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chastity

death lust

Was ein Einstandsalbum für Brandon Williams, ein exzellentes Gainer-Album, das v.a. von den Distortionwolken aus unglaublich tighten atonalen und wogenden Gitarrenriffs getragen wird. Genauso fesselnd Brandon´s leicht angerauhte Stimme und sein vom klagenden bis zum Hymnischen gehender Gesang, der in seiner Melodiosität durch die Songs führt und in prima Kontrast zu dem intensiv mahlenden und kantigen Gitarrenacting steht. Das klingt in seinem Ausdruck auch manchmal fast wie eine mögliche Inkarnation von Helmet. Geniale Stopps und Breaks, bevor die Gitarre einem mit ihrer Verzerrungsmelancholie eins über die Birne brät. Gerade hier geht einiges, auch vielschichtig. Post-Hardcore ist ein wichtiger Bezugspunkt dieser löasse Scheibe, Schnelles Abgehen zu Offbeat-Dumming ist genauso drin wie offene hallbeladene Gitarrenriffs im für große Räume in eher schleppendem Midtempo, immer wieder von ruhigeren Parts durchsetzt. Auf dem Album manifestiert sich auch die Wut der Jugend der Arbeiterklasse veiner Provinzstadt wie Whitby, Ontario.