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Ihr 1990 erschienenes Debutalbum "Nowhere" gehört zum Kanon absoluter Shoegazer-Must-Haves und auch das zweite Album nach der Albumrückkehr trägt die unwiderstehlichen Insignien der Verschlungenheit breit geschichteter Gitarren-Distortion-Grandezza und hallverliebter Melodiositäten auf Stimme und den Wänden aus Instrumentenlinien. Andy Bell, Mark Gardener & Co ziehen aber weitere Kreise als früher, überraschen mit Songs wie dem an Sonic Youth erinnernden "15 Minutes", dem offbeat-getriebenen, spannungsgeladenen, wie die Raveonettes auf Acid klingenden "Kill Switch" oder agieren auf Halbmast wie beider verhangenen Psych-Pop-Ballade "Dial up". Der Instrumental-Opener "R.i.d.e." saugt gleich massiv an und die Band wird ihrem Namen im ersten Teil mehr als gerecht. Sie lullen im 2ten Albumteil oft mit breit angelegtem Dream-Pop-Reverb auf den Gitarren ein, um mit einer weiteren Schicht Distortion ein weiteres Level zu erklimmen, nagen im Halbtonschritt an den Synapsen und erzeugen eine kathedralische Raumerfahrung nach der anderen. Der untrügliche Beweis, dass es an den Briten in dem in den letzten Jahren wiedererstarkten Genre kein Vorbeikommen gibt.

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