play_circle_outline

these new puritans

inside the rose

6 Jahren nach dem Vorgängeralbum befindet sich die Formation um die in London und Berlin lebenden Zwillinge Jack und George Barnett weiterhin innerhalb eines hörbar von Gothic geprägten Soundpanoramas, das sich aber keinesfalls an Vorgaben der 80er abarbeitet, sondern mit seinem eigenen, originellen Ansatz in der Dunkelheit chromfarben glänzt. Tribalistische Drums als Grundlage, Synthsounds als Teppiche und Ornamente, aber auch die präsenten Neo-Klassik-Elemente (nicht nur wallende Orchesterstreicher, sondern auch eine Opernstimme) stehen der weiterentwicklelten Soundästhetik exquisit. Grandiose Spannungsbögen, dazu der eigenwillige Umgang mit New Wave und Pop sorgen immer wieder für Gänsehaut. In den Tracks wohnt oft auch eine gewisse Elegie, die aber durch eine latente Unruhe in Schach gehalten wird. Avantgarde-Elemente reichen dem Fluss des Albums auf eindrucksvolle Weise die Hand. Ein berührendes Werk, das vermehrt auch von dem Kontrast mit den Backgroundvocals lebt, mit Industrial und getragener Gothic-Noir-Stimmung flirtet, oft versetzt von Klavier und dezent plazierten Keyboard-Sounds.