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die nerven

fake

Die Stuttgarter Post-Punk-Indierocker sind einfach die besten unterm grauen deutschen Wolkenhimmel. All die Nebenprojekte tragen auch ihre Früchte im Sound der Hauptband. Die musikalische Kanalisierung der Artikulation der Unbehaglichkeit wirkt auf dem vierten Album noch souveräner und vielfältiger als auf "Out". Das Potential, Spannung aufzubauen und zu halten, dann abfallen zu lassen und sich immer wieder hoch zu pirschen bis zum Exzess, um dann zu zerfallen, haben sie weiter verfeinert, ohne dass sie am Band-Setup irgendetwas geändert hätten. Schlagzeug, Bass, (atonale) Gitarre und natürlich der großartige Max Rieger als Sänger, der mit seinen Texten die eigene Identität, das Selbst und das Sein ein ums andere Mal zersetzt, zerfetzt und sich neu zusammensetzt. Fake ist das neue Ich. Verweigerung der Selbstfindung und Dagegen-Sein, das Sein im falschen Leben, das Hadern mit sich selbst, die Lügen des Lebens...damit trifft er nicht nur den Nerv junger Hörer. Die textlich philosophischen wie gefühlvollen (Selbst-) Zerfleischungen und Hinterfragungen des Scheins wirken maximal gut vor dem Hintergrund der (anti-)dynamischen, textgerechten musikalischen Umsetzung zwischen postpunkigem Anschlag und unheilvoll-düsteren Riffs selbst auferlegter Verhaltenheit auf dem 4ten Album, das sie tatsächlich live ausgerechnet in der Toskana aufgenommen haben.

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iceage

beyondless

Nachdem die Kopenhagener Band Iceage zuletzt schon mit dem neuen Song „Catch It“ (Video hier) aufwartete, folgt jetzt die Ankündigung des Nachfolgers des 2014 veröffentlichten Albums „PlowingInto The Field of Love“: „Beyondless“ wird am 4. Mai via Matador Records erscheinen und zeugt davon, dass die Band bestehend aus Elias Bender Rønnenfelt (Vocals, Lyrics), Jakob TvillingPless (Bass), Dan Kjær Nielsen (Drums) und Johan Wieth (Zurück zum Anfang: „New Brigade“, das 2011er Debüt der Dänen ist ein jugendlich-ungestümer Post-Punk-Entwurf, voller kalter und distanzierter Abgrenzung, während der Nachfolger „You’re Nothing“ (2013) mit mehrheitlich aggressiven Hardcore-Einflüssen mehr Licht in die Dunkelheit lies – eine Tendenz, die auch auf „Plowing Into The Field Of Love“ (2014) ihre Fortsetzung fand. Bestechend dabei immer die unbekümmerte Selbstsicherheit der Jungs, mit der sie geradewegs mit dem Kopf voran Grenzen aufstoßen. Dieses entwaffnende Selbstbewusstsein klingt auch auf „Beyondless“ immer wieder durch, ohne an Charme einzubüßen.Gitarre) endlich ihre Ambitionen in die Tat umsetzt ohne den rauen Charakter der Anfangstage zu verlieren.

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steff la cheffe

härz schritt macherin

Nach 5 Jahren Pause meldet sich Steff la Cheffe zurück. Am 4. Mai erschient ihr drittes Studioalbum "härz schritt macherin". "Ich habe mein Herz geöffnet", sagt sie - und das im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen.
Die Pause war lang, aber jetzt ist Steff la Cheffe zurück. Acht Jahre nach ihrem ersten Album "bittersüessi Pille". welches sich 22 Wochen in den Charts hielt, und fünf Jahre nach dem zweiten Streich "Vögu zum Geburtstag", tritt sie wieder in Erscheinung. Die 31-jährige Berner Musikerin zeigt sich darauf so vielseitig, tiefgründig und gefühlsvoll wie noch nie.

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god is an astronaut

epitaph

Seit den Anfangstagen im Jahre 2002 empfiehlt sich der irische Vierer God Is An Astronaut als einer der schillerndsten Vertreter der Post-Rock-Zunft. Intensiver Rock, ätherische und faszinierende Klanglandschaften, mitreißende Dynamik und hypnotisierende Melodien lassen schnell einleuchten, warum die Band heutzutage in einem Atemzug mit Genrehelden wie Sigur Rós, Godspeed You! Black Emperor und Mogwai genannt wird. Jede ihrer Veröffentlichungen stellte eine unwiderstehliche Einladung zu unvergesslichen Reisen dar, und das neunte Opus Epitaph zeigt einen nicht unerheblichen Fortschritt im typischen Sound auf, ohne aber das Ethos, das die Iren antreibt, zu vernachlässigen. Opener und Titeltrack 'Epitaph' ist ein famoser Stimmungsgeber, der von Schmerz und Verlust spricht - und davon, sich darin nicht zu verlieren. Pianofragmente begegnen energischen Rhythmen, feinen Gitarrensprengseln und fühlbar überkochenden Emotionen, die der sehnsuchtsvollen Melancholie des ganzen Albums Gesicht verleihen: 'Mortal Coil' ist die seltsame Erleichterung zum Ende eines sorgenbeladenen Lebens, und 'Winter Dusk' hinterlässt das Gefühl dunkler Vorahnungen. Mit dem Mittelpunkt 'Seánce Room'werden die Koordinaten verändert; hin zu einem bedeutsamen und besonderen Ort - ein Ort, an dem Nah und Fern verschwimmen und die Sterne Tragödien beweinen. Den Abschluss bildet das hypnotische Stück 'Oisin', das dem siebenjährigen Cousin von Torsten und Niels gewidmet ist, der tragisch aus dem Leben gerissen wurde. Vier Minuten komprimierten Schmerzes, Trauer und Sehnsucht, die Viele ein Leben lang verfolgt. Das würdige Ende eines Albums, das tief bewegt und viele, viele Male heimgesucht warden will.

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toundra

vortex

5tes Album! Toundras musikalische Reise begann im Jahr 2007. Der Vierer aus Madrid verbindet mächtige Riffs, wundervoll tiefgehende Melodien und aufwendig gestaltete Atmospäre, und verpackt all dies in epische Songstrukturen, die bereits eine Ahnung bezüglich der unglaublichen Intensität ihrer Live-Shows aufkommen lassen. Diese Mischung macht sie derzeit zu einer der beliebtestens Instrumental-Bands Europas. In Rekordzeit veröffentlichten sie in Eigenregie drei Alben, tourten durch Europa, spielten einige der renomiertesten Festivals. Ihr letztes Album "IV" landete auf Platz 2 der Spanischen Album-Charts und sie spielten über 150 Shows in 18 Ländern, einschließlich ihres ersten Live-Auftritts in den USA. Auch außerhalb der Grenzen Spaniens wurde "IV" als eins der besten Alben des Jahres gehandelt, und schließlich dann von Spaniens einflussreichstem Magazin "Mondosonoro" zum Album des Jahres 2015 gewählt

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okkervil river

in the rainbow rain

Anders als für das nachdenkliche und zurückgezogene Vorgängeralbum “Away” aus dem Jahr 2016 erkundet Frontmann Will Sheff auf „In The Rainbow Rain“ den Mut zu Optimismus und die Schönheit und Kraft von Gemeinschaft. Sheff und seine neuen Bandkollegen begannen Ende 2016 die Arbeit an den 10 Songs und verarbeiteten dabei nicht nur den neuen Antrieb, den sie während ihrer gemeinsamen Tour erfahren hatten, sondern auch die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten. Sheff schaffte es, seine Entrüstung und Traurigkeit in hoffnungsvollen Protest umzuwandeln. Das Ergebnis ist wohl die beste Musik, die Sheff in seiner bisherigen Karriere schrieb. „In The Rainbow Rain“ wurde von Will Sheff selbst produziert und von Shawn Everett (The War On Drugs, Grizzly Bear, Broken Social Scene, Perfume Genius) abgemischt.

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graveyard

peace

Mit ihrem fünften Album, »Peace«, entführen GRAVEYARD den Hörer durch eine sich ständig verändernde musikalische Landschaft voller klassischer Rockmusik in typischer GRAVEYARD-Manier. Vom knallharten Opener ‘It Ain’t Over Yet’ bis hin zur letzten Note des wummernden Basses bei ‘Low (I Wouldn’t Mind)’ schafft es die Band, alles was man über ihre Kreativität im Jahre 2018 wissen, hören und lieben muss, in nur einem einzigen Album zusammen zu bringen.
Auf ‘It Ain’t Over Yet’ und ‘The Fox’ singt sich Joakim Nilsson die Seele aus dem Leib, während Truls Mörck mit besänftigenden Kontrasten auf ‘See The Day’ und Neil Young-ähnlichen Hymnen auf ‘Bird Of Paradise’ das Zepter in die Hand nimmt. Ihre härtere Seite zeigen sie auf den Tracks ‘Please Don’t’, ‘Cold Love’ und ‘A Sign Of Peace’. Auf ‘Walk On’ bieten sie eine erfrischende Mischung aus BLACK SABBATH und THE STOOGES und schließen mit dem epischen Jam ‘Low (I Wouldn’t Mind)’ ab. All‘ diese Elemente zusammen ergeben eine Platte, die die experimentelle und heavy Seite von GRAVEYARD ein weiteres Mal unter Beweis stellt, ohne dabei die wahre Essenz dieser Band zu verlieren. Nuclear Blast

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let's eat grandma

i'm all ears

Mit “I’m All Ears“ wird am 29.06. das neue Album von Let’s Eat Grandma via Transgressive Records erscheinen. Zwei Jahre nach dem Debütalbum “I, Gemini“ melden sich Rosa Walton und Jenny Hollingworth nun mit neuem Material zurück.

Elf neue Tracks hat das Duo aus Norwich, UK auf dem kommenden Werk zusammengestellt und konnte dabei auf Unterstützung von Produzent David Wrench (The xx, Frank Ocean, Caribou) sowie SOPHIE (Madonna, Charli XCX, Vince Staples) und Faris Badwan (The Horrors) bauen. Der Sound von Let’s Eat Grandma lässt sich schwer in eine Schublade stecken. Experimental-Pop oder Bubblegum-Psych-Rock, in jedem Fall ist die Klangwelt der beiden jungen Musikerinnen ansteckend und klingt dabei so unverbraucht, innovativ und energiegeladen.

Im Vergleich zum Debüt “I, Gemini“, das die beiden mit gerade mal 17 Jahren aufgenommen hatten, erscheint das neue Album reifer und gefestigter. Es ist das Werk zwei junger Frauen, die als Musikerinnen gewachsen sind, deren Freundschaft noch inniger geworden ist und so noch mehr Selbstbewusstsein für Let’s Eat Grandma gesammelt haben.

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arctic monkeys

tranquility base hotel and casino

Sechstes Album, ein zeitloses, virtuoses und reifes Werk abseits aller Indierock-Kategorien und jenseits aller Erwartungen. Es tritt die Nachfolge des bislang erfolgreichsten Longplayer des britischen Quartetts, AM, an. Tranquility Base Hotel & Casino ist ein ebenso gewagtes wie brillantes Album, in dem sich die immer weitumfassenderen kreativen Ideen Turners perfekt widerspiegeln. Was dabei entstanden ist bewegt sich weit jenseits aller Indie-Rock Kategorien und widersetzt sich virtuos und eigenwillig dem Erwartungsdruck einen gebührenden Nachfolger für "AM" zu veröffentlichen.

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zeal & ardor

stranger fruit

ZEAL & ARDOR haben mit 'Gravedigger's Chant' die brandneue erste Single ihres kommenden Albums ins Netz gestellt. Das Projekt des amerikanisch-schweizerischen Musikers Manuel Gagneux kombiniert Black Metal mit Blues, afroamerikanischen Einflüssen und Gospelklängen und wird uns seinen zweiten Studiolangspieler "Stranger Fruit" am 8. Juni über Radicalis/MVKA in die Plattenregale stellen. Einen ersten Blick auf die 16 Songs starke Tracklist und das Coverartwork des Albums könnt ihr hier werfen. Das offizielle Video zu 'Gravedigger's Chant' gibt's unten zu sehen. Ihr vielgelobtes Debütalbum "Devil Is Fine" hatten ZEAL & ARDOR im April 2016 veröffentlicht.
"Der Totengräbergesang ist das Lied, das von den Leuten gesungen wird, die deinen Körper zur Ruhe legen", kommentiert Bandkopf Manuel Gagneux den Song 'Gravedigger's Chant'. "Diese Leute interessiert es nicht, woher du kommst, noch wissen sie, was du getan hast und wer dich geliebt hat. Sie kennen nur das, was vor ihnen liegt. Also singen sie dieses Lied, da du nie mehr einen Ton hauchen kannst."

Auch als Tape erhältlich..

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scott matthew

ode to others

Kein Album zuvor hat Scott Matthew so reich instrumentiert und so komplex arrangiert wie dieses. Was vielleicht daran liegt, dass sein sechster Langspieler - mehr noch als die Alben zuvor - das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Songarbeit ist. Insbesondere Jürgen Stark, der bereits bei "This Here Defeat" (2015) als Gitarrist, Hauptarrangeur und Produzent eine dominante Rolle spielte, tritt hier als (Co-)Autor der meisten Stücke noch stärker in den Vordergrund. Mit Ausnahme der drei Coversongs "Do You Really Want To Hurt Me?", "Flame Trees" und "The Sidewalks Of New York" schrieb Matthew die Texte und das musikalische Grundgerüst. "Doch ich war mir zunächst gar nicht sicher, ob ich sie selbst überhaupt mochte", so der Künstler. "Das wusste ich erst, nachdem sich Jürgen ihrer angenommen hatte und ihnen Persönlichkeit verliehen und all die wundervoll komplexen Schichten hinzugefügt hatte." Zwischen den Zeilen bringt Matthew damit zum Ausdruck, dass "Ode To Others" sein erstes Album ist, in dem es nicht um Liebe im romantischen Sinn und sein persönliches Liebesleben geht. Man könnte die Produktion also für einen musikalischen Neuanfang halten. Doch Perspektivwechsel passt besser: Matthew hat in die Welt hinausgeschaut und sich neu entdeckt

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kamasi washington

heaven & earth – 2CD / 4LP

Der Jazz-Innovator mit seinem neuen Album auf Young Turks. Der langerwartete Nachfolger zu seinem Debüt "The Epic" ist ein Konzeptalbum, das aus zwei Hälften besteht, die sich thematisch Himmel und Erde zuordnen lassen. Die insgesamt 16 Tracks wurden mit seiner Band The Next Step, wie auch Mitgliedern des The West Coast Get Down Kollektivs in den Henson Studios in Los Angeles aufgenommen. Die Musik wurde von Kamasi Washington geschrieben und komponiert und unter Mithilfe von Thundercat, Terrace Martin, Ronald Bruner, Jr., Cameron Graves, Brandon Coleman, Miles Mosley, Patrice Quinn, Tony Austin und vielen anderen arrangiert. 2,5 Stunden epische Musik, die mehr ist als nur Jazz.

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delaney davidson (ex-dead brothers)

shining day

Der in Bern ansässige Neuseeländer schaut abgeklärt auf seine gepackten Koffer und regelt die letzten Dinge für seinen Umzug 2018. Es sollte ein Jahr der Eingewöhnung werden, aber die Welt hat andere Pläne für ihn, beginnend mit seinem neuen Album. 2018 ist gerade einmal 50 Tage alt und er hat bereits sechs Songs mit SJD (Sean James Donnelly) geschrieben, ein Album für Belladonna (Lytteltons Black Metal Doom Band) produziert, mit Barry Saunders (The Warrathas) gearbeitet und ein Charlie Feathers-Tribute-Album mit Dr. Bruce Russell (THE DEAD C) aufgenommen. Er hat bestätigt, dass er auf dem Great Escape in Brighton spielen wird, dazu eine Europatournee geplant und das alles mit einem mit einem internationalen Label-Signing gekrönt. Zur Veröffentlichung findet zeitgleich eine 14-tägige Tournee mit seinem langjährigen Kollaborateur Marlon Williams mit Konzerten in Brüssel, Köln, Amsterdam, Hamburg, Kopenhagen, Oslo, Stockholm, Berlin, München, Wien, Zürich, Besancon, Paris und Utrecht statt

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bonnie prince billy

wolf of the cosmos

Will Oldham erfindet sich immer wieder neu. Für Überraschungen gut zu sein, scheint seine Lebensaufgabe zu sein: zur Zeit nimmt er auschliesslich Alben wie z.B. die Ode an Merle Haggard bei "Best Troubadour" von Künstlern auf, die ihm am Herzen liegen. Sein neues Album ist eine besondere Wahl: das obskure Jazz/Prog- Album der norwegischen Chanteuse Susanna and the Magical Orchestra", das original auf dem norweg. Spezialistenlabel Rune Grammofon 2007 releast wurde und eine beachtliche Schar Jazz-Instrumenalisten wie Helge Stien, etc. verpflichten konnte. Oldham geht einen ganz anderen Weg: er entkernt die Songs bis auf ihre Essenz im Country und Folk, gibt sich wie ein Crooner und verfügt über das dutzend live eingespielte Songs wie ein Meister des kargen Arrangements. Banjo, Zweitakustikgitarre, Geige, ein Upright Bass, eine flüsternde Backgroundstimme und seine warme, brüchige Stimme, die direkt in ein altes Mikro singt. Oldham windet sich, liebt, stirbt, trauert und legt ein Album vor, das wie selbstverständlich an seine Klassiker anschliesst

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mouse on mars

dimensional people

Mouse On Mars, Andi Toma und Jan St. Werner, kehren mit ihrem bisher einfallsreichsten und originellsten Album “Dimensional People” zurück. Das neue Album vereint das Berliner Duo erneut mit Thrill Jockey, für die das Duo bereits drei Alben Anfang der 2000er produzierte. Nach einer Serie von Dancefloor-Veröffentlichungen zeigt “Dimensional People” wie tief Mouse On Mars in ihrer musikalischen Sprache arbeiten und es schaffen, elementare Komponenten wieder neu zu arrangieren. Dieses Album macht deutlich, wodurch ihre Kunst geprägt ist: Entdeckung, neue Kontexte für Orte, Klänge, Erinnerungen, Empfindungen, Atmosphären, Technologien, Beziehungen – und natürlich durch Menschen. Eine Reihe von speziellen Gästen beteiligten sich an der Produktion: Justin Vernon (Bon Iver), Zach Condon (Beirut), Spank Rock, Aaron und Bryce Dessner (The National), Swamp Dogg, Eric D. Clarke, Lisa Hannigan, Amanda Blank, Sam Amidon, Ensemble Musikfabrik und etwa 20 weitere Künstler. Die Besetzung ist so einzigartig wie jeder der einzelnen Charaktere allein, eindeutig ein großer Gewinn für das außerordentliche Berliner Duo. Die Aufnahmen für das Album begannen im Studio “Paraverse 4” von Mouse On Mars im Funkhaus Berlin durch Experimente mit Schallrobotern, Perkussionisten und Ensemble-Musikern. “Dimensional People”, ursprünglich als neuer konstruktivistischer Sozialismus bezeichnet, gibt jedem teilnehmenden Gast eine Plattform, um das Album, als wer oder was auch immer er sein will, zu prägen: als Erzähler, als ein perfekter Moment, ein Jam, als ein Ensemblemitglied, ein abstrakter Sound, eine multiple Persönlichkeit, eine Stimmung oder als Solist. Ursprünglich als räumliche Komposition mit objektbasierter Mischtechnik, mit den Möglichkeiten von Sonic Design und kollektivem Musiker-Shop spielend, erweitert sich die Aufnahme um diese Ideen. Es ist ein konzeptionelles Puzzle, das um ein harmonisches Spektrum in einem rhythmischen Schema zusammengesetzt ist, meist im Tempo von 145bpm (inspiriert von Chicago Footwork, so dass die Tanzfläche nicht ganz fehlt). In der nahen Zukunft wird “Dimensional People” auch durch Installationen realisiert. Die Arbeit der Band wird dadurch sowohl als immersives Hörerlebnis als auch in einzigartigen Performances präsentiert.

“Das Musikalbum als soziale Skulptur, dirigiert von zwei Regisseuren, mit Gästeliste und Sitzordnung als Kunstformen, die nur noch wenige beherrschen und die unvorhersehbare Funkenschläge auslösen können.”

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lord huron

vide noir

Indie-Folk vom Allerfeinsten: Dafür stehen Lord Huron aus Los Angeles. Mit “Vide Noir” veröffentlicht die vierköpfige Band um Frontmann Ben Schneider ihr drittes Studioalbum.

“Vide Noir” ist inspiriert von Streifzügen durch L.A.

Hinter “Vide Noir” steht eine aussergewöhnliche Inspirationsquelle: Nächtliche Spaziergänge und Streifzüge durch Los Angeles waren brachten Sänger Ben nach Downtown, zum Ozean, ins Valley und in die Hills: “Ich stellte mir ‘Vide Noir’ wie eine epische Odyssee vor, eine Odyssee durch diese Stadt (…). Es ist eine Reise entlang des gesamten Spektrums menschlicher Wahrnehmung. Eine Sinnsuche inmitten der kalten Gleichgültigkeit des Universums.“

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courtney barnett

tell me how you really feel

Beobachtern ist nicht in entgangen, dass Barnett in nur wenigen Jahren international für ihren unverwechselbaren Stil bekannt geworden ist. Ihre Fähigkeit mühelos ein intensiv privates Gefühl auf den Kopf zu stellen und dies universell und hörbar klingen zu lassen, bescherte ihr Fans auf der ganzen Welt. Dank ihres Debütalbums "Sometimes I Sit and Think, and Sometimes I Just Sit", sah man sie auf den Jahresbestenlisten und bei ausverkauften Konzerten auf fünf Kontinenten. Sie stand auf den coolsten Festivalbühnen, war nominiert für den Best New Artist bei den Grammy Awards 2016 und als “International Female Solo Artist” bei den Brit Awards, ganz zu schweigen von den höchsten Preisen in ihrer Heimat, darunter der Australian Music Prize, APRA’s Songwriter Of the Year und vier ARIAs. "Lotta Sea Lice", ihr gemeinsames Album mit dem Seelenverwandten Kurt Vile, das 2017 erschien, wurde ähnlich gelobt. Gemeinsam erhielten sie eine NME Awards Nominierung für die beste Zusammenarbeit. Aber… wie macht man an so einem Punkt weiter? Auf dem neuen Album offenbart Barnett eine unerwartete, aber faszinierenden Veränderung. Sowohl im Titel, bei dem unklar ist, ob er eine Frage oder Aufforderung darstellt, als auch beim beunruhigenden Albumcover - einem blutrot getönten, irgendwie unangenehm "nahen" Selbstportrait definiert Courtney Barnett ihre eigene Tonart. Auf dieser Platte findet man eine neue Direktheit, eine wesentlich kräftigere Instrumentierung, große Zartheit in ihrer Stimme und noch mutigere Texte. Kurz gesagt: Barnett beginnt eine bemerkenswerte neue Phase in ihrer musikalischen Entwicklung. Obwohl sie die Welt durch das Prisma der Selbstanalyse untersucht, verschiebt sie mit “Tell Me How You Really Feel” den Fokus auf diejenigen, mit denen sie interagiert - die Guten, die Bösen, die Liebenden. Diejenigen, die sie genau kennt und diejenigen, die Fremde sind.

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jon hopkins

singularity

"Singularity" beginnt und endet im Kern seiner Dinge auf der gleichen Note: der emotionalen Ehrlichkeit. Hopkins, beeinflusst von jahrelangen Erfahrungen mit Meditation und Transzendenz, bewegt sich durch ein selbstgeschaffenes Universum, das sich unaufhaltsam ausdehnt und zum Schluss wieder zu einem unendlich kleinen Punkt zusammen zieht. Nahtlos geht es dabei von rauem Techno hin zu choralen Melodien, und von Solo-Piano Etappen über zu psychedelischem Ambient. Wo Immunity sich in die dunkle Realität einer epischen Club Nacht stürzte, erkundet Singularity nun die Dissonanzen zwischen dem urbanen Leben und der grünen Natur. Was beide Alben verbindet, sind ihre unmessbar breiten musikalischen Sound-Paletten. So steht auf Singularity die Erkundung der Verbindungen zwischen Geist, Klang und Umwelt im Vordergrund und vertont so die verschiedenen geistigen Zustände, in denen Hopkins sich während des Schreib- und Aufnahmeprozesses befand. Und so viel sei schon verraten. Durch die ernüchternden Erfahrungen, die Hopkins mit dem Blick auf die heutige Welt machte, blieb ihm die letztgültige Schlussfolgerung, dass ein wahres Gefühl von Frieden und Zugehörigkeit nur aus der Einzigartigkeit der Natur gewonnen werden kann.

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laura veirs

the lookout

10tes Album! In ihrer langjährigen Karriere bewies die Singer/Songwriterin immer wieder ihre einzigartigen und tiefgreifenden musikalischen Fähigkeiten. Dieses Talent zeigt die US-Amerikanerin, die vor 20 Jahren noch mit einer Punkband den ersten Fuß in die Tür des Songwritings setzte, nun erneut auf ihrem zehnten Soloalbum. Produziert vom Grammy-nominierten Tucker Martine, präsentiert Laura Veirs zwölf wundervolle Folk-Pop-Songs, die sie mit befreundeten Musikern wie Karl Blau, Steve Moore, Eli Moore oder Eyvind Kang aufnahm. Sufjan Stevens und Jim James hört man zudem als Gastsänger auf dem neuen Werk. Ein musikalisch wie auch inhaltlich gelungenes Album!

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elina duni

partir

Sich selbst auf Klavier, Gitarre und Rahmentrommel begleitend, interpretiert die in Tirana geborene Sängerin hier in neun Sprachen Lieder über Liebe, Verlust und Aufbruch. Das Repertoire erstreckt sich von traditionellen Volksliedern aus Albanien, dem Kosovo, Armenien, Mazedonien, der Schweiz und dem maurischen Andalusien über einen Chanson von Jacques Brel ("Je ne sais pas"), eine Nummer des italienischen Cantautore Domenico Modugno ("Amara terra mia") und einen Fado von Alain Oulman ("Meu Amor"), der durch die große Amália Rodrigues unsterblich gemacht wurde, bis hin zu einem von Elina selbst verfassten Stück ("Let Us Dive In"). Geprägt sind diese zwölf Lieder durch ein sie verbindendes Gefühl der Sehnsucht, das durch Elina Dunis einzigartig ausdrucksstarke Stimme und ihre sparsamen Arrangements zusätzliche Intensität gewinnt.

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a place to bury strangers

pinned

Nach den apokalyptischen Soundtracks ihrer ersten Alben und dem Tanz in den Trümmern auf dem Albumvorgänger spriesst auf dem 5ten Album neues Leben in den grauen Wrackteilen und urbanen Ruinen. Auffälligste wie unüberhörbare neue Dimension ist die neue Schlagzeugerin Lia Simone Braswell, die auf weiten Teilen des Albums auch bei gemeinsamen Gesangsparts mit in Erscheinung tritt, was eine unbekannte Stimmfarbe ergibt, die das Soundpanorama und den Ausdruck erweitert hat. Generell sind APTBS stilistisch so unterwegs wie wir sie kennen, laut, ungestüm, mit hörbarer Hingabe und Begeisterung für die intelligent wie exzessiv eingesetzten Gitarreneffektgeräte, wobei Oliver Ackerman durchaus auch hier einige neue Tricks und Ideen hat einfliessen lassen und dabei z.B. neben Distortion-Spielereien oder gnadenloser Staubsaugerei und obercoolen Kratzeffekten auch mal eine völlig hall-lose oder gar eine stellenweise halbwegs unverzerrte Gitarre ("Was it Electric?") zu tribalistischen Drums integriert. Unerbittlich und bisweilen vielleicht auch post-punkiger im Ausdruck als bisher sind die Unterlagen des Zusammenspiels des Bass von Dion Lunadon und den Drums, während Ackermann neue Facetten seiner schwindelerregenden Gitarrenkünste offenbart.

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a perfect circle

eat the elephant

Mit dem dritten neuen Song geht die Promophase nun in die entscheidende Phase: "TalkTalk" ist ein weiterer Vorbote des kommenden A Perfect Circle-Albums "Eat The Elephant", das am 20. April erscheint. Der Track orientiert sich musikalisch eher am zweiten Vorabtrack "Disillusioned" und ergießt sich in getragener, melodiös-psychedelischer Atmosphäre.

Die Covergestaltung des vierten Albums ist dagegen vergleichsweise unsubtil geraten. Im Mittelpunkt steht ein mehrfarbiger Oktopus, der sich im Video in etwa so windet wie Sänger Maynard James Keenan bei Journalistenfragen nach einem neuen Tool-Album.

"Eat The Elephant" wurde von Dave Sardy (Manson, Slayer) produziert und ist das erste APC-Studioalbum seit "Emotive" (2004).

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thievery corporation

treasures from the temple

Entstanden in den Geejam Studios in Port Antonio im Herzen Jamaikas, bestehen die zwölf neuen Tracks aus weiteren Originalaufnahmen und Remixen der Temple-Sessions. Soundmäßig dominiert der unverkennbare Thievery Corporation-Blend aus klassischem Dub, Dancehall und Roots-Vibes und damit ein durch und durch entspanntes, karibisches Feeling. An der Seite des Washingtoner Duos standen zahlreiche Feature-Gäste wie Mr. Lif, Sitali, Racquel Jones, Notch, Natalia Clavier oder Lou Lou Ghelichkhani, die gemeinsam zwölf weitere, kostbare Perlen erzeugten.

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amazing

in transit

Fünftes Studio Album der schwedischen Band um deren Mastermind Reine Fiske, der auch bei Dungen aktiv ist. Das neue Album verbindet abermals schwebende Gitarrensounds und jazzy Drums, und als Inspiration für das neue Album standen Bands wie My Bloody Valentine, frühe The Cure oder auch The Flaming Lips Pate.

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eels

the deconstruction – CD / 2x10-Inch

Am 06. April 2018 erscheint mit „The Deconstruction“ ein weiteres Album der Eels. Der Titel verrät schon, dass der unermüdliche Songwriter erneut versuchen möchte, seinen bekannten Themen und seinem musikalischen Repertoire etwas Neues hinzuzufügen. Der Titeltrack, der ab sofort im Netz zu finden ist, gibt schon einmal einen guten Eindruck davon, was Fans erwartet. Deutlich wird, dass der Sänger so schnell nicht vom Orchester lassen kann. Und keine Sorge – auch dieses Lied klingt sofort wie ein weiterer Eels-Klassiker.

Aufgenommen wurden die 15 neuen Songs in The Compound in Los Feliz sowie in den The Pie Studios in Pasadena, Kalifornien. Neben dem The Deconstruction Orchester & Chor lud Everett auch musikalische Weggefährten wie Koool G Murder, P-Boo sowie Produzent Mickey Petralia ins Studio. Letztere hatte mit dem Musiker an seiner denkwürdigen zweiten LP „Electro-Shock Blues“ (1998) gearbeitet.

Mark Oliver Everett zur neuen Platte „The Deconstruction“: „Hier sind 15 neue EELS Tracks, die euch inspirieren, rocken oder nicht rocken können. Die Welt dreht durch. Aber wenn man danach sucht, findet man immer noch große Schönheit. Manchmal muss man nicht einmal danach suchen. Manchmal muss man versuchen, es einfach selbst zu machen. Und dann gibt es Zeiten, in denen man etwas auseinander reißen muss, um etwas Schönes im Inneren zu finden.“

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unknown mortal orchestra

sex & food

Auch als Ltd.-Colour-Vinyl und Kassette erhältlich!

Auf dem 4ten Album betritt UMO-Mastermind Ruban Nielson sowohl vertrautes als auch unerwartetes Terrain. Wer anstelle von unerwartetes nun unbekanntes Terrain vermutet hat, kennt vermutlich die drei Vorgängeralben nicht. 2015 verriet Ruban dem deutschen Rolling Stone, dass er sowohl von Daft Punk, Led Zeppelin, James Brown, Hip-Hop als auch von "Thriller" beeinflusst sei. Viel Unbekanntes bleibt da nicht übrig, und dennoch gibt es noch so viele Stile, die man - nach drei Alben auch nicht wirklich wunderlich - nicht unbedingt auf einem UMO Album erwarten würde. Und dennoch ist es da, so überrascht auch "Sex & Food" an vielen Stellen, das Album kommt herrlich formwandlerisch daher. "Sex & Food" betrachtet Fragen wie ,Was konsumieren wir, wie beeinflusst es uns und warum fühlt sich alles manchmal so schlecht und komisch an?" durch ein vibrierendes Klangobjektiv, welches ein Spektrum offenbart, das sich von sich-überschlagendem-Drum-Machine-Funk über Doom- und Thrash-Rock bis hin zur pinkfarbenen Psychedelic-Disco erstreckt. Womit klar ist: Es ist keine dunkle Platte per se. Schließlich befasst sich schon der Titel des Albums mit zwei der zweifellos angenehmsten Erfahrungen im Leben; Positivität in Zeiten der Fremdartigkeit. Das Album wurde in einer Vielzahl von Orten von Seoul und Hanoi bis Reykjavik, Mexico City und Auckland aufgenommen, ganz zu schweigen von Nielsons Heimatbasis in Portland. Es ist dadurch auch ein musikalisches Reise-Tagebuch geworden, welches diverse Erfahrungen beim Durchqueren der Welt sammelt und widerspiegelt.

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king tuff

the other

Der King ist Tuff! Nach einer emotionalen Talsohle hat Kyle Thomas aka King Tuff seinen Sound runderneuert. Die Arrangements sind im positiven Sinne aufgeblasener, die Instrumentierung ist vielschichtiger, da treffen tanzbare Rhythmen auf Psychedelia mit "day-glo" Pop Hooks, akustische Gitarren auf Orgelsounds, zuckersüßer "goofy" Rock-and-Roll auf die neue soulige und kosmische Richtung. Produziert hat der King größtenteils alleine, gemischt wurde es zusammen mit Shawn Everett (War On Drugs, Alabama Shakes). Als Gäste am Start u.a. Ty Segall, Mikal Cronin, Greta Morgan & Jenny Lewis.

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goat girl

goat girl

Goat Girl stammen aus dem Süden Londons und das hört man ihrem Album auch an. Ähnlich wie ihre Freunde von Shame, Horsey, Fat White Family oder der Indie-Crooner King Krule wurde auch der Sound von Goat Girl vom dreckigen und rauen Teil der Millionenmetropole südlich der Themse beeinflusst. Weit abseits der touristischen Hotspots hat sich über die letzten Jahre hinweg eine neue Szene zusammengefunden in deren Zentrum das Venue The Windmill steht, welches den Bands günstige Auftrittsmöglichkeiten bietet und zu einer Art Klubhaus geworden ist. Auch Goat Girl haben dort bereits mehrere Shows gespielt. Die vier Bandmitglieder sind allesamt in Süd-London aufgewachsen und teilweise zusammen zur Schule gegangen. Ihre Liebe zu Bands wie The Slits oder auch The Gun Club hat sie zusammengebracht. Seit ihrer ersten Show 2015 haben Goat Girl bereits mit den Lemon Twigs, Girl Band, den Parquet Courts and The Fall zusammengespielt. Ihr Debüt Album haben sie im Studio von Dan Carey aufgenommen. Dan Carey ist ein Musikbesessener, der auf die Band manchmal wie ein verrückter Professor wirkte, in dem er durch das Studio rannte und wild auf irgendwelche Knöpfe drückte. Mit ihren vorab veröffentlichten Singles „Crack Drool“ und „Country Sleaze“ sorgte die Band dafür, dass sie in etlichen „Watch-Lists“ für 2018 auftauchte und seitdem als ein großes Versprechen der Londoner Indie-Szene gilt. Mit ihrem Debüt-Album lösen Goat Girl dieses nun ein und werden ihr selbstbewusste Musik von Süd-London in die Welt tragen

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dr. octagon

moosebumps: an exploration into modern day horripilation

Was haben Dr. Doom, Rhythm X, Dr. Octagon, Big Willie, Mr. Gerbik oder Black Elvis gemeinsam? Alles Pseudonyme des HipHop-Urgesteins Kool Keith. Da kann man schon mal den Überblick verlieren, zumal der Ultramagnetic MC's-MC sich auch noch in zahllosen Kollaborationen verstrickt. Einen künstlerischen Höhepunkt erreichte er aber zweifellos als Dr.Octagon. Und nun erscheint endlich das Follow Up Album zum 1996 erschienen "Dr. Octagonecologyst". Zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren ist das Dreamteam Dan “The Automator” Nakamura, MC Kool Keith (Keith Thornton) und DJ QBert (Richard Quitevis) wieder vereint.

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pyrit

control

Pyrit ist die musikalische Seele des St. Gallers Thomas Kuratli. Auf seinem zweiten Album «Control» erschafft er einen Trip durch die Schwerelosigkeit und vertont den Zustand eines Wesens, das sich aus dem beklemmenden Innern einer Maschine befreien will. Hat Pyrit auf seinem Debüt «UFO» (2015) ein musikalisches Schwarzes Loch aufgerissen, ist auf «Control» eigensinnige elektronische Musik zu hören. Mit Objekten der analogen Welt und digitalen Mitteln hat er die Realität dekonstruiert und neu aufgesetzt. Entstanden ist aufregend schwebende, kontemporäre Populärmusik.

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frankie cosmos (greta kline)

vessel

Vielleicht die schönste Schrammel-Indie-Scheibe des Jahres, was weniger an dem Sound der Gitarren als vielmehr an der Stimmfarbe und der feinfühligen Leichtigkeit der kurzen, einfach instrumentiertenSongs und ihrem hohen Wiedererkennungswert liegt. Bandchefin und Sängerin Greta Kline (Tochter von Kevin Kline) leitet mit unschuldig klingender, unter die Haut gehender Stimme, in der sich aber auch erste Narben der Post-Adoleszenz spiegeln, durch die 18 durchweg in Moll gehaltenen Songs. Das New Yorker Quartett spielte das 2te Album größtenteils live ein, was wohl auch das authentische, ehrliche Grundgefühl erklärt. Meist unverzerrte oder nur ganz leicht angezerrte Gitarren begleiten den Gesang von Greta, in deren Linien oft auch andere Bandmitglieder einfallen. Exquistes Lo-Fi-Indie-Album einer knuddeligen Band zwischen Slumberland-Sound und Bedroom-Recording, das in 3 Tagen eingespielt wurde. Album des Monats im Musikexpress

Auch als Musikkassette erhältlich.

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ben harper & charlie musselwhite

no mercy in this land

In der Blues- und Mundharmonika-Legende Charlie Musselwhite (*1944) hat der virtuose US-amerikanische Singer/Songwriter, Gitarrist und Produzent Ben Harper (*1969) einen kongenialen Kreativpartner gefunden für ein Blues-Album nach ihrem 2013 gemeinsam eingespielten "Get up!". Klassischer Blues-Stomp in Band-Besetzung wechselt mit auch mal beschwingteren Nummern, aber auch ganz reduzierten Songs ab, wobei neben der präsenten Mundharmonika und dem slow alk des Basses v.a. das Storytelling im Vordergrund steht. Das Album setzt die verschlungene, wechselvolle und in vielem leidvolle Geschichte der USA in Relation zu den Lebensläufen der beiden Protagonisten und spannt so inhaltlich wie musikalisch Relationen über Generationen hinweg, alles im zeichen des Blues, der hier seine Vielfalt und Pracht entfaltet, da Ben nicht umhin kann, auch Einflüsse von Folk, Soul, Gospel, bis Jazz einzubringen

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jack white (white stripes)

boarding house reach

Jack White hat die Veröffentlichung seines dritten und ersten Soloalbums seit 4 Jahren “BOARDING HOUSE REACH” (Third Man/XL Recordings) für den 23. März angekündigt. Der 12-fache GRAMMY Award-Gewinner und ehemaliges Mitglied der Garage-Rock Band The White Stripes wartet mit einer grossen musikalischen Vielfalt auf und zeigt weiterhin sein kreatives Können. Von Rock ‘n’ Roll, Elektro, Hard Funk, Proto Punk, Hip Hop, Gospel Blues und sogar Country ist alles auf “BOARDING HOUSE REACH“ zu finden.

Auf “BOARDING HOUSE REACH” spielen folgende Musiker: Natürlich Jack White am Gesang, Gitarre, Schlagzeug, Synthies, der von einer grossartigen Band begleitet wird. Diese besteht aus Schlagzeuger Louis Cato (Beyoncé, Q-Tip, John Legend, Mariah Carey), den Bassisten Charlotte Kemp Muhl (The Ghost of a Saber Tooth Tiger) und NeonPhoenix (Kanye West, Lil Wayne, Jay-Z), DJ Harrison und Anthony “Brew” Brewster (Fishbone, The Untouchables) an den Synthies, den Keyboardern Neal Evans (Soulive, Talib Kweli, John Scofield) und Quincy McCrary (Unknown Mortal Orchestra, Pitbull), den Perkussionisten Bobby Allende (David Byrne, Marc Anthony) und Justin Porée (Ozomatli), sowie den Background-Sängerinnen Esther Rose und Ann & Regina McCrary von Nashvilles Gospel Trio The McCrary Sisters, sowie langjährige Wegbegleiter wie die Schlagzeuger Daru Jones (Nas, Talib Kweli) und Carla Azar (Autolux, Depeche Mode, Doyle Bramhall II).

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preoccupations (viet cong)

new material

2tes Album der Ex-Women und Ex-Viet Cong! "New Material" umgibt eine düstere und zugleich anregende Aura, geformt von einer Band, die momentan wohl ihre bislang beste Zeit erlebt. Das Quartett hat das Album selbst aufgenommen und produziert, um es anschließend in die Hände von Justin Meldal-Johnson (M83, Wolf Alice) zu geben, der das finale Mixing ihres Post-Punk Gebräus übernahm. PREOCCUPATIONS Sound war schon immer geprägt von ihren Erkundungen rund um das Düstere und Dystopische im breiten Spektrum der Rock-Musik. Dabei arbeiteten sie sich besonders an den Themen Kreativität, Zerstörung und Sinnlosigkeit ab. "New Material" begibt sich nun komplett auf die dunkle Seite der Musik. Das Resultat ist eine Sammlung von Songs, die das Standing der band im Genre untermauern. Sie sind nun wahre Meister ihres Fachs. Auf das neue Album angesprochen, antwortet Leadsänger, Songwriter und Bassist Matt Flegel: "It's an ode to depression and self-sabotage". Ohne mit im Vorfeld Geschriebenes oder Aufgenommenes, geriet der Prozess des Album-Schreibens zu einer im wahrsten Sinne des Wortes Kollaboration aller Bandmitglieder. Nie zuvor waren alle Musiker so intensiv an der Entstehung beteiligt.

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yo la tengo

there's a riot going on

Obwohl der Albumtitel vermuten lassen könnte, dass es hier lärmig und aufrührerisch zur Sache geht, das genaue Gegenteil, nämlich ein Album wie ein Cocoon, ein eher nach innern gekehrtes Album, das sich vielleicht auch als Audruck von Menschlichkeit versteht und eine Sehnsucht nach Seelen-Frieden transportiert. Mit dem Titel beziehen sich YLT auf Sly & Family Stone, die 1971 unter dem selben Titel ein eher grüblerisches Album veröffentlichten. Das 15te Album wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas unscheinbar und dabei weird und derangiert, es entwickelt seinen Sog über die Ungewöhnlichkeit seiner zur Schau getragenen Intimität, verfolgt seine eigene Idee und steht für sich. YLT sind musikalisch so offen wie selten, sie scheren sich nicht um Zugänglichkeit, sondern weben die Hörerschaft in ihr Netz ein, bedienen sich bei Drones, Spiritual Jazz, Exotica, Psychedelic(-Dub), Hall und Halluzinogenem und Kraut und managen eindrucksvoll verschiedene Flashbacks aus anderen Zeiten, Räumen und Stilen, um innerhalb eines samtig-sanften wie psychedelisch-verspielten Gesamtlooks Emotionalität zu erzeugen, mit wechselndem Gesang und Schichten von Sound innerhalb eines auf die Weite eines imaginären Horizontes blickenden Songwritings. Eine aussergewöhnliche, knisternde Antwort auf die Wut, Verzweiflung und Ungewmütlichkeit unserer Zeit.

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jb dunckel (jean-benoit dunckel / air)

h+

Air-Mitglied JB Dunckel ist zurück und nimmt uns mit seinem neuen Album "H+" auf eine außergewöhnlich optimistische und futuristische Klang-Odyssee mit. Der LP erscheint gut zehn Jahre nach seinem ersten Soloalbum "Darkel" und als Follow-Up zu seiner Kollaboration mit Lou Hayter (als Tomorrow's
World) und dem 2015er-Album "Starwalker" mit Barði Jóhannsson.

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george fitzgerald

all that must be

Verloren zwischen den Kontinenten. Ein Album, das sich elegant zwischen Clubbigkeiten und atmosphärischem Driften bewegt und durch sowohl Detailreichtum als auch Melodiosität besticht. Auch hier wieder könnte man Fitzgerald attestieren, zwischen Trentemöller und Moderat zu stehen, denn Melancholie ist eine Stimmung, die jeden seiner Tracks durchzieht, auch wenn er Soundschichten zum Peak hin aufbaut. Gerne kontrastiert er aber Moll-Klänge auch mit einer gesunden Portion Frohsinn. Das Album arbeitet viel mit Wiederholungen und fliessenden Sampleschleifen, verzichtet auch immer wieder im Dienste der Dynamik auf Beats, um sie dann umso effektiver und geschmeidiger zum Einsatz zu bringen. Nachdenklichkeit tanzt mit Ausgelassenheit. Ein ausbalancierter Longplayer, der im Clubnebel genauso funktioniert, wie bei einer nächtlichen Autofahrt durch verlassene Bezirke einer x-beliebigen Großstadt dieser Welt.

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black river delta

vol. II

Eigentlich ist es der Mexikaner, der das neue zweite Album „VOL. II“ von Black River Delta am besten beschreibt. Nicht der Einwohner des Nord- und Mittelamerikanischen Flächenstaates, sondern das in Hamburg erfundene, alkoholische Kultgetränk aus Tomatensaft, Korn, Sangrita, Tabasco, Salz und Pfeffer, welches sich bei den drei Schweden aus dem Örtchen Bollnäs grösster Beliebtheit erfreut. Denn „VOL. II“, das hat genau richtig lang gezogen, bevor es ausgeschenkt wird, und ist scharf, schwer und würzig.

13 Songs sind es geworden, die Black River Delta auf ihrem eindrucksvollen Zweitwerk auf Platte bannen. 13 Songs, die bereits kurz nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Devil On The Loose“ im Frühjahr 2016 in den Köpfen des Trios gärten. Geschrieben wurde daheim und während der vielen Touren, ob alleine oder als Support für die niederländischen Psychedelic-Rock Granaten DeWolff.

Um die Stärke des Grundrezeptes wissend, haben Erik Jacobs, Erik Nilsson und Pontus Ohlsson die Basiszutaten beibehalten und noch weiter verfeinert. Nilssons treibendes, teils wütendes Schlagzeugspiel, Ohlssons feurige Lead-Gitarrenriffs und Jacobs herzhafter Gesang gehen gleichzeitig direkt in den Kopf und ins Herz.

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young fathers

cocoa sugar

Mit ihren bisherigen Alben haben sich die drei bereits mit dem Mercury Prize ausgestattetenSchotten ein eigenes Territorium geschaffen, das auch mit dem 3ten Album seine erstaunliche Fortsetzung erhält. Ungewöhnlich, aufregend und visionär, wie sie schräg getaktete Samples von Beats und eine große Bandbreite von Gesangs-Loops mit poltenden Industrial-Hiphop-Beats oder Bass-Schleifen konfrontieren und düster veranlagte Stimmungen mit Thrill oder einer kunstvollen, verschachtelten Beseeltheit über ihre eigenen Gesänge oder Raps anreichern. Sie erzeugen bisweilen ähnliche Stimmungen wie der Art-Soul-Rock von TV on the Radio, erinnern aber auch mal in ihrer kreativen wie originellen Sample-Verspieltheit an das verschlungene, elektronisch grundierte Weirdo- Art-Pop-Appeal des Animal Collective und bei den wild-gospeligen Backgroundvocals von "Toy" fühlt man sich gar an Algiers erinnert

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peter kernel

the size of the night

Seit nunmehr über zehn Jahren erfreut uns das Tessiner Duo Peter Kernel, Link öffnet in einem neuen Fenster mit Sonic Youth, Link öffnet in einem neuen Fenster inspiriertem Indie-Rock. Die besten Songs der Band sind jeweils finster und treibend zugleich, eine Formel die auch auf ihrer neusten Single «Men of the Women» zu einem hervorragenden Resultat führt.

«Men of the Women» ist nach «There's Nothing Like You, Link öffnet in einem neuen Fenster» der zweite Vorgeschmack auf ein neues Album von Peter Kernel. «The Size of the Night», der vierte Langspieler des Duos, wird am 9. März veröffentlicht.

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bubi eifach

#1 & #2 – 2LP inkl. Downloadcode

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die nerven

fake

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a perfect circle

eat the elephant

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bonnie prince billy

wolf of the cosmos

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scott matthew

ode to others

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lord huron

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delaney davidson (ex-dead brothers)

shining day

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thievery corporation

treasures from the temple

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alexis taylor (hot chip)

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walter wolfman washington

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JOHN PRINE

caravan of fools

Aus dem grossartigen neuen Album "the tree of forgiveness"

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