play_circle_outline

marissa nadler

for my crimes

Nadler steht für kaum eine andere US-Songwriterin für akustischen Melancho-Folk, in dem auch immer eine dunkle Abgründigkeit mitschwingt, der sie aber auch ein bisschen augenzwinkernd begegnet. Das großteils auf Tour geschriebene 8te Album brilliert mit ihrer unwiderstehlichen Kombination aus intimem Gesang und zerbrechlicher Ehrlichkeit innerhalb reduziert-atmosphärisch instrumentierter Songs zwischen Himmel und Hölle, die Marissa zunächst immer auch mit ihrer klassisch gespielten akustischen Gitarre untermalt, dazu dezente, an den richtigen Plätzen zur Ornamentierung auftauchende Zusätze von Hole- und Juliette and the Licks-Schlagzeugerin Patty Schemel, Mary Lattimore an der Harfe, Janel Leppin als Streicherin u.a. und eine klasse Produktion mit schönen Reverbs. Für die mehrstimmigen Parts holte sie sich Support von Angel Olsen, Kristin Kontrol (Dum Dum Girls) und Sharon Van Etten. Der persönlich-intime Charakter dieses Albums voller Tiefe offenbart sich schon in Songtiteln wie "All out of Catastrophes", "I can´t listen to gene Clark anymore" oder "Are you really going to move to the south". Herrlich schön