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trixsi

frau gott

Hervorragendes Debütalbum voller Witz und Charme von so einer Art Supergroup, bestehend aus Paul Konopacka, Torben Leske (beide vom Herrenmagazin), Kristian Kühl, ehemals Findus, am Bass der frühere Jupiter Jones Bassist Klaus Hoffmann und am Gesang Jörkk Mechenbier, bekannt von Love A und Schreng Schreng & La La. Musikalisch kann man die Platte zwar locker unter Punk einordnen, aber es steckt eben doch weitaus mehr drin als man auf den ersten Blick vermuten möchte. Als Blaupause funktioniert die Schnittmenge ihrer früheren Kombos, die 11 Tracks liefern nämlich, so vielfältig und -schichtig wie ihre fünf Komponisten, eine einprägsame Reise, die irgendwo bei guter, deutschsprachiger Popmusik startet und über Postpunk, Rock-Nuancen und Songwritereinflüsse reicht, bis man dann eben, ja, bei gehaltvollem Punk landet. Von der stinknormalen Alltagsverzweiflung über den zum Scheitern verurteilten Versuch sinnloser Anpassung bis hin zu infantilsten Albernheiten ergießen sich Trixsi instrumental und textlich facetten- und abwechslungsreich. Ein gefundenes Fressen, dass ich jedem Freund ihrer vormaligen Liaisons ebenso gewaltig ans Herz legen will, wie jedem Fan früher Blumfeld und Tomte.