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strand of oaks

eraserland

Timothy Showalter hat alles was es braucht: einen assoziationsreichen Bandnamen, beindruckende Covergestaltung, ein geborenes Charisma, eine anschmiegsame-barmende Stimme und dieses Mal -in seiner 6.Albumrunde-, die dringlichsten, traurigsten, abwechslungsreichsten und wagemutigsten Songs seiner Vita. Jeder Track wurde absichtlich live eingespielt: man hört das Ringen, das Flehen, das Wüten und das Verzweifeln in jedem Ton dieser bis zu 17 min. laufenden Exerzitien. Im Hintergrund brodelnde Störgeräusche, übersteuerte Gitarrenlicks, die schwermütigen Drums, die fiebrige Stimmungslage zwischen Americana Noir, Gospelrock, Folk/Country, Southern und neuerdings droneartigen Postrockverweisen transzendieren Showalters im Vorfeld empfundene Angstzustände in kathartische Ausbrüche. Er nutzt seine Stimme zu einer persönlichen Dramaturgie, er variiert persönliche Lyrics zu bedrohlicher Orgel, schroffen, direkten Gitarrensoli von Freund Jason Isbell, flüstert im Duett mit Emma Ruth Rundle und ringt um Worte in den abstrakten Noisekaskaden des letzten Tracks. SOO transportieren das was man Songwriter-Indie nennt in die schweren Herzen des hymnenhaften, ausufernden, entrückten "Murder Ballad"-Stils und steht in einer Reihe Mit Hugo Race, Nick Cave, Greg Dulli und anderen Predigern der Dunkelheit. "Vom Anfang bis zum Ende, dieses Album kommt von Herzen."