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tv priest

uppers

Release 5.2.2021

Das Debutalbum der aus London stammenden Post-Punks auf dem US-Label Sub Pop ist bestes Futter für Fans von Protomartyr bis The Fall. Sänger Charlie vereint in seiner eindringlichen, aufwühlenden Gesangsperformance das Nöhlige, Fordernde eines Mark E. Smith mit dem exaltierten, überbordenden lyrischen Erzähl-Style von Joe Casey und steht doch für sich, wie er Absurditäten und Mondänität des Lebens skizziert und mit kleinen Stakkato-Tricks, unglaublichem Charisma und gekonnt gesetzten Betonungen würzt und zu Größe aufbläst. Großartig der ihn umspielende und in Szene setzende Post-Punk mit sehr coolen atonalen oder hallosen noiselnden Gitarrenriffs zu schiebendem Distortion-Bass und nach vorne gehendem Drumming. Aber die Band driftet immer wieder auch ins Atmosphärische wie bei dem Gänshautsong "Powers of ten". Was für ein großartiges Einstandsalbum, das nicht nur mit Songs wie "Slideshow", einem von schrägen Gitarren und brilliantem ins Ohr gehenden New Wave-Refrain getoppten Monstersong oder dem minimalistisch und monoton Drucke entwickelnden "Fathers and Sons" weitere Höhepunkte hat.