnen wie Jessica Pratt denken und der autobiografische Country der Outlaws ist gewiss evident, doch Dacus und ihre Band kümmern sich nicht um Beschränkungen wie z.B der Opener "Nightshift" mit seinem lakonischem Humor beweist, ein melodischer Folk wird im Refrain und 2ten Teil unvermittelt zu einer hart angeschlagenen Feedback-Indieskizze, die assoziationsreich an die 90er mit solchen Künstlerinnen wie PJ Harvey, Liz Phair oder early Cat Power erinnern. Auf ihrem 2.Album ist Dacus direkter und rockistischer unterwegs als beim Debüt: 10 selbstbewusste Songs mit Schlagzeug, Zweitgitarre, Bass und Überraschungen zuhauf und in bester Gesellschaft bei Sharon van Etten, Angel Olsen bis Waxahatchee