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benjamin clementine

i tell a fly – 2CD

Der Sänger, Songwriter und Dichter Benjamin Clementine hat Details zu seinem zweiten Album bekannt gegeben. „I Tell A Fly“ wird am 15.09. erscheinen. Es folgt dem Debüt „At Least For Now“, das 2015 mit dem Mercury Prize ausgezeichnet wurde. Mit „Phantom Of Aleppoville“ gab es kürzlich bereits ein erstes neues Stück zu hören. Nach der Kollaboration mit Damon Albarn für dessen letztes Gorillaz-Album wurden außerdem neue Tourdaten angekündigt. So wird Benjamin Clementine im November in Konzerthäusern in Hamburg, München, Köln, Berlin und Dortmund spielen. 2013 erschien Benjamin Clementine quasi aus dem Nichts. Ein junger Mann, der von Verzweiflung getrieben mit dem Singen und Komponieren begannn und dessen vertrackte persönliche Geschichte damit anfing, sich in einem strengen, christlichen Elternhaus das Spielen klassischer Musik beizubringen und schließlich darin resultierte, sich zu einem der fesselndsten Musiker der Gegenwart und einzigartigen Künstler zu entwickeln. Doch während Clementines Debüt noch ein Blick zurück und nach innen war, schaut der Nachfolger „I Tell A Fly“ um sich und nach vorn: auf eine sich verändernde Welt, uralte Konflikte und die individuelle Reaktion darauf. Mit ‘An alien of extraordinary abilities’ fing alles an: Auf den ersten Blick eine verblüffend ungewöhnliche Zeile, die als Vermerk in Clementines USA-Visum eingetragen war, dann aber sehr schnell die Inspiration für ein Bühnenstück wurde, welches sich letztlich zum vorliegenden Album entwickelte, das sich mit dem Konzept des Fremden, des, Migranten, des Unbekannten, des Flüchtlings auseinandersetzt. “I was baffled for about ten minutes when I first saw that visa” sagt Benjamin heute. “But then I thought to myself, I am an alien. I’m a wanderer. In most places I’ve been, I’ve always been different. And so I began to think about the story of a couple of birds, who are in love: one is afraid to go further, and the other one is taking a risk, to see what happens.” Der erste Song des neuen Albums, der veröffentlicht wurde, “Phantom Of The Aleppoville“, führt in dieses Thema ein und beschäftigt sich mit allen, die gezwungen sind zu „fliegen“. Darin fließt auch Clementines Beschäftigung mit der Arbeit des britischen Psychoanalytikers Donald Winicott ein, der sich ausführlich mit Mobbing und Gewalt im häuslichen Umfeld und vergleichbaren, psychologischen Auswirkungen bei Kriegsflüchtlingen auseinandergesetzt hat. Tatsächlich benutzt Clementine auf dem Album seine persönliche Geschichte immer wieder als Prisma, durch das er die Welt um ihn herum betrachtet. Die Ergebnisse machen “I Tell A Fly“ so einfühlsam wie wütend, satirisch und kritisch. "Farewell Sonata“ eröffnet das Album. Ein Song, der Endpunkte und das Versprechen neuer Möglichkeiten thematisiert. “God Save The Jungle“ ist in der Realität eines französischen Flüchtlingscamps angesiedelt, während die überirdisch-nachdenkliche erste Single “Jupiter“ in den USA geschrieben wurde und sich mit einem universelleren Konzept des Außenseiters beschäftigt. “I Paris Wonder“ ähnelt einem düsteren Kinderlied über die aktuellen Geschehnisse in Frankreich, an anderer Stelle richten sich “Better Sorry Than Safe“ und “Quintessence“ gleichermaßen an diejenigen, die gehen und jene, die bleiben. In seiner Gesamtheit ist “I Tell A Fly“ vor allem eine übergreifende Erzählung der Außenseiter, eine, in der jeder willkommen ist – man höre sich nur "Ave Dreamer", das Finale des Albums an, in dem alle Protagonisten zusammenkommen und proklamieren: "Barbarians are coming!/Dreamers stay strong!" In seinem Verlauf entfaltet sich “I Tell A Fly” über einen weiten musikalischen Horizont und spiegelt dabei nicht nur Clementines große Liebe für klassische Impressionisten wie Erik Satie, sondern auch ein gesteigertes Interesse an elektronischer Musik (insbesondere dem japanischen Elektronikpionier Isao Tomita). “Something like ‘Snowflakes Are Dancing’ made me think about the classical music that I had listened to a kid – maybe that’s how the composers wanted to write, but couldn’t, as they were limited to piano.” So ist der musikalische und thematische Spielraum des neuen Albums breiter, der Fokus allerdings bleibt für Benjamin klar und scharf: Er hat das Album nicht nur geschrieben, eingesungen und eingespielt, sondern diesmal auch komplett selbst produziert. Eigen, gefühlvoll und faszinierend – “I Tell A Fly” ist eine Platte, welche die Fragestellungen der Welt in ihrem aktuellen Zustand aufgreift, aber auch Themen, die, wie Benjamin es sagt “are not going to go away. We wander around, my great-grandfather wandered around, and that’ the reason why I’m here. Your great-grandfather wandered around, and that’s the reason why you’re here. I’m an alien; you’re an alien. And that’s that.”

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protomartyr

relatives in descent

Das vierte Album "Relatives In Descent" von Protomartyr, welches gleichzeitig das erste auf ihrem neuen Label Domino ist, dreht sich um das wiederkehrende Thema der Angst vor der prekären Natur der Realität. Obwohl es kein Konzeptalbum ist, behandelt es doch zwölf Varianten eines Themas: die unerkennbare Natur der Wahrheit und die existentialistische Furcht, die mit dem Ungewissen einhergeht. Da ist es kein Zufall dass dieses Album in einer Zeit der Desinformation und verkürzten Nachrichten erscheint. “I used to think that truth was something that existed, that there were certain shared truths, like beauty,” erzählt Protomartyr Sänger Joe Casey. “Now that’s being eroded. People have never been more skeptical, and there’s no shared reality. Maybe there never was.” "Relatives In Descent" offenbart neue Ebenen und Einsichten, ohne die Kanten aus ihrer Zeit als Bar Band in Detroit abzuschleifen. Greg Ahees Gitarre versprüht immer noch Elektrizität, Caseys Stimme wechselt weiterhin zwischen dead-eyed Croon und einem tiefen Bellen. Drummer Alex Leonard und Bassist Scott Davidson bleiben scharfsinnig und treibend, eine Rhythmus Sektion die genauso agil wie draufgängerisch ist. Protomartyr sind eindrucksvoll wie nie. Nach monatelangen Proben fuhr die Band im März für zwei Wochen nach Los Angeles, um mit Sonny DiPerri (Animal Collective, Dirty Projectors) aufzunehmen. Er hat das Album auch co-produziert und geholfen die lange schwelende Vision der Band, von etwas mehr Komplexität, aber nicht weniger Intuition, einzufangen. Alles begann mit "A Private Understanding", das als Opening Statement fest stand in der Sekunde, als der Song fertig war und als Ausgangspunkt für die folgenden elf Songs diente. Der Song ist gleichzeitig anmutig und brutal, er mutiert von einer Schlagzeug-geleiteten Eigentümlichkeit zu einer unwahrscheinlichen Hymne. Im Zentrum stehen ein paar von Caseys besten Lyrics: „Sorrow's the wind blowing through / Truth is hiding in the wire.” Das Video wurde von einem Trip nach Irland inspiriert, auf dem Casey an einem Abend im Pub einen älteren Mann sah. Er hatte eine leichte Ähnlichkeit mit ihm und sang einen alten irischen Folksong für ein paar Zuschauer. Im Video singt nun ein Mann (gespielt von dem 78-jährigen Stand-Up Comedian Marty Smith aus Detroit) seine Geschichten vor Besuchern einer schummrigen Bar, die ihm unterschiedlich stark ihre Aufmerksamkeit schenken.

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ibeyi

ash

Nach dem großen Erfolg ihres Debütalbums gibt es nun endlich neue Musik von den Zwillingen. Ihr zweites Album "Ash" erscheint am 29. September via XL Recordings. Es entstand im Studio von Produzent und XL Recordings-Labelboss Richard Russell und unter Mitwirkung von Gastmusikern wie Kamasi Washington, Chilly Gonzales und Mala Rodríguez. Mit dem neuen Album "Ash" öffnen Ibeyi nun ihren klanglichen Kosmos noch ein Stücken weiter, in dem sie noch mehr Sounds aus der ganzen Welt in ihre Musik hineinlassen. Dabei wurden sie von Acts wie Kendrick Lamar, Jay Electronica, Meshell Ndegeocello, Erykah Badu, Nina Simone beeinflusst. Nach dem die Zwillinge in ihrem Heimatland Frankreich schon große Stars sind, wird den beiden Ausnahmemusikern mit "Ash" nun auch der Rest der Welt zu Füssen liegen! „Deathless“, die heute erscheinende Single, bei der der einzigartige Kamasi Washington am Saxophon zu hören ist, wurde in Erinnerung daran geschrieben, als Lisa-Kaindé mit sechzehn fälschlicherweise von der französischen Polizei verhaftet wurde. Sie ging heim und schrieb den emotionalen Song, der ihre Erfahrung ungeschönt in jedem Detail beschreibt und eine kraftvolle Hymne für alle Unterdrückten geworden ist.

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robert plant

carry fire

Robert Plant veröffentlicht am 13. Oktober mit „Carry Fire“ seine inzwischen bereits 14. Soloplatte. Es wurde wie auch schon „Lullaby and…The Ceaseless Roar“ (2014) mit den Sensational Space Shifters aufgenommen: John Baggot (Keyboard), Justin Adams und Liam „Skin“ Tyson (Gitarre) sowie Dave Smith (Schlagzeug). Mit dabei waren im Studio auch einige Gäste, wie zum Beispiel Chrissie Hynde, die mit Plant gemeinsam den Song „Bluebirds Over The Mountain“ singt. Das Lied stammt von Rockabilly-Musiker Ersel Hickey und wurde u.a. auch von den Beach Boys aufgenommen. Außerdem gibt es eine Kooperation mit Folk-Sänger Seth Lakeman. Dramatische Landschaft von Stimmungen Wie auch schon auf der letzten LP wird es erneut außergewöhnliche Rhythmen und einen eklektischen Sound geben, der von den zahlreichen verschiedenen Instrumenten geprägt ist, welche die Musiker der Sensational Space Shifters einbringen. Plant geht es dabei vor allem auch, Neues zu schaffen: „Ich habe Respekt vor meinem bisherigen Werk und mag es sehr gern, doch jedesmal fühle ich den Drang und den Impuls, ein neues Werk zu schaffen. Ich muss das Alte mit Neuem verbinden. In der Konsequenz hat sich die Triebkraft der Band etwas in ihrer Achse gedreht, und der neue Sound und die geänderten Räumlichkeiten öffneten den Weg zu einer aufregenden und dramatischen Landschaft von Stimmungen, Melodie und Instrumentierung.“ „Carry Fire“ kann ab sofort vorbestellt werden. Käufer erhalten dann sofort den Download des neuen Tracks „The May Queen“. Im November und Dezember ist Robert Plant dann auf Tour – zunächst aber nur in Großbritannien und Irland. Weitere Termine sollen aber in Kürze bekannt gegeben werden.

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grave pleasures

motherblood

Aktuell erlebt die härtere Rock-Musik ein Revival des Postpunks und frühen Goth-Rocks der späten 70er und frühen 80er. Ob Metal-Bands wie Tribulation, In Solitude und Secrets Of The Moon oder Rockbands wie Dool, Wovenhand oder die aus Beastmilk hervor gegangenen GRAVE PLEASURES, anno 2017 sind Einflüsse von Joy Division, The Cure, Bowies Berliner Jahren, Killing Joke, Fields Of The Nephilim und Magazine wieder präsenter und resultieren in hochspannenden, trotz aller Düsternis eingängigen Alben. "Motherblood", der rohere, apokalyptischere Nachfolger zum 2015 veröffentlichten Debüt "Dreamcrash" ist ein Paradebeispiel für diese Entwicklung und bietet einen "hämisch grinsenden Tanz des Todes", wie Sänger Mat McNerney (Hexvessel, ex-Beastmilk/DHG/Code) treffend formuliert. Aufgenommen mit Jaime Gomez Arellano (Ghost, Ulver, Paradise Lost) und mit Gast-Vocals von David Tibet (Current 93) entstanden wahre Ohrwürmer mit Widerhaken und ominöser Atmosphäre. Das Album erscheint als 180 Gramm Vinyl im Gatefold inklusive CD (mit Bonustrack) und Booklet in LP-Größe, als limitiertes Mediabook mit Bonustrack sowie Jewelcase CD und auf allen digitalen Plattformen.

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king krule

the ooz

Nur wenige Wochen nachdem sich Archy Marshall mit »Czech One« wieder unter seinem gewöhnlichen (und geläufigsten) Alias zurückgemeldet hat, folgt die Album-Ankündigung: »The OOZ« wird es heißen, 19 Titel umfassen und am 13. Oktober erscheinen. Die erste Hörprobe kommt dabei samt trüben Video daher, dass schon mal ganz gut auf Halloween einzustimmen weiß.

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wolf alice

visions of a life

Die britische Rockband Wolf Alice um Sängerin Ellie Roswell veröffentlicht am 29. September 2017 ihr neues Album „Visions Of A Life“. Vorab gibt es die Single „Yuk Foo“ zu hören. Im Herbst sind Wolf Alice auf Tour. Wolf Alice gelten unbestritten als einer der spannendsten und vielversprechendsten Indie-Acts der vergangenen Jahre. Ihr Debütalbum „My Love Is Cool“ von 2015, das in den UK-Charts auf Platz #2 einstieg und mit Gold ausgezeichnet wurde, bescherte der Band Nominierungen beim Mercury Prize, Ivor Novello Awards, Brit Awards als auch den Grammy Awards. Mit „Visions Of A Life“ veröffentlicht die Londoner Band Ende September ihr zweites Album über Dirty Hit/Caroline. Den ersten Schatten daraus wirft die erste Single „Yuk Foo“, die gestern als Annie Mac’s ‚Hottest Record in the World‘ bei BBC Radio1 Premiere feierte. Produziert wurde „Visions Of A Life“ von Justin Meldal-Johnsen. “You bore me, you bore me to death. Deplore me? No i don’t give a shit“, singt Ellie Roswell auf der ersten Single „Yuk Foo“. Die Sängerin dazu: “Being sick and fed up of certain expectations… for me a lot of it is about being a young woman. Even the shit, everyday wolf-whistle thing. As I get older, I feel like ‘Why have I always put up with that?’ When I sing that kind of song, it’s everything that I want to do when that happens.”

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godspeed you black emperor

luciferian towers

Neues Album, im Winter 2016/2017 im Hotel2Tango Studio aufgenommen. Greg Norman war wieder für Aufnahme und Co-Produktion zuständig. Das 3.Album seit dem Comeback 2011 und das insgesamt 6. in der Karriere der Postrockgiganten aus Montreal. 4 epische Tracks, die im Rahmen einer Auftragsarbeit im Gedenken an das 1. Weltkriegsmassker im belgischen Heuvelland mit der Tanzperformancetruppe Holy Body Tattoo entstanden. Skizzen und Ideen entstanden im Verlauf der letzten 2 Jahre. "Der Titel spricht für sich selbst, das Bandkollektiv formulierte gewohnt kryptisch: "A thing we made in the midst of communal mess." Die 4 Tracks lauten der Reihe nach: "Undoing a Luciferian Tower"; "Bosses Hang"; "Fam/Family" und zuletzt "Anthem for no state". Über die Musik sagen sie: "Eyes up and filled with dreadful joy – we aimed for wrong notes that explode, a quiet muttering amplified heavenward. We recorded it all in a burning motorboat." Der Vorgänger war neben dem Debüt von 1998 das düsterste Statement ever: Man darf gespannt sein, wie das neue Album sein wird.

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moses sumney

aromanticism

Moses Sumney – seine Stimme ist das eigentliche Ereignis. Unerwartet und intensiv erfüllt sie den Raum, ätherisch schwebt sie dahin, eine prägnante Falsett-Stimme. Im Gegensatz dazu steht das, was er singt – ironisch und scharfzüngig meint er “Don’t call it a lovers’ quarrel“ (….) we both antagonize – wenn keine Liebe da ist, nur Gegensätze, dann gibt es auch keine Zänkereien unter Liebenden. Der Song „Quarrel“ findet mit besonders eleganter, jazziger und unterschiedlicher Instrumentierung – Synthies und Piano – ein überraschendes Ende. Quarrel ist ein weiterer eindrucksvoller Vorbote des Albums „Aromanticism“, das am 22. September via Jagjaguwar / Cargo Records erscheint. Es beinhaltet neben den Singles „Doomed“ und „Quarrel“ überarbeitete Versionen von „Lonely World“ und „Plastic“.

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bronx

V

Es gibt in der modernen Musikgeschichte wenig befriedigendere Momente als den bei 00:48 in „History’s Stranglers“, wo sich Bronx-Sänger Matt Caughthrans Wut in einem markerschütternden Schrei Bahn bricht: „MOTHERFUCKER, I WANT YOUR BLOOD!“ Der Song findet sich auf THE BRONX (2006), dem zweiten von insgesamt vier Alben, die den Namen der Band tragen. Damals sorgte die Band aus L. A. für kollektives Kopfkratzen in der Punkszene: Wo kommen die Burschen her? Warum sind die denn auf einem Majorlabel (Island Def Jam)? Und warum bloß sind die so verdammt gut? Mehr als zehn Jahre später weiß man auf die letzte Frage zwar immer noch keine Antwort. Das neue Album V aber ist auf jeden Fall wieder großartig. Es besteht aus wutentbrannten Punkrock-Tracks, die alles niederknüppeln und höchst akkurat auf den Moshpit zielen, und den groovigen Classic-Rock-Finger­übungen, für die The Bronx schon immer eine Schwäche hatten. Caughthrans Stimme ist der große Trumpf der Band: Auf der alles rasierenden, rasanten Eröffnungs-Salve aus „Night Drop At The Glue Factory“ und „Stranger Danger“ brüllt er wie ein gequälter Höllenhund, auf dem sumpfigen „Channel Islands“ dehnt er seine Stimmbänder zu einem gefälligen Melodiebogen aus. Einen kathartischen Moment gibt es übrigens auch wieder, und zwar im brutalen Breakdown von „Sore Throat“: „Mouth around your gun. Now you’re finally FREE!“

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destroyer

ken

Am 20. Oktober ist es endlich soweit und das neue Album ken von Destroyer erscheint bei Dead Oceans/Merge Records. Das Album wurde von Josh Wells von Black Mountain produziert, der seit 2012 Schlagzeuger bei Destroyer ist. Aufgenommen wurde es im Jam Room/Studio Space, den die Band selbst The Balloon Factory nennt. Im Gegensatz zu Poison Season wurde ken nicht als gemeinsame „Band“ aufgenommen, obwohl jedes Bandmitglied an der Produktion beteiligt ist.

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courtney barnett & kurt vile

lotta sea lice

Jubelei in Indiehausen, Part 2: Die Flaming Lips und Mac DeMarco sind nicht die einzigen von uns sehr geschätzten Indiemusiker, die dieser Tage gemeinsame Sache machen. Auch Courtney Barnett und Kurt Vile arbeiten zusammen an einem sogar größeren Projekt: Sie nehmen ein gemeinsames Album auf, und das hat jetzt einen Namen. LOTTA SEA LICE, so der Titel, soll am 13. Oktober erscheinen. In einem Interview mit dem us-amerikanischen „Rolling Stone“ sagte Vile, dass er sie während eines Familienurlaubs auf Hawaii geschrieben habe. Demnach sollen auch Coverversionen von Bellys „Untogether“, Jen Clohers „Fear Is Like a Forest” und eine Barnett-Version von Viles „Peeping Tomboy“ zu hören sein. Andere Songs wiederum seien durch private E-Mails oder SMS der beiden inspiriert. Einen ersten Eindruck, wie das gemeinsame Projekt denn klingen wird, gibt es mit der ersten Single „Over Everything“. Das dazugehörige Video in schwarz-weiß-Folk-Ästhetik könnt ihr auch bestaunen. Viles und Barnetts Backingband Sea Lice, die sie live begleitet, ist eine kleine Supergroup: Ihre Mitglieder sind Janet Weiss (Sleater-Kinney, Wild Flag), Rob Laakso (The Violators, The Swirlies, Mice Parade), Stella Mozgawa (Warpaint) und Katie Harkin (Sky Larkin, Live-Mitglied bei Sleater-Kinney und Wild Beasts).

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quicksand

interiors

Eine schöne Überraschung: Die Miterfinder des Posthardcore, Quicksand, werden später im Jahr ihr drittes Album "Interiors" über Epitaph veröffentlichen - das erste seit 22 Jahren. Einen neuen Song namens "Illuminant" gibt es auch schon zu hören. Dass da was im Busch sein würde, war ja irgendwie klar. Schließlich gehen Quicksand am 5. September und bis zum 1. Oktober auf ausgedehnte Nordamerika-Tour. Aber es ist nicht einfach nur eine weitere Reunion-Tour (die sie vor vier Jahren ja auch nach Hamburg und Berlin geführt hat), die Band um die New Yorker Hardcore-Ikone Walter Schreifels bringt auch ein neues Album mit auf Tour. "Interiors" wird es heißen und später im Jahr über Epitaph veröffentlicht werden. Es ist das erst dritte Album der Band, die Anfang der 90er maßgeblich die Evolution des Posthardcore vorangetrieben hat. Quicksand debütierten 1990 mit einer gleichnamigen EP, wurden danach vom Majorlabel Polydor gesignt und veröffentlichten mit "Slip" 1993 ihr Debütalbum. Zwei Jahre später folgte "Manic Compression", das bisher letzte Album - was jetzt 22 Jahre her ist. Walter Schreifels erzählte uns noch letzte Woche, dass er damals das Gefühl hatte, aus dem klar abgesteckten Hardcore-Umfeld auszubrechen. So sehr er den klassischen Sound um seine bisherigen Bands Gorilla Biscuits, Youth Of Today und Warzone schätzte, zog es ihn in neue Gefilde. Er fand mit Gitarrist Tom Capone (Bold, Beyond), Bassist Sergio Vega (mittlerweile bei den Deftones) und Schlagzeuger Alan Cage (Burn, Beyond) die passenden Mitstreiter. Gemeinsam wollten sie die Energie des Hardcore mit Einflüssen von shoegazigen Bands wie My Bloody Valentine oder Ride verknüpfen. Das Ergebnis der damaligen Zeit klingt noch heute frisch. Weiterhin erzählte uns Schreifels, dass das Spielen und Aufnehmen mit seiner neuen Psych/Jam/Fuzz-Rock-Band Dead Heavens ihn und seinen Stil für das neue Quicksand-Album beeinflusst habe. Es sei relativ psychedelisch und rockig geworden. Leider gibt es bisher nur einen 30-sekündigen Teaser, in dem man ein wenig hören kann. Aber das klingt vielversprechend. Mit "Interiors" veröffentlicht Schreifels nach dem Debüt "Whatever Witch You Are" von Dead Heavens und "Surveillance" seiner Allstar-Hardcore-Band Vanishing Life dann bereits sein drittes Album in diesem Jahr.

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hiss golden messenger

hallelujah anyhow

Nach weniger als 12 Monaten seit der Veröffentlichung von ,Heart Like A Levee" erscheint mit ,Hallelujah Anyhow" bereits ein neues Studio-Album von HISS GOLDEN MESSENGER. Die zehn Songs wurden von HGM Mastermind M.C. Taylor geschrieben und anschließend gemeinsam mit Brad Cook (MEGADAUN) produziert. Als Musiker waren sowohl Brad Cook als auch Phil Cook (MEGAFAUN), Chris Boerner, Scott Hirsch, Josh Kaufman, Darren Jessee und Michael Lewis mit an Bord. Stimmliche Unterstützung fand Taylor bei Alexandra Sauser-Monnig, Tift Merritt, Skylar Gudasz, Tamisha Waden, Mac McCaughan (SUPERPUNK) und John Paul White.

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hundred waters

communicating

„Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ ist ein Sprichwort, das wohl jeder kennt. Oder anders: Was direkt vor einem liegt, sieht man am wenigsten – „ein ein Nebel, der alles verschleiert“, heißt es bei Hundred Waters. Mit dem am 22. September erscheinenden Album Communicating unternehmen sie den Versuch, diesen Schleier zu durchtrennen. Ein Album, das auf einer sehr intimen Ebene agiert und von Trennungen, Wiedergeburten, der Suche nach Frieden, dem Sich-Verlieren und auch dem Finden von neuem Glück handelt.

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son little

new magic

Der kalifornische Singer/Songwriter und Produzent Aaron Earl Livingston startete seine Karriere in Philadelphia 2011 durch Kollaborationen mit lokalen Größen wie The Roots und RJD2. Für größeres Aufsehen sorgte 2014 seine EP "Things I Forgot", die er unter dem Alias Son Little veröffentlichte. Der Durchbruch gelang Livingston im Jahr darauf mit seinem Debütalbum "Son Little" und dem über sieben Millionen Mal auf Spotify aufgerufenen Song "Lay Down". Es folgten Auftritte mit Leon Bridges, Kelis, Mumford & Sons, Portugal, The Man und Shakey Graves sowie eine eigene Tournee. Seine Krönung fand diese fulminante Entwicklung mit dem Grammy Award 2016 in der Kategorie "Best Roots Performance" für den Mavis-Staples-Song "See That My Grave Is Kept Clean". Auf seinem zweiten Album setzt Son Little den bislang eingeschlagenen Weg umstandslos fort. Seine leichtfüßige Mischung aus Soul, Gospel, Blues, R&B, Jazz, Hip-Hop und Garage Rock bezeichnet er selbst als Future Soul. Für das eigene Schaffen eine neue Genreschublade zu öffnen, macht hier wirklich Sinn, denn tatsächlich kreiert Livingston einen exklusiven Soundkosmos, wie bereits auch "NPR Music" erkannte: "Son Little doesn't strive to reproduce his influences; he recombines them into something new

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julien baker

turn out the lights

"Appointments" wartet gleich mit einer merklich besseren Produktion auf als Julien Bakers Debütalbum "Sprained Ankle", dem als ihr erster Release 2015 zusammen mit ihrem reduzierten Sound eine gewisse Lo-fi-Ästhetik innewohnte. Die erste offizielle Single von "Turn Out The Lights" klingt voluminöser und dynamischer, auch wenn sich an ihrem zurückhaltenden Singer/Songwriter-Stil nichts geändert hat: Baker loopt zu Beginn eine ganz leise, verhallte Gitarrenmelodie im Hintergrund, bevor sie mit ihrer verletzlichen Stimme einsetzt. Langsam wird der Song von ungewöhnlich druckvollen Akkorden auf dem Klavier unterstützt, dann wird Baker von weiteren, selbst eingespielten Gesangsspuren begleitet, die zum Ende des sich immer weiter steigernden Tracks ein komplexes Chor-Arrangement ergeben. Baker hatte schon im Mai bei einem Konzert in Münster angedeutet, dass im Oktober bei ihrem neuen Label Matador ein neues Album erscheinen würde. Nun ist es offiziell: "Turn Out The Lights" erscheint am 27. Oktober. Neben "Appointments" verspricht die Platte zehn weitere neue Songs, denn in der Tracklist finden sich überraschenderweise nicht die nach ihrem Debüt veröffentlichten Singles "Funeral Pyre" und "Distant Solar Systems".

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beck

colors

Farbenfroher Retro-Futurist: Beck kündigt neues Album "Colors" an und veröffentlicht "Dear Life" Was lange währt, wird endlich gut: Beck hat verkündet, worauf die Pop-Welt gewartet hat. Sein Album "Colors" erscheint am 13. Oktober 2017 - einige Vorboten gibt's aber schon jetzt. Drei Tracks erhaltet ihr bei der Vorbestellung der digitalen Version des Albums zum direkten Download: Neben den bereits veröffentlichten Tracks "Dreams" und "Wow", gibt es den neuen Song "Dear Life" für euch. Mit dem zugehörigen Lyric-Video oben im Player könnt ihr euch bereits eingrooven. "Colors" ist das 13. Album von Beck Beck ist einer der unkonventionellsten Popmusiker der Gegenwart. Er ist durch und durch Künstler und erschafft einen großartigen Mix aus Blues-, Folk-, Hip-Hop, Funk, Metal und auch Lateinamerikanischer Musik. Schon seit mehreren Jahrzehnten ist Beck Hansen aus Los Angeles mit seinen Produktionen im Geschäft. Fast täglich verbrachte er die vergangenen Monate im Studio, um weiterhin fieberhaft mit Produzent Greg Kurstin an den zehn Tracks seines kommenden 13. Albums zu feilen. Musikalisch wird es farbenfroh - weitere Infos über "Colors" folgen in Kürze.

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zola jesus

okovi

Über ein Jahrzehnt lang produziert Nika Roza Danilova nun schon Musik unter dem Pseudonym Zola Jesus. Sacred Bones war ihr eine Heimat für fast alle Veröffentlichungen und Okovi markiert ihre Wiedervereinigung mit dem Label. Passenderweise teilen die 11 elektronisch angetriebenen Songs von Okovi dieselbe DNA wie ihre Frühwerke auf Sacred Bones. Die Musik ist in purer Katharsis entstanden und das Resultat sind schwere, dunkle und erforschende Klänge. Zusätzlich zu Danilovas langjährigem Mitglied ihrer Live Band Alex DeGroot, halfen der Produzent und Musiker WIFE, der Cellist/Noise Maker Shannon Kennedy von Pedestrian Deposit und der Perkussionist Ted Byrnes mit, das strukturelle Universum von Okovi zu bilden. Mit Okovi hat Zola Jesus eine profunde Meditation über Verlust und Versöhnung erschaffen, die sich in Hinblick auf die großen Werke dieses Genres behaupten kann. Das Album begegnet Tragik mit Weisheit und Klarheit. Seine Songs loten dunkele Zweifel aus, reflektieren aber ebenso das Licht.

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chelsea wolfe

hiss spun

“What I want is to open up. I want to know what’s inside me. I want everybody to open up. I’m like an imbecile with a can opener in his hand, wondering where to begin – to open up the earth. I know that underneath the mess everything is marvelous. I’m sure of it.” – Henry Miller Der Nachfolger des gefeierten »Abyss« erscheint am 22.09.17 auf dem U.S. Label Sargent House. Chelsea Wolfe hat ein neues Album angekündigt. »Hiss Spun«, so der nur bedingt übersetzbare Titel ihrer sechsten LP, wird am 22. September auf Sargent House erscheinen. Auf dem Album wühlt Chelsea Wolfe, die zurzeit durch Europa tourt, noch tiefer im Innersten, um dem Äußeren standhalten zu können: »I wanted to write some sort of escapist music, songs that were just about being in your body, and getting free«, erklärt die Künstlerin. »You’re just bombarded with constant bad news, people getting fucked over and killed for shitty reasons or for no reason at all, and it seems like the world has been in tears for months, and then you remember it’s been fucked for a long time, it’s been fucked since the beginning. It’s overwhelming and I have to write about it.« Einen Hauch von Trost spendet ein Aphorismus aus Henry Millers Roman »Sexus«, der die Ankündigung begleitet. Dort heißt es immerhin auch: »I know that underneath the mess everything is marvelous. I’m sure of it.« Klanglich ist der rohe, tieftönende Ansatz des zwei Jahre zuvor erschienenen »Abyss« weiterentwickelt worden. An den Gitarren steht ihr dabei wiederholt Troy Van Leeuwen (Queens of the Stone Age, Failure) zur Seite. Dazu ist Aaron Turner (SUMAC, Old Man Gloom) auf dem Albumtrack »Vex« gesanglich vertreten. Wolfes Bandleader Ben Chisholm hat das Ganze mit Klangcollagen aus Prager Baulärm, kalifornischem Kojotenheulen und anderen abseitigen Sounds garniert. Außerdem auf »Hiss Spun« versteckt: das Blättern in einem Walt-Whitman-Buch – akustisch verfremdet, versteht sich. Die mächtige Vorabsingle »16 Psyche« zeigt, wohin der Weg führen wird – nämlich immer weiter ins dornige Distortion-Dickicht. Krachkönig Kurt Ballou, der unter anderem das letzte Album von Russian Circles produzierte, trug im Studio seinen Teil dazu bei. Sollte die Bezeichnung »Folk« Chelsea Wolfe jemals mehr als nur gestreift haben, dürfte sich die Angelegenheit spätestens mit »Hiss Spun« erledigen: Die Zeichen stehen auf Doom.

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death from above 1979

outrage is now

Am 8. Spetember wird mit “Outrage! Is Now” das 3. Album von Death From Above erscheinen. Die beiden Kanadier Sebastien Grainger (Gesang, Schlagzeug) and Jesse F. Keeler (Bass, Keyboards) fingen mit den Arbeiten an diesem Album schon an, während sie noch in den Aufnahmen des Vorgängers “The Physical World” steckten. Dieses Album erhielt zahllose hervorragende Kritiken von u.a. Rolling Stone, LA Times, Monster Children, Uncut, Alternative Press und KERRANG!. Auf The Physical World fanden sich Fan-Favoriten wie “Trainwreck 1979”, das eine eindrucksvolle Zahl von mehr als 11,4 Millionen Spotify-Streams auf sich vereinen konnte, oder “Virgins” das ebenfalls die Fünf-Millionen-Stream-Marke übersprang.

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Motorpsycho

the tower

Die Norwegische Prog-Instanz hat ein neues Album im Kasten und kündigt ihr mittlerweile nunmehr 18. (!!!) Studiowerk mit dem Titel „The Tower“ für den 08. September als Doppel-Album an. Demnach verlief die Zusammenarbeit mit dem neuen Schlagzeuger Tomas Järmyr äußerst produktiv, wie die Band kürzlich auf ihrer Website mitteilte. Traditionell erscheint es in Deutschland wieder via ihrer Hamburger Labelheimat Stickman Records. Erst 2016 hatten Motorpsycho dort mit „Here Be Monsters“ ihr letztes Album veröffentlicht. Der im Anschluss der dazugehörigen Tour folgende Ausstieg von Ausnahme-Trommler Kenneth Kapstad, der sich derzeit ausschließlich auf Spidergawd konzentriert, kam für viele sehr überraschend, hatte er doch seit 2007 mit seinem charismatischen und progressiven Spiel den Sound von Motorpsycho maßgeblich mitbestimmt. „The Tower“ wurde von Motorpsycho im März diesen Jahres gemeinsam mit Noah Shain (u.a. Skrillex, As tall as Lions, Dead Sara) und Dave Raphael (u.a. Brant Bjork) in Los Angeles aufgenommen. Der ursprüngliche Plan, das Album mit Alain Johannes (u.a. Mark Lanegan, Queens Of The Stone Age, Chris Cornell) zu produzieren, scheiterte zuvor an Terminproblemen. Mit dem Ergebnis sei die Band nun jedoch außerordentlich zufrieden. Nach nur einer Woche Los Angeles, in der Motorpsycho vor allem „brutal stuff“ aufgenommen habe, begab sich das Trio noch für einige Tage ins legendäre Rancho de la Luna Studio nach Joshua Tree, wo es im Umfeld der legendären Desert Sessions an „laid-back material“ arbeitete. Für die Gesänge und das Finalisieren der Platte flogen sie dann nach L.A. und für den letzten Feinschliff zurück nach Norwegen. Als Fazit resümieren Motorpsycho wie folgt: „This sounds nothing like any previous Motorpsycho album“. Das vielversprechende Cover ist bereits veröffentlicht, hörbare Einblicke allerdings gibt es noch keine. Ab August ist die Band jedoch auch auf ausgewählten Festivals und im Oktober auf ausgedehnter Europa-Tour unterwegs.

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metz

strange peace

Mit jedem Album werden sie noch eine Schippe unantastbarer. Ihr Noiserock ist allerbest wiederum. Harsch und knüppelhart, atonal und brachial und auf dem 3ten Album haben sie weiter die Schrauben justiert bei den bedrohlicheren, aus einer sonischen Unruhe innerhalb Flasholett-Gitarren- und noisy Feedback-Sounds erwachsenden Parts, die dann immer wieder in alles zusammenlegenden Songmonstern erwachsen. Zusammen mit dem zähnefletschenden, wütenden Gesang entsteht so immer wieder diese urban-industrial-geschwängerte Atmosphäre, die sich in dieser Massivität nicht mal auf den gutaen altn Cop Shoot Cop-Scheiben aus den 90ern befand, auf deren Ästhetik sich Metz immer wieder zu beziehen scheinen. Alex Edkins, Sänger und Gitarrist ist dabei der kantige fels in der Brandung auf einem weiteren Noiserock-Manifest, einem brutalen wie kunstvollen Hammerschlag von Album, auf dem Unruhe und Unzufriedenheit mit den gesellschaftlichen wie politischen Zuständen angesprochen werden, um nicht in surrealem Erstarrungs-Zustand zu verharren. "Es geht darum, dass wir endlich erkennen müssen, dass wir eben nicht immer Herr der Lage sind und dass wir anfangen müssen, uns Fehler einzugestehen und Ängste zu akzeptieren. Wir müssen einen Weg finden, der uns einen Anschein von Frieden inmitten all des hereingebrochenen Chaos bewahrt." In Chicago bei Electrical Audio aufgenommen,mit der Unterstützung von Steve Albini live und direkt auf Tape eingespielt. Explosiv wie eine Bombe.*Sub Pop

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lcd soundsystem

american dream

Gut Ding will sehr viel Weile haben: Über ein Jahr nach der Ankündigung, er nehme bald ein neues Album auf, hat James Murphy endlich Wort gehalten. Sein neues Album als LCD Soundsystem kommt tatsächlich. Es heißt AMERICAN DREAM und erscheint am 1. September 2017. Nach ewig langer Funkstille kam es Anfang Mai gleich doppelt: James Murphy hatte nicht einen, sondern gleich zwei neue Songs mit LCD Soundsystem herausgebracht. Der eine heißt „Call The Police“, der andere wie nun das Album „American Dream“. Die zwei neuen Songs waren die ersten Neuaufnahmen von LCD Soundsystem seit der Comeback-Ankündigung Anfang 2016. Die Gründe, warum das bisher letzte Album THIS IS HAPPENING nunmehr sieben Jahre zurückliegt, obwohl doch längst ein neues Album angekündigt sei, waren recht undurchsichtig, vielleicht war auch nur das Wetter schuld. Neben James Murphy sollen an der Entstehung der neuen Songs unter anderem Produzent Dave Sardy (Soulwax, Slayer, Bush, Dredg, Oasis,

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mogwai

every country's sun

Die schottischen Postrocker und Soundtüftler Mogwai haben für September ihr neues Album "Every Country's Sun" angekündigt und schicken das verträumte "Coolverine" als ersten Höreindruck voraus.. Bereits im März teilten Mogwai ein Foto aus den Abbey Road Studios und gaben bekannt, dass ein neues Album nahezu fertig aufgenommen sei. Auch die für Oktober angekündigte Welttournee ließ vermuten, dass eine Veröffentlichung noch in diesem Jahr bevorstehe. Nun steht neben dem Titel "Every Country's Sun" der 1. September als Release-Tag fest. Auch eine Deluxe-Edition auf weißem Vinyl inklusive Fotodrucken und unveröffentlichter Demos wird erscheinen. Wie der Nachfolger zum 2014 erschienenen "Rave Tapes" klingt, verrät der Opener und erste Vorabsong "Coolverine". Ein hallendes Vibrato, wird um einen dröhnenenden Bass bereichert, bevor fast zaghaft eine Gitarrenmelodie einsetzt. Nach über zwei Minuten kleiden Mogwai dieses Songgerüst mit flächig anschwellenden Soundscapes aus, bevor die im Soundprozess transformierte Melodie "Coolverine" nach sechs Minuten Soundrausch ausklingen lässt.

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valparaiso

broken homelands

Im Kern besteht das in Paris beheimatete Musikerkollektiv Valparaiso aus den in Indie-Kreisen bekannten Musikern Hervé Mazurel (Gitarre) und Thierry Mazurel (Bass) sowie Matthieu Texier (Gitarren), Thomas Belhom (Schlagzeug) und Adrien Rodrigue (Violine und Vibraphon), aber für ihr Projekt Valparaiso laden sie sich immer wieder unterschiedliche Musiker in ihren musikalischen Hafen mit dem ach so verheißungsvollen Namen ein. Für das Debütalbum Broken Homeland, das am 22.09.2017 beim Zamora im Vertrieb von Broken Silence veröffentlicht wird, sind das mit Howe Gelb, Dominique A, Josh Haden, Shannon Wright, Rosemary Standley, Phoebe Killdear, Marc Huygens und Julia Lanoë einige der spannendsten Persönlichkeiten der internationalen Musikszene. Jeder Gastmusiker ist auf einem Track zu hören – und zwar nicht nur als ausführender, sondern auch als kreativer Gast, denn die Texte und Vocals wurden mit absoluter künstlerischer Freiheit von ihnen alleine bestimmt und von Produzent John Parish in Bristol dann zusammengefügt.

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barr brothers

queens of the breakers

The Barr Brothers haben sich zu einer der führenden Americana-Bands entwickelt und präsentieren mit "Queens Of The Breakers" ihr bislang ausgereiftestes Album. Das Werk umfasst 11 wundervolle Songs mit hypnotischem Flow und einem thematischen, roten Faden, nämlich die elementare Kraft von Reflektion, Vergebung, Verlust und Erwachsenwerden. Mit seinem dritten Longplayer erkundet das kanadische Trio, bestehend aus den Brüdern Brad (Gitarre) und Andrew Barr (Drums) sowie der Harfenistin Sarah Page, die Außengrenzen des Folk, Blues, Rock und Americana nördlich der US-amerikanischen Grenze.

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nadine shah

holiday destination

“Holiday Destination” lautet der Titel des brandneuen Albums von Nadine Shah. Es ist bereits das dritte Album der in South Shields, England geborenen Singer/Songwriterin. “Holiday Destination” beschäftigt sich vor allem mit dem Thema der eigenen Identität in politisch unsicheren Zeiten, denn als Immigrantin in zweiter Generation – ihr Vater stammt auch Pakistan – wird ihre eigene Persönlichkeit immer wieder hinterfragt und oft mit Alltagsrassismus beantwortet.

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kadavar

rough times – Ltd.-Digipack

KADAVAR veröffentlichen am 29. September ihr viertes Studioalbum "Rough Times" über Nuclear Blast. Das Cover könnt ihr bereits begutachten. Schlagzeuger Tiger verrät über den Namen der Platte: "Den Titel haben wir wegen seiner Doppeldeutigkeit gewählt. Er ist nicht einfach lustig, aber auch nicht komplett ernst. Es geht uns gut, aber irgendetwas fehlt in dieser Welt. Wir passen nicht richtig hinein oder wollen das auch nicht, dennoch sind wir darin gefangen. Die Zeiten sind hart, wenn man aufwacht und nur sterben möchte, aber die Zeiten können auch aus ganz trivialen Gründen hart sein. Letzteres ist wohl sehr zeitgeistig." Bereits am 4. August werden KADAVAR den "Rough Times"-Track 'Die Baby Die' vorab als 7"-Vinyl-Single veröffentlichen, die bereits vorbestellt werden kann. Auf 7"-Vinyl-Single ist ein Cover des BEATLES-Klassikers 'Helter Skelter' enthalten.

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melanie de biasio

lilies

Anfang Oktober wird die belgische Sängerin und Multiinstrumentalistin Melanie De Biasio ihr neues, drittes Album „Lilies“ veröffentlichen. De Biasio, die aus ihrer Liebe zu Nirvana schon mit 15 eine Rockband gründete, hat sich mit ihrem Solowerk im Spannungsfeld zwischen Jazz und Singer/Songwriter-Pop verortet. Sie verbindet die Abenteuerlust einer Jazz-Musikerin mit ihrem eindringlichem Storytelling und ihrer wundervollen Gesangsstimme. Der Vorbote des Albums, ein Song namens „Gold Junkies“, beweist das sehr eindrucksvoll: Hier wird gesungen und gehaucht, gebrummt und gefaucht, während ein unruhiger, hungriger Rhythmus das Lied vorantreibt. Auf „Lilies“ stand laut De Biasio vor allem die Rückbesinnung auf das eigene Können im Mittelpunkt. Sie habe sich auch ein großes Studio und eine große Produktion leisten können, sagte sie kürzlich in einem Interview, aber: „Ich wollte zurück zum Kern meiner Kreativität und nur die einfachsten Werkzeuge verwenden. Ich saß in einem Raum ohne Licht, ohne Tag und ohne Nacht. Es war sehr ungemütlich, aber ich fühlte mich frei.“ Nun ist sie bereit dazu, mit der Ernte dieser Zeit ins Bühnenlicht zu treten und diese Blüte namens „Lilies“ mit ihren Fans zu teilen.

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mount kimbie

love what survives

Mount Kimbie kündigen ihr drittes und langerwartetes Album „Love What Survives“ an. Das britische Duo wird vier Jahre nach dem letzten Longplayer das neue Werk im September auf Warp Records veröffentlichen. Die erste Single „Blue Train Lines“ fest. King Keule ist ab sofort erhältlich. Drei Jahre lang haben Dominic Maker und Kai Campos Ideen gesammelt, sie immer wieder um- und weiterzuschreiben, bis sie schließlich etwas komplett Eigenes und Persönliches hervorbrachten. „ Es war am wichtigsten, all das wegzustreichen, was sich zuvor als erfolgreich für uns herausgestellt hatte.“ Mit den beiden Vintage-Synthesizern Korg MS-20 und Korg Delta wurde der größte Teil des Albums produziert.

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tricky

ununiform

Tricky veröffentlicht sein 13. Album! mit dem Titel “Ununiform” am 22.September 2017 auf seinem eigenen Label False Idols, vertrieben durch !K7 Music. Ein intensives musikalisches Werk, auf dem Tricky zurück zu seinem klassischen Sound findet, ihn aber auch von seiner bislang wohl radikalsten Seite zeigt. Zugleich ist es ein Ausflug in glückliche und zufriedene Gefilde die ihn bei der Konfrontation mit seinem Vermächtnis, seiner Geschichte, seiner Familie, ja sogar mit dem Tod, zeigen. Und bei alldem findet er zugleich dennoch Frieden. Es ist das erste vollständig produzierte Album, seitdem Tricky vor drei Jahren nach Berlin gezogen ist. Obwohl der Großteil von “Ununiform” in seiner neuen Heimat entstand, gibt es auch vier Tracks die sogar noch weiter im Osten aufgenommen wurden, in der Hauptstadt von Russland. “Moskau ist meine weltweite Lieblingsstadt”, sagt er. .” Die vier Tracks wurden im toten Winter von Moskau aufgenommen und beinhalten Kollaborationen mit den berühmtesten und geschätztesten Rappern und Produzenten wie Scriptonite, Vasilly Vakulenko oder Smoky Mo. “Ich höre russischen Rap seit mittlerweile 20 Jahren. Ich liebe diese Akzente und wollte immer schon mal einen russischen Rapper auf meinem Album haben.” Im Geiste dieser Rückkehr in die Vergangenheit gibt es auf “Ununiform” auch ein Wiedersehen mit den früheren Mitstreiterinnen Francesca Belmonte, Asia Argento und Martina Topley-Bird. Doch Tricky ist auch immer noch bemüht, neue Talente zu entdecken. Wie zum Beispiel die Sängerin Terra Lopez (Mitglied der Gruppe Rituals of Mine) die einen Gastauftritt bei “Armor” hat. Oder Mina Rosa, die dem Album Highlight “Running Wild” die Stimme gibt. Und Avalon Lurks die das Cover von Hole’s 1994 Song ‘Doll Parts’ singt. Interessanterweise hat der Effekt seiner neu gefundenen finanziellen Unabhängigkeit und der gesunde Lebensstil bei Tricky dazu geführt, dass er zurück zu seinem klassischen Sound findet – vielleicht die letzte Eroberung für einen so experimentierfreudigen Künstler. “Ich muss nichts mehr beweisen und ich bin fein mit Referenzen zu mir selbst.” Tatsächlich bezeichnet er die Lead-Single “The Only Way” als “Hell is Round The Corner, Part 2”. Vielleicht seine Antwort auf die Welle von Künstlern die sich auf Trickys Sound der 90er-Jahre berufen - von The xx bis zu den innovativen Londoner Rappern Gaika und CASisDEAD. Dann stellt Tricky schließlich noch eine rethorische Frage in den Raum: “Die Leute sagen, das Album klingt nach Tricky… Aber wie klingt das denn bitte genau?” Das Album “Ununiform” ist ein glorioser, wundervoller, extrem persönlicher Versuch, diese Frage zu beantworten.

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