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rolo tomassi

where myth becomes memory

Release 11.3.2022

Mit dem sechseinhalbminütigen "Almost Always" beginnt das Album mit einer grandiosen, aber bittersüßen Note. Es ist ein dezentes Intro, das Eva Kormans Gesang auf einem Bett aus hallgetränkten Gitarren gleiten lässt. Die traumähnliche Qualität der ersten Minuten des Tracks weicht einem gedämpften Klavier und es dauert nicht lange, bis die Rückkopplung langsam aus den Lautsprechern verebbt und die Leadsingle "Cloaked" die Oberhand gewinnt. Im Vergleich zum Rest des Albums ist es ein eher "sicherer" Track, der die meisten Merkmale eines Rolo Tomassi-Songs aufweist, doch von hier an kommt "Where Myth Becomes Memory" wirklich zur Geltung. Es gibt ein Gefühl von Energie und sprunghafter Dringlichkeit, das sich durch das gesamte Album zieht. Sei es in der delikaten Balance von "Mutual Ruin", wo dissonante Gitarren und furchteinflößender Gesang mit düsteren Klanglandschaften und nachdenklichen Texten gepaart werden, oder in dem schwindelerregenden Höhepunkt "Labyrinthine", das knüppelt, schwebt und dann noch mehr knüppelt. Das Album ist nicht so ausladend wie der Vorgänger "Time Will Die..." - es ist unmittelbar, intim und jede Sekunde verdient ihren Platz.

time will die and love will bury it

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