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Instore-Gig mit Trummer

Freitag, 2. März ab 18.00 UHR

Glück und Grübeln
Trummers wahrlich eigenartiges neues Album schlägt ein neues Kapitel auf. Warum beginnt der Singer/Songwriter ein Album mit einer langen Klangcollage aus verschnipseltem Klavier und plötzlich taumelnden Streichern? Warum stellt er es unter den Übertitel Labor1? Und was ist Bio Elektro?
Gut 10 Jahre nach seinem Wechsel zu Berndeutsch legt der Oberländer Trummer sein 10. Album vor, und genau so hätte es wohl niemand von ihm erwartet. «Trummers Labor1: Amne sichere Ort» heisst es. Erzählerisch knüpfen die neuen Songs bei den intimen Momentaufnahmen an, mit denen sich Trummer auf dem letzten Werk «Loryplatz» (2015) von seinem langjährigen Berner Zuhause und dem dazugehörigen Lebensabschnitt verabschiedet hat. Nun hat ein neuer begonnen.
Der Texter Trummer wird gern für seine Zwischentöne gelobt. Auch diese neuen Songs spielen abseits von in der Popmusik beliebten und dramatischen Alles oder Nichts-Themen. Trummer kartografiert Gemütszustände nach dem Finden und Ankommen, und wie sich zeigt, gibt es dort genug zu tun.
Trummers Labor1: Amne sichere Ort» ist ein eigenartiges Album geworden im wahrsten Sinn des Wortes. Irgendwie heutig und doch abseits des Trends. Gross angerichtet und doch oft leise. Sehr digital und ziemlich Lo-Fi-analog zugleich.
Ein melancholisch-frischer Soundtrack zu einem Glück, das sich das Grübeln erlaubt.

Eintritt Kollekte

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suuns

felt

Suuns-Sänger und Gitarrist, Ben Shemie sagt über das neue Album: "This record is definitely looser than our last one (2016's Hold/Still). It's not as clinical. There's more swagger." Diese Ungezwungenheit kann man hören und sie fließt durch alle 11 Tracks auf "Felt". Es ist sowohl eine Fortführung als auch eine Wiedergeburt. Das Quartett aus Montreal kehrte zu dem geliebten lokalen Breakglass Studios zurück (in dem sie auch schon die ersten beiden Alben Zeroes QC und Images Du Futur mit Jace Lasek von The Besnard Lakes aufnahmen) aber diesmal nahmen sie sich selbst in ihrem eigenen Tempo in fünf ergiebigen Sessions über den Zeitraum von einigen Monaten auf. Zeitgleich wurden die Aufnahmen von St Vincents Produzenten John Congleton (saß auch schon bei Hold/Still am Steuer) feingeschliffen und zur audiophilen Perfektion abgemischt. Congleton flog extra aus Dallas rüber, um seine von Awards gekrönten Fähigkeiten vor Ort entfalten zu können. Suuns sind stolz darauf, dass sie aus Kanadas sozialistischsten Provinz kommen, obwohl sie so klingen wie niemand sonst in der Stadt. Die Quebecer Shemie und Joseph Yarmush gründeten die Band vor über einem Jahrzehnt, die anderen zogen aus einem kleinen nahegelegen Dorf nach Montreal. Der einzige, der nicht aus dem Jazz kommt, ist Gitarrist Joseph Yarmush. Er studierte Fotografie und benutzte sein geschultes Auge, um Shemies neuartiges Konzept für das auffällige Album Cover zu verwirklichen.

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anna von hausswolff

dead magic

Sängerin Anna von Hausswolff macht mit ihrem neuen Song 'The Mysterious Vanishing Of Electra' auf ihren kommende Langspieler "Dead Magic" aufmerksam. Die schwedische Frontfrau, die unter anderem schon mit TRIBULATION und WOLVES IN THE THRONE ROOM arbeitete, veröffentlicht ihre düstere Scheibe am 2. März 2018 über City Slang.
Aufgenommen wurde das Werk in Kopenhagen mit Hilfe von Musiker und Produzent Randall Dunn, der unter anderem für seine Arbeiten mit Künstlern wie Six Organs of Admittance, Marissa Nadler oder Sunn O))) bekannt ist.
Da Anna von Hausswolff für ihre langen Tracks bekannt ist, ist es nicht ganz so überraschend, dass der „The Miraculous“-Nachfolger mit nur fünf Tracks trotzdem auf eine Gesamtlänge von knapp 47 Minuten kommt.

Passend zur Albumverkündung präsentiert Anna mit „The Mysterious Vanishing Of Electra“ gleichzeitig die erste Singleauskopplung. Als Songbeschreibung wählte die Sängerin ein Gedicht des schwedischen Drehbuchautors Walter Ljungquist. Der Track gehört mit seinen sechs Minuten zu den kürzeren des Albums.

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breeders

all nerve

Sie sind keine Band wie jede andere, das beweist das lange angekündigte, endlich vollendete 5te Album des Quartetts, das seit der Reunion 2013 brodelt und 10 Jahre nach "Mountain Moves" endlich fertig gestellt ist. Nachdem Kim Deal die Pixies wiederum verlassen hatte, nahmen die Songs mehr und mehr Gestalt an. Es ist hier ein bisschen wie im Vakuum eines Zeittunnels, der charkteristische Vibe ist sofort präsent. Die Songs bewegen sich wie von den 4 Vorgängeralben gewohnt eher im mittleren Tempo, agieren oft aus einer gewissen Verhaltenheit heraus. Kim´s Stimme zeigt keine Altersspuren, im Gegenteil, sie ist top in Form als stimmlich vielseitig vorgehende Sängerin und Chronistin mit Beobachtungen, Erinnerungen und Geschichten aus Amerika, was sich bei Songs wie "Spacewoman" oder " Walking with the Killer" am eindrucksvollsten manifestiert, wenn die Breeders Kim´s Texte lautmalerisch und atmosphärisch mit den Mitteln einer knarzigen Songwriter-Version von 90s-Indierock eindrucksvoll in Szene setzen. Emotional bietet das Album eine Achterbahnfahrt im abgesteckten Rahmen der typischen Breeder-Sound-Enschlackungen ohne ein Gramm zu viel Gespieltem, natürlich mit auch klassische Abgeh-Songs wie das schrammelige "Wait in the Car" oder "Nervous Mary" oder aber das wie vieles auf dem Bass aufbauende melancholische Titelstück mit seinen Stop & Gos aus Stille, Bass & Stimme und Gitarrengewirbel.

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superorganism

superorganism – Ltd.-Edition

In den britischen Medien im Vorfeld heiß befeuert und in London "Talk of the town": Dabei beinhaltet das Debütalbum der achtköpfigen Popformation eine gesunde Prise Durchgeknalltheit und jede Menge hypereleganter Breaks, vocodrierter Passagen und Schwipp-Schwapp-Sounds, aber auch cleane, angefunkte Post-Punk-Gitarre. Der Teufel steckt hier im Detail, denn die eingeworfenen Soundsamples ergeben in Kombination mit den Synth-Lines eine originelle, aufregende Ästhetik und ein griffiges wie abgedrehtes Sound-Panorama und Song-Universum im Sinne von Alien-Pop gepaart mit der Stimme einer unglaublich coolen klingenden sprechsingenden Sängerin. Schrill und ein bisschen irre!

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sonny smith

rod for your love

Neuester Neuzugang auf Dan Auerbach´s Easy Eye Sound Label ist der in Europa leider unter dem Radar gebliebene Sonny Smith, der als u.a. Sonny & the Sunsets bereits 10 Alben veröffentlichte (u.a. auf Polyvinyl) und schon Hunderte von Songs schrieb. Sonny ist ein Meister der Überführung von Retro-Styles in einen eigenständigen Gegenwartslook voller Verve, Esprit und Rundblick. Dabei erinnert er auch mal an so manche frühere Beck-Scheibe, wie Sonny mit Betonung der Gitarren mit einem knorke Bass-Sound und vielem mehr frühen Rock´n Roll, orchestralen Westcoastfolk, verhallte Western-Psychedelic, beseelte Erdigkeit und Blues mit dem untrüglichen Gespür eines Trüffelschweins zu kleinen, ungewöhnlichen nach Alltime klingenden Hits mit cooler Melodik, catchy Refrains, tollen gospeligen Backgroundparts und nicht-alltäglichen Arrangements und spritzigen Ideen verarbeitet hat.

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lucy dacus

historian

Sie schwebt leider etwas unter dem Radar der neuen Generation von Folksängerinnen, was womöglich am eigenwilligen, sehr persönlichem Textgehalt sowie der Gestaltung ihrer spannunsgeladenen Songs liegen mag. Ihr rauchig-warmes Timbre lässt an indiegeprägte Alt.Country-Sängerinnen wie Jessica Pratt denken und der autobiografische Country der Outlaws ist gewiss evident, doch Dacus und ihre Band kümmern sich nicht um Beschränkungen wie z.B der Opener "Nightshift" mit seinem lakonischem Humor beweist, ein melodischer Folk wird im Refrain und 2ten Teil unvermittelt zu einer hart angeschlagenen Feedback-Indieskizze, die assoziationsreich an die 90er mit solchen Künstlerinnen wie PJ Harvey, Liz Phair oder early Cat Power erinnern. Auf ihrem 2.Album ist Dacus direkter und rockistischer unterwegs als beim Debüt: 10 selbstbewusste Songs mit Schlagzeug, Zweitgitarre, Bass und Überraschungen zuhauf und in bester Gesellschaft bei Sharon van Etten, Angel Olsen bis Waxahatchee

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young fathers

cocoa sugar

Mit ihren bisherigen Alben haben sich die drei bereits mit dem Mercury Prize ausgestattetenSchotten ein eigenes Territorium geschaffen, das auch mit dem 3ten Album seine erstaunliche Fortsetzung erhält. Ungewöhnlich, aufregend und visionär, wie sie schräg getaktete Samples von Beats und eine große Bandbreite von Gesangs-Loops mit poltenden Industrial-Hiphop-Beats oder Bass-Schleifen konfrontieren und düster veranlagte Stimmungen mit Thrill oder einer kunstvollen, verschachtelten Beseeltheit über ihre eigenen Gesänge oder Raps anreichern. Sie erzeugen bisweilen ähnliche Stimmungen wie der Art-Soul-Rock von TV on the Radio, erinnern aber auch mal in ihrer kreativen wie originellen Sample-Verspieltheit an das verschlungene, elektronisch grundierte Weirdo- Art-Pop-Appeal des Animal Collective und bei den wild-gospeligen Backgroundvocals von "Toy" fühlt man sich gar an Algiers erinnert

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crimer

leave me baby

Wenn das Licht die rostende Discokugel trifft und grüne Laserherzen ihren Weg durch die neblige Clubluft bahnen, lässt CRIMER seine Tanzakrobatik unaufhaltsam durch den Raum schwingen. Mit seiner epochalen Stimme zieht er das Publikum in den Bann, kettet es an brachiale Beats und lässt allesamt im Chorus mitbeben. CRIMER beweist dabei ein Faible für Klänge vergangener Zeiten. Mit curesken Gitarren und Boyband-Mittelscheitel schafft er in seinen melancholisch anmutenden Liedern die obskure Verschmelzung diverser Dekaden. Damit gelingen ihm vertraute Popklangbilder, die zugleich nach nie dagewesenen Momenten klingen.

Auch als Musikkassette erhältlich.

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isolation berlin

vergifte dich

Vergifte dich heißt die neue Platte, und sie knüpft nahtlos an ihr bisheriges Repertoire an, auch wenn die Band scherzhaft behauptet, es sei ihr bisher unpersönlichstes Album. Doch auch hier wird wieder geliebt und verlassen, gelebt und gehasst, gedacht und verzweifelt, getrunken und – vor allem – es werden die richtigen Fragen gestellt. Auch, wenn die Antworten am Ende einer langen Nacht wieder vergessen scheinen – oder gar nicht zu finden sind: Was, wenn es tatsächlich kein richtiges Leben im Falschen gibt, kann es dann so etwas wie wahre Liebe in diesem Leben überhaupt geben? Wie soll man sich in so einer Welt Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit bewahren, wenn einem „Die Leute“ da draußen nur Lügen erzählen und, schlimmer noch, diese Lügen leben? Ja, da platzt einem schon mal der Kotzkragen!

Isolation Berlin suchen und entlehnen Metaphern für all diese Zustände bei der Biochemie („Serotonin“), aus dem klassischen Drama („Melchiors Traum“) bis in die Astrophysik hinein („Antimaterie“). Sänger und Texter Tobi Bamborschke steht mit seinem Notizbuch an der Tramhaltestelle des Lebens und wird zum Romantiker. Doch dort, wo zu Zeiten der Romantik vielleicht noch eine Eiche stand, oder eine Mühle am Bach klapperte, steht heute nur noch ein Pfandflaschenautomat. Ja, schon Heinrich Heine wusste, dass der absolute Zustand, ein Zustand aufgehobener Entfremdung dem Menschen längst unerreichbar geworden war, ein Wissen, das ihm immer wieder zu Unbehagen wird. Es ist das gleiche Unbehagen, das auch Bamborschke besingt und das die Band in ihrem lärmenden, ins aggressive kippenden Momenten wie eine moderne Berliner Ausgabe von Primal Scream klingen lässt: „K-K-K-Kicks!“ Isolation Berlin haben sich, wie vor ihnen etwa die großen TV Personalities, zwischen Pop, Psychedelic und (Post)-punk eine eigene Spielwiese eingerichtet. Jeder Geschichte weiß die Band ein passendes Soundgewand zu verpassen. Mal episch, mal direkt und geradeaus ins Gesicht.

Den Begriff „Indierock“ lehnen Isolation Berlin übrigens entschieden ab, weil er ihnen vollkommen sinnentleert erscheint. Dieser Band geht es ohnehin nicht um Posen oder Moden, sondern um Haltung. Fest steht, dass sich Bamborschke, Bassist David Specht, Max Bauer an Gitarren und Tasten und Simeon Cöster am Schlagzeug in den letzten zwei Jahren mehr und mehr zu einem perfekten Rock’n’Roll-Quartett zusammengeschweißt haben. Eine Band im allerbesten Sinne! Eine Gang, eine Ersatzfamilie, eine Firma, nihilistische Glaubensgemeinschaft und Saufgelage, vereint in nur zwei Worten: Isolation Berlin.

Es mag verrückt klingen, doch wenn man die neuen, ausgezeichneten Songs auf Vergifte dich hört, möchte man dieser absurden Welt fast dafür danken, dass sie sich in so einem Zustand befindet. Wie schon Albert Camus in der „Mythos von Sisyphos“ schrieb: „Das Absurde hat nur insofern einen Sinn, als man sich nicht mit ihm abfindet“. So müssen wir uns Isolation Berlin als glückliche Menschen vorstellen.

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low anthem

salt doll went to measure the dephts of the sea

2007 von den guten Freunden Ben Knox Miller und Jeff Prystowsky gegründet, kamen sie aus einem DIY Ethos in den späten Nuller Jahren zu einem semi-zufälligen Erfolg. Nach ihren selbstveröffentlichten Alben "What The Crow Brings" und "Oh My God, Charlie Darwin" (welche sich zusammen über 100.000 mal verkauften), unterschrieb das Duo bei Nonesuch, tourten durch die Weltgeschichte, und landeten unfreiwillig im so genannten "Folk Revival". Schließlich wurden sie es müde, immer und immer wieder nur ihre alten Songs Nacht für Nacht darzubieten: "The moment was losing its mystery. We were scared of becoming robots," sagte Ben Knox und reflektierte dabei sechs Jahre Bandgeschichte. Im Winter 2012 kehrte die Band in ihre Heimatstadt Providence, RI, zurück und erkundeten ihr musikalisches Verständnis von Grund auf neu. Sie verließen die internationale Folk Bewegung, von denen sie ein Teil gewesen waren, und steckten ihre Energie in lokale Aktivitäten, so sanierten sie ein Vaudeville-Ära Theater und bauten sich ihr eigenes Studio. Besonders im neu restaurierten Vaudeville Theater-Studio fanden THE LOW ANTHEM ihre neue Ausrichtung. Die Band begann zunehmend akribisch mehr experimentelle Sachen aufzunehmen und sammelte so fleißig hunderte Stunden an Material zusammen. Es war eine Studie in totaler musikalischer Dekonstruktion - zuerst zerstückelten sie ihre Ideen, um sie anschließend völlig neu zusammenzubauen - diese Experimente endeten schließlich im Album "Eyeland". Der Veröffentlichung dieses komplexen Experimental-Albums folgte ein schlimmer Autounfall, der die Band nach genau vier Shows ins Hospital beförderte und die Tour platzen ließ. Während der langwierigen Rekonvaleszenz fand die Band Muse ihre musikalischen Ideen zu einem ureigenen Bandsound zusammenzuschweißen. Sie hatten sich endlich neu definiert und sprachen nun ihre eigene Sprache. Mit ihrem neuen Album präsentieren uns The Low Anthem 12 Songs, die zugleich zerbrechlich, nuanciert und ehrlich sind. Im Kontrast zum existentialistischen Wahnsinns-Trip, den "Eyeland" darstellte oder den Folk-getränkten Alben ihrer Anfangszeit, fühlt sich "The Salt Doll Went To Measure The Depth Of The Sea" angenehm zielgerichtet an. Akustische Arrangements, gewürzt mit subtilen und fragmentierten Electronic-Elementen, verbinden Songs, die zugleich organisch als auch konzeptionell erscheinen.

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car seat headrest

twin fantasy – Re-Release

Remake? Remodel? Oder die Bewältigung einer bereits bewältigten Vergangenheit, worum geht es hier denn nun? Will Toledo, besser bekannt unter dem Künstler-/Bandnamen Car Seat Headrest, hat die Songs seines 2011er-Albums TWIN FANTASY noch einmal aufgenommen, im vollen Ensemblesound, mit der Power der vielen Gitarrenherzen und dem Studio-Equipment, das damals noch außerhalb der Diskussion stand. 2011 war Toledo 19 Jahre jung, mit dem Album stellte er schon seine sechste Lo-Fi-Produktion auf Bandcamp, es ging um eine Beziehung und das, was sie an Irritationen so alles hinterlässt.
Mit der Neuauflage wird die Verarbeitung des Gewesenen jetzt einer weiteren Verarbeitung unterzogen oder einer weiteren Fantasie anheimgestellt und: Das funktioniert. Man höre sich nur mal die 13-minütige Version von „Beach Life In Death“ an, gut eine Minute lang dreht Toledo sich im E-Gitarren-Geschrammel (und das ist ein neuer Mix der ersten Sekunden des Originals), ohne Drums und Bass, dann spielt die Band den Song im Hier und Jetzt bis an die Zerreißprobe fort, kühlt ab, fährt einen Gang runter, schießt wieder nach vorne, der Sänger scheint drei Tode zu sterben. Echo, Break, und der schönste Schrei, den der Indie-Rock der 90er nicht auf der Palette hatte.
„Stop Smoking“ triumphiert hier in einer Trocken­übung, mit akustischer Gitarre und Toledos Fürbitte, Gevatter Tod ist wieder in Reichweite: „Stop smoking, we love you and we don’t want you to die“. „Nervous Young Inhumans“ und „Bodys“ ein paar Stücke weiter sind jetzt zu den Hits geworden, die Fans von Car Seat Headrest erwarten durften, voll in Bass und Bumms stehend – und doch in Reichweite eines Bruchs. Das Album erscheint als Doppel-CD (die enthält auch das Original­album) und als Doppelvinyl (ohne Original). Man kann sich nicht entscheiden, was schöner, was intensiver ist: Original oder Remake?

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polica & stargaze

music for the long emergency

Exzellente Zusammenarbeit der aus Minneapolis stammenden Indie-Electronic-Band Poliça mit dem Berliner Kollektiv s t a r g a z e, bekannt für Brückenschläge zwischen zeitgenössisch-klassischer Komposition und anderen Genres (u.a. die Interpretation von Terry Rileys In C Mali (mit Africa Express) oder die Deerhof Chamber Variations). Über gut anderthalb Jahre entwickelten sie die 7 Songs zwischen Berlin, Minneapolis und Eau Claire. Der songorientiertn Melancho-Synth-Pop von Poliça erfährt durch die Integrierung der Klangfarben klassischer Instrumente neue Facetten, die Stimmfarbe von Channy Leaneagh erstrahlt in den mal Kammer-Pop-orientierten, mal getragen-epischen, orchestral-tribalistischen Songentwürfen in neuen Farben, auch mit leichtem Vocodereinsatz. Das Zusammenspiel befruchtete offensichtlich beide Seiten, das Avant-Pop-Appeal dieses Albums reißt mit seiner düsteren Eindringlichkeit mit.

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marlon williams

make way for love

In der musikalischen Welt des Neuseeländers Marlon Williams schauen sich Tradition und Moderne tief in die Augen. Der Sohn eines Punkmusikers, der kurzzeitig eine Karriere als klassischer Sänger ins Auge fasste, doch schnell erkannte, dass er mehr Stratocaster als Stradivarius war, hat auf seinem Debüt seinen Heimathafen gefunden: als Singer-Songwriter, der Country mit Folk, Soul, Gospel und einer variationsreichen Stimme à la Roy Orbison und Elvis kombiniert. Zu Hause gewann er den Music-Award als „Best Male Solo Artist“ und „Breakthrough Artist of the Year“. Die Single „Nobody Gets What They Want Anymore“ schickt er als Appetizer voraus, ein zartbesaitetes Duett mit Aldous Harding. Der Neuseeländer garniert seine Live-Shows aber auch gerne mit Townes-Van-Zandt- und Spencer-Davis-Group-Covers. So oder so freuen wir uns auf den Mann, der so intensiv nach Zeitreise klingt.

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buffalo tom

quiet & peace

Neues Album der seit 30 Jahren aktiven Alternative-Rock-Band aus Boston auf dem Band eigenen Label Scrawny in Kooperation mit Schoolkids Records. Stücke wie "All Be Gone," "Overtime," "Roman Cars," "Freckles" und "CatVMouse" vereinen die musikalischen College-Rock-Elemente, für die ihre Fans sie lieben mit unbekanntem emotionalen Terrain.

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courtney marie andrews

may your kindness remain

Eines der jungen Talente im Modern Country-Circuit, deren Songs jedoch meist wie anachronistische Stimmungsbilder einer vergangenen Generation wirken, wie auch das 3te Album zeigt: barmender Gesangsvortrag mit leichten Gospelanleihen federt über den schwermütigen, präzise arrangierten Bandanteilen mit Orgel, Pedal Steel, semi-akustischer Gitarre und paukigen Drums. Auch mal beschwingter mit Interpretationen des Nashvillesounds sind die Songs aufgestellt wie altehrwürdige Outlaw-Country-Dramen von den mitunter dunklen Seiten des Lebens, doch Andrews bleibt mit ihrem fast spirituellem Gesangsstil eine berührende Emotions-Performerin. Bei Julie Byrne, Jessica Pratt, Emmylou Harris oder First Aid Kit.

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a perfect circle

eat the elephant

Mit dem dritten neuen Song geht die Promophase nun in die entscheidende Phase: "TalkTalk" ist ein weiterer Vorbote des kommenden A Perfect Circle-Albums "Eat The Elephant", das am 20. April erscheint. Der Track orientiert sich musikalisch eher am zweiten Vorabtrack "Disillusioned" und ergießt sich in getragener, melodiös-psychedelischer Atmosphäre.

Die Covergestaltung des vierten Albums ist dagegen vergleichsweise unsubtil geraten. Im Mittelpunkt steht ein mehrfarbiger Oktopus, der sich im Video in etwa so windet wie Sänger Maynard James Keenan bei Journalistenfragen nach einem neuen Tool-Album.

"Eat The Elephant" wurde von Dave Sardy (Manson, Slayer) produziert und ist das erste APC-Studioalbum seit "Emotive" (2004).

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everything is recorded (richard russell)

everything is recorded

Gleichzeitig Beschreibung einer Produktionsweise und der Name eines ambitionierten, im Copper House Studio von Produzent Richard Russell (u.a. Ibeyi) aus losen Jams und Aufnahmesessions entstandenen Projekts. Jeden Freitagabend öffnetee er die Türen für neue Talente und befreundete Musiker für Jamsessions. Mit der Zeit wurden die Sessions immer größer und Musiker verschiedener Generationen trafen hier aufeinander für ein Album zwischen Soul, R&B, Spiritual Jazz, Electronic, Funk bis zu modernem Hiphop und vielem mehr. beteiligt waren Kamasi Washington, Sampha, Giggs, Green Gartside von Scritti Politi, Damon Albarn, Mark Ronson, Peter Gabriel, Ghostface Kiliahs Sohn Infinite, Owen Pallett und Ibeyi.

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ought

room inside the world

Mit Engels- und Teufelszungen singt Tim Darcy. Individuell und aussergewöhnlich seine Stimmfarbe und sein Gesangsstil, der ein breit gefächertes Potpourri an Emotionalität umfasst und ähnlich Joe Casey (Protomartyr) dank erzählerischer Kraft und exaltierter wie gefühlvoller Nuanciertheit (irgendwo zwischen Nick Cave, Robert Smith und David Byrne) im Kontext der von der Band mit Sinn für Dynamik und Anti-Dynamik praktizierten Mischung aus Post-Punk und Indierock ausserordentlich wirkt. Dabei setzen sie oft auf motorisch einwirkende und nach vorne treibende Grundlagen von Schlagzeug und New Wave-Bass, während die Gitarre mit Noiseschraffuren und lautmalerischer Sprache Akzente setzt und Synthie/Orgel zurückhaltend die eher düstere Post-industrielle Stimmung des Albums unterstreicht. Immer wieder überraschen Ought mit erstaunlichen wie präzisen Breakdowns und ungeöhnlichen Zwischenparts, (auch zusätzliche Instrumente wie Vibraphon, Streicher, Drummaschine oder auch ein Chor unterfüttern die Songs) und lockern das intuitiv wirkende Songwriting auf und sorgen für ein emotional komplexes Album, das mit hohem Detailreichtum aufwartet, lange nachwirkt und sich textlich mit dringlichen, beunruhigenden gesellschaftlichen Themen im Kontext von Identitätsfindung und Überleben in einer prekären Welt auseinandersetzt.

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die nerven

fake

Die Stuttgarter Post-Punk-Indierocker sind einfach die besten unterm grauen deutschen Wolkenhimmel. All die Nebenprojekte tragen auch ihre Früchte im Sound der Hauptband. Die musikalische Kanalisierung der Artikulation der Unbehaglichkeit wirkt auf dem vierten Album noch souveräner und vielfältiger als auf "Out". Das Potential, Spannung aufzubauen und zu halten, dann abfallen zu lassen und sich immer wieder hoch zu pirschen bis zum Exzess, um dann zu zerfallen, haben sie weiter verfeinert, ohne dass sie am Band-Setup irgendetwas geändert hätten. Schlagzeug, Bass, (atonale) Gitarre und natürlich der großartige Max Rieger als Sänger, der mit seinen Texten die eigene Identität, das Selbst und das Sein ein ums andere Mal zersetzt, zerfetzt und sich neu zusammensetzt. Fake ist das neue Ich. Verweigerung der Selbstfindung und Dagegen-Sein, das Sein im falschen Leben, das Hadern mit sich selbst, die Lügen des Lebens...damit trifft er nicht nur den Nerv junger Hörer. Die textlich philosophischen wie gefühlvollen (Selbst-) Zerfleischungen und Hinterfragungen des Scheins wirken maximal gut vor dem Hintergrund der (anti-)dynamischen, textgerechten musikalischen Umsetzung zwischen postpunkigem Anschlag und unheilvoll-düsteren Riffs selbst auferlegter Verhaltenheit auf dem 4ten Album, das sie tatsächlich live ausgerechnet in der Toskana aufgenommen haben.

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jack white (white stripes)

boarding house reach

Jack White hat die Veröffentlichung seines dritten und ersten Soloalbums seit 4 Jahren “BOARDING HOUSE REACH” (Third Man/XL Recordings) für den 23. März angekündigt. Der 12-fache GRAMMY Award-Gewinner und ehemaliges Mitglied der Garage-Rock Band The White Stripes wartet mit einer grossen musikalischen Vielfalt auf und zeigt weiterhin sein kreatives Können. Von Rock ‘n’ Roll, Elektro, Hard Funk, Proto Punk, Hip Hop, Gospel Blues und sogar Country ist alles auf “BOARDING HOUSE REACH“ zu finden.

Auf “BOARDING HOUSE REACH” spielen folgende Musiker: Natürlich Jack White am Gesang, Gitarre, Schlagzeug, Synthies, der von einer grossartigen Band begleitet wird. Diese besteht aus Schlagzeuger Louis Cato (Beyoncé, Q-Tip, John Legend, Mariah Carey), den Bassisten Charlotte Kemp Muhl (The Ghost of a Saber Tooth Tiger) und NeonPhoenix (Kanye West, Lil Wayne, Jay-Z), DJ Harrison und Anthony “Brew” Brewster (Fishbone, The Untouchables) an den Synthies, den Keyboardern Neal Evans (Soulive, Talib Kweli, John Scofield) und Quincy McCrary (Unknown Mortal Orchestra, Pitbull), den Perkussionisten Bobby Allende (David Byrne, Marc Anthony) und Justin Porée (Ozomatli), sowie den Background-Sängerinnen Esther Rose und Ann & Regina McCrary von Nashvilles Gospel Trio The McCrary Sisters, sowie langjährige Wegbegleiter wie die Schlagzeuger Daru Jones (Nas, Talib Kweli) und Carla Azar (Autolux, Depeche Mode, Doyle Bramhall II).

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decemberists

i'll be your girl

Neues Album! Mit dem mittlerweile achten Studio-Album geht die Band, um Frontmann Colin Meloy neue Wege und erweitern ihr klangliches Spektrum. Dafür arbeitete man mit dem Produzenten John Congleton (St. Vincent, Lana del Ray) zusammen und ließ sich vom Synthie-Klang von Bands wie Roxy Music und New Order beeinflussen.

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fu manchu

clone of the universe

Die südkalifornischen Hardrock-Beach-Boys Fu Manchu veröffentlichen am 9. Februar ihr Album "Clone Of The Universe" veröffentlichen - es ist der Nachfolger von "Gigantoid" (2014) und das zehnte Album seit "No One Rides For Free" von 1994.

In den sieben Songs mit frontalem Rock soll es auch unvorhergesehene Timings geben und dynamische, komplexe Songs. Die B-Seite der LP ziert das 18-minütige "Il Mostro Atomico", bei dem Alex Lifeson mitmischt, der Gitarrist und Songwriter der legendären kanadischen Prog-Rocker Rush. Das Stück soll sehr heavy sein und ist in vier Abschnitte unterteilt.

Die Platte wurde von der Band selbst und Jim Monroe aufgenommen und produziert im The Racket Room in Santa Ana, Kalifornien und zusätzlichen Aufnahmen mit Andrew Giacumakis (Moab) im Susstudio in Simi Valley, Kalifornien. Die Platte erscheint über das bandeigene Label At The Dojo.

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franz ferdinand

always ascending

"Always Ascending" ist die erste Single vom gleichnamigen, neuen Album von Franz Ferdinand. Sänger Alex Kapranos schwärmt von einem "sound that you haven't heared before – the sound of the future". Nach dem Ausstieg von Gitarrist Nick McCarthy 2016 schlossen sich Dino Bardot und Julian Corrie der Band an, deren Einflüsse auf die erste Single auch deutlich zu hören sind.



"Always Ascending" beginnt mit gelegten Klavierakkorden mit viel Hall, über die Alex Kapranos dann mit sehr ruhiger Stimme singt. Im weiteren Verlauf entwickelt sich der Song zu einer Killers-ähnlichen, experimentellen Synthie-Nummer.

Das am 9. Februar 2018 erscheinende Album "Always Ascending" wurde mit Produzent Philippe Zdar (Beastie Boys, Phoenix, Cassius) in London und Paris aufgenommen.

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alela diane

cusp

5. Album ist ihr Piano Monumental-Werk geworden; ein musikalischer Befreiungsschlag! Während der Vorproduktion im Januar 2016, in der Alela nach Geburt ihres Kindes erstmals wieder allein mit sich in verschneiter Umgebung an Songideen arbeitete, musste sie aufgrund eines gebrochenen Fingernagels, vom Gitarrenpicking auf’s Klavier umsteigen. Ein Schritt, der die Songs schwerwiegend beeinflusste und Alela dazu bewegte, ein klavierbetontes Monumental-Werk zu erschaffen. Mit zahlreichen Gäste wie Ryan Francesconi (Joanna Newsom), Peter Broderick, Heather Woods Broderick (Sharon Van Etten) und Daniel Hunt (Neko Case)

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dead brothers

angst

Dies ist das 7. Album der Dead Brothers für Voodoo Rhythm Records und wir stehen am Abgrund und am Ende der Welt, die Katastrophe steht unmittelbar bevor, Angst herrscht überall. Unter diesen Voraussetzungen sind die DEAD BROTHERS in die Vogesen gepilgert um zusammen mit Rodolphe Burger Mitelalterliche Jodelklänge mit der Absurdität von Serge Gainsbourg zu in "schwarze Schmetterlinge" zu vermischen. Mit Texten des verstorbenen Robert Walser und des Untergrund Cineasten Marcus Aurelius Littler erzählen sie in ANGST 13 Geschichten von Freude und Elend und von der Schwierigkeit, in diesen unruhigen Zeiten Mensch zu sein. Hunderte von Noten mit Geigen und Tubas, Banjos und Wurlitzer Orgeln, Calypso und Voodoo-Chöre spielen auf diesem neuen Meisterstück der legendären Dead Brothers zusammen. Wer hätte gedacht, dass das Puzzle der europäischen Folklore, das die Dead Brothers hier wieder zusammengefügt haben diesen düstereren Weg beschreiten würde. Rock'n'Roll der in den Alpen versteckt war. Gemixt von keinem anderen als: Bertrand Siffert (The Young Gods, Yello)

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preoccupations (viet cong)

new material

2tes Album der Ex-Women und Ex-Viet Cong! "New Material" umgibt eine düstere und zugleich anregende Aura, geformt von einer Band, die momentan wohl ihre bislang beste Zeit erlebt. Das Quartett hat das Album selbst aufgenommen und produziert, um es anschließend in die Hände von Justin Meldal-Johnson (M83, Wolf Alice) zu geben, der das finale Mixing ihres Post-Punk Gebräus übernahm. PREOCCUPATIONS Sound war schon immer geprägt von ihren Erkundungen rund um das Düstere und Dystopische im breiten Spektrum der Rock-Musik. Dabei arbeiteten sie sich besonders an den Themen Kreativität, Zerstörung und Sinnlosigkeit ab. "New Material" begibt sich nun komplett auf die dunkle Seite der Musik. Das Resultat ist eine Sammlung von Songs, die das Standing der band im Genre untermauern. Sie sind nun wahre Meister ihres Fachs. Auf das neue Album angesprochen, antwortet Leadsänger, Songwriter und Bassist Matt Flegel: "It's an ode to depression and self-sabotage". Ohne mit im Vorfeld Geschriebenes oder Aufgenommenes, geriet der Prozess des Album-Schreibens zu einer im wahrsten Sinne des Wortes Kollaboration aller Bandmitglieder. Nie zuvor waren alle Musiker so intensiv an der Entstehung beteiligt.

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imarhan

temet

Neue Sounds aus der Wüste: Imarhan veröffentlichen im Februar ihr zweites Album und zeigen schon jetzt, wie die kommende Platte klingen wird.

Die Musik der Tuareg hat sich in den letzten Jahren erstaunlicher Popularität erfreut. Bands wie Tinariwen oder Tamikrest haben einst den Grundstein des Wüstenblues gelegt und damit eine ganz neue Generation junger Bands beeinflusst, die dieser Tage mit der Musik ihres Volkes nachziehen. Auch Imarhan gehören dazu. Aus Blues, Funk und Rock entsteht hier zusammen mit traditionellen Tuareg-Klängen ein globaler Mix. Der Sound der Sahara, der auf dem gesamten Erdball gehört wird.

Das liegt eben auch daran, dass sich Imarhan in ihrer Musik zwar auch der Ungerechtigkeit gegen die Tuareg widmen, aber genauso das weltweite Leid und Ungerechtigkeit thematisieren. Passend dazu wird das zweite Album der Combo auch "Temet" heißen, was so viel wie "Verbundenheit" bedeutet. Und diese Verbundenheit zur Menschheit wird auch das zentrale Motiv der Platte sein, die im Februar erscheint. Mit "Azzaman" bekommen wir jetzt schon einen ersten Eindruck davon, wie das neue Album klingen wird. In dem Song geht es um den Mix von alter und neuer Kultur. Das dazugehörige Video wurde in Algier aufgenommen und greift den Spirit der Wüstenmetropole auf. ​

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tinguely dä chnächt

calvados – Vinyl-Release 2LP

Am 26. Januar veröffentlicht die Schweizer Rap-Ikone Tinguely dä Chnächt sein langersehntes Album “Calvados”.
Bevor Tinguely dä Chnächt sein 3. Soloalbum veröffentlicht, wirft er einen Clip wie ein Keulenschlag in den rosaroten Popmarkt.
Tinguely dä Chnächt ist im Schweizer Rap eine Ikone. Als Mitbegründer des Kollektivs Temple Of Speed hat er den einheimischen flauschigen Rap-Markt wachgeklopft.
Als Speerspitze des neuen Albums “Calvados” stösst jetzt der Clip zum Track “Backstage und WC” in alle Kanäle. Der Track malt die Clubszene Zürich’s - und vermutlich aller Städte mit verruchten Ecken - in vielschichtigen Bildern.
Produziert wurde der Clip von Filmemacher Tobias Nölle, der mit seinem Film Aloys einen der besten Schweizer Filme der vergangenen Jahre in die hiesigen Kinos brachte.

Man darf gespannt sein auf das neue Album, Vorab - Track und Clip lassen einiges erhoffen.

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eels

the deconstruction – CD / 2x10-Inch

Am 06. April 2018 erscheint mit „The Deconstruction“ ein weiteres Album der Eels. Der Titel verrät schon, dass der unermüdliche Songwriter erneut versuchen möchte, seinen bekannten Themen und seinem musikalischen Repertoire etwas Neues hinzuzufügen. Der Titeltrack, der ab sofort im Netz zu finden ist, gibt schon einmal einen guten Eindruck davon, was Fans erwartet. Deutlich wird, dass der Sänger so schnell nicht vom Orchester lassen kann. Und keine Sorge – auch dieses Lied klingt sofort wie ein weiterer Eels-Klassiker.

Aufgenommen wurden die 15 neuen Songs in The Compound in Los Feliz sowie in den The Pie Studios in Pasadena, Kalifornien. Neben dem The Deconstruction Orchester & Chor lud Everett auch musikalische Weggefährten wie Koool G Murder, P-Boo sowie Produzent Mickey Petralia ins Studio. Letztere hatte mit dem Musiker an seiner denkwürdigen zweiten LP „Electro-Shock Blues“ (1998) gearbeitet.

Mark Oliver Everett zur neuen Platte „The Deconstruction“: „Hier sind 15 neue EELS Tracks, die euch inspirieren, rocken oder nicht rocken können. Die Welt dreht durch. Aber wenn man danach sucht, findet man immer noch große Schönheit. Manchmal muss man nicht einmal danach suchen. Manchmal muss man versuchen, es einfach selbst zu machen. Und dann gibt es Zeiten, in denen man etwas auseinander reißen muss, um etwas Schönes im Inneren zu finden.“

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mich gerber

shoreline

Das neue Album von Mich Gerber ist die konsequente Weiterführung seines eingeschlagenen Weges, aber auch eine Konzentration auf das Wesentliche: Bass und Perkussion, ganz konsequent. Seine Bassklänge werden durch Andi Pupatos Perkussion auf wunderbarste Weise ergänzt und gestützt.

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screaming females

all at once

Nach sechs Alben sind Screaming Females noch immer sehr individuell und unerschütterlich DIY. Mit jedem neuen Album fordert die Band sich und sein Publikum mit Kurswechseln heraus. All At Once ist das siebte Album von Screaming Females und deren anspruchsvollstes und umfangreichstes Album. Das Trio nahm die Platte einen Monat lang mit Bayles in Seattle, im Londoner Bridge Studio und im Red Room auf. Das Album weist eine vielfältige Instrumentierung (Orgeln, Wurlitzer, Synthesizers) und Gastauftritte auf, Brendan Canty (Fugazi) spielt das zweite Drum-Set bei Soft Domination

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belle & sebastian

how to solve our human problems

Die-EP Trilogie gebündelt auf CD und als limitiertes Vinyl-Box-Set. In ihren Anfangstagen waren die auf ihrem damaligen Eigenlabel Jeppster erschienenen EP-Outputs der Band aus Glasgow legendär, ausserdem legten B&S damals schon mit ihrem Coverartwork ein Fundament für ihren LegendenStatus, weil sie Menschen aller Art in Lebenssituationen zeigten. 20 Jahre später kehren Stuart Murdoch & Co zu diesem Konzept zurück, bündeln allerdings die innerhalb von 3 Monaten erschienenen EPs mit je 5 bis 6 Songs. Musikalisch sind sie mittlerweile in moderneren Gefilden unterwegs, Murdoch´s Stimme und Art des gesangs hat sich ein wenig verändert und die bereitschaft zu 80er-Jahre-Keyboardsounds ist genauso größer wie ein elektronisches Experiment oder ein fallen gelassener Breakbeat, was sie manchmal auch an Sufjan Stevens Nähe plaziert. Der prägende Barock-Pop bricht immer wieder in verträumten Songs zu gezupften Gitarren und lieblichem Gesang durch, da schmachtet man gerne mit, da hüpft das Herz.

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birth of joy

hyper focus

Hyper Focus ist ein Meisterwerk. Schartig, laut und aufbegehrend. Obwohl Kevin Stunnenberg, Bob Hogenelst und Gertjan Gutman von Blues-Rock und vom Psychedelic-Rock der 1960er und 70er stark beeinflusst wurden, vermeiden sie es wie eine Retro-Kopie zu klingen und überraschen mit einem modernen Mix aus Stoner, Grunge und Punk.

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long distance calling

boundless

Long Distance Calling legen nach: Nachdem sie erst im vergangenen Jahr das Album "Trips" veröffentlicht hatten, kündigen sie mit "Boundless" schon wieder das nächste an. Einen ersten Teaser sowie neue Tourdaten gibt es auch schon.

Nachdem die Münsteraner Post-Rock-Formation auf ihren beiden erfolgreichen Alben "The Flood Inside" und "Trips" ihrem ursprünglich instrumentalen Sound vermehrt Gesang zur Seite gestellt hatte, lässt sie auf ihrem neuen Werk wieder die Instrumente sprechen. Allerdings in einer vorher noch nicht dagewesenen Wucht: "Wir wollten uns auf das konzentrieren, womit wir mal gestartet waren", so die Band in einem Statement. "Vielleicht ist das der Grund, warum "Boundless" so hart wurde - haben alle die Tage mit Black Metal begonnen."

Ein Albumteaser verschafft bereites einen kleinen Eindruck davon, wie Long Distance Calling mit "Boundless" klingen werden: Druckvolles Schlagzeugspiel und epische Gitarren bauschen sich gegenseitig auf, um sich anschließend in den Sturm zu verwandeln, der sich auf dem Album-Cover andeutet

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rhye

blood

Am 2. Februar 2018 erscheint mit "Blood" endlich das neue Album von Rhye! Es folgt dem Debütalbum "Woman" aus dem Jahr 2013, das von der Kritik weltweit begeistert aufgenommen wurde.
Zusammen mit dieser erfreulichen Nachricht gibts bereits die Single „Count To Five“. Klanglich führt der Song die geneigte Hörerschaft bestens an den neuen Live-orientierten Sound von Rhye heran. „Please“ und „Summer Days“ (sowie dessen Remix von Roosevelt), die bisher veröffentlichten, neuen Singles, wurden von der Musikpresse etwa als “reserved, understated and brilliant” (NPR Music) und “busy but not cluttered, sexy but not serious” (Pitchfork) beschrieben. Hier könnt ihr "Count To Five" hören!

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joan as police woman

damned devotion

Joan Wasser alias Joan As Police Woman kündigt die Veröffentlichung ihres neuen Studioalbums “Damned Devotion“ (VÖ 09.02. / Play It Again Sam) an und veröffentlicht zeitgleich die erste Single “Warning Bell“; ein zärtliches, bezauberndes Lied des Bedauerns, das Wasser über “einen Romantiker und die Naivität, die damit einhergeht” geschrieben hat.

Frühere Alben haben Auszeichnungen um Auszeichnungen erhalten, wie das beste Rock- und Popalbum bei den Independent Music Awards (“Real Life“) oder das Album des Jahres des Q Magazine (“To Survive“). Während ihr 2014er Album “The Classic“ eine gefühlvolle Feier des Lebens war und ihr 2011er Album “The Deep Field“ eine üppige, stimmungsvolle musikalische Erweiterung ihres Gesamtwerks darstellte, gehen die Kompositionen auf “Damned Devotion“, ihrem nunmehr fünften Studioalbum, zurück zum Kern: Nackte Lyrik gepaart mit zeitlosen Melodien.

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nils frahm

all melody

Ruhe und Zurückgenommenheit sind Attribute, die man Nils Frahm und seiner Musik sicherlich zuschreiben wird. Musste es jedoch jahrelang absolute Stille sein? Die kürzliche Ankündigung einer Welttournee im kommenden Jahr ließ dann vermuten, dass Nils sich schon bald wieder musikalisch zeigen wird.

Jetzt wissen wir, dass es Nils sich im Saal3s des historischen Berliner Funkhauses aus den Fünfzigern eingerichtet hat und die lange Zeit damit verbracht hat, einen Ort zu schaffen, in dem seine Musik ihren wahren Platz findet. Einen Ort unendlicher Möglichkeiten und Freiräume und damit gegensätzlich zu seinen früheren Werken, die konzeptionell eingeschränkt sein wollten. Einen Ort der uns im Augenblick nur erahnen lässt, was „All Melody“ alles sein kann. Alles. Nur nicht laut. Der Album-Trailer erlaubt ein paar majestätische Einblicke.

„All Melody“ erscheint am 26. Januar 2018 bei Erased Tapes.

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ezra furman

transangelic exodus

Neues Album! Mehr als zwei Jahre sind seit der Veröffentlichung von "Perpetual Motion People" vergangen. Zwei Jahre, in denen sich viel im US-amerikanischen Singer/Songwriter angestaut zu haben scheint. "Transangelic Exodus" gilt dabei als eine Art konzeptionelles Ventil: "It's not a concept record, but almost a novel, or a cluster of stories on a theme, a combination of fiction and a half-true memoir." Die dreizehn neuen Songs pendeln dabei stets zwischen Liebe, Gender, Sexualität und Religion. Themen, die in unserer Gesellschaft nicht immer unproblematisch in Einklang gebracht werden können und viel zu häufig der Ursprung für schwerwiegende Konflikte zwischen Menschen sind. Ezra Furman stellt sich auf "Transangelic Exodus" diesen Problemen bravourös und gibt den Unschuldigen, Verfolgten, Unterdrückten und Bedrohten eine Stimme. Er vertont die Angst und Verzweiflung, die sich gegenwärtig in seinem Heimatland verbreiten

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and the golden choir

breaking with habits

Mit seinem analogen Ansatz ist Tobias Siebert, der bekannte Produzent & Alter Ego von And The Golden Choir, irgendwie der Zeit hinterher, oder besser gesagt zeitlich losgelöst, je nachdem wie man es betrachtet. Die ausufernd arrangierten Instrumentalteile in seinen melancholischen Kompositionen finden immer wieder zurück zu Sieberts bittersüßer Stimme, die bisweilen an Antony/Ahnoni erinnert, manchmal auch an die hymnischen Großtaten von PJ Harvey.

Das neue Album setzt fort, was im Januar 2015 mit „Another Half Life“ begann, aber die Mittel haben sich geändert. Die Songs handeln von der Liebe und vom Leben, aber auch die Weltpolitik hat sich in einige Stücke eingeschlichen. Der goldene Chor sitzt in seiner Kammer, aber er macht nun die Fenster auf. Anders als beim ersten Album erlaubt er sich auch digitale Komponenten im Analogen. „Ich wollte die Ideen der ersten Platte öffnen, um zu sehen, wohin es noch gehen kann“, sagt er. Deshalb finden sich nun Keyboards und Drumcomputer zwischen Klavier und Bongotrommeln, es gibt Samples und Schnitte, wo vorher alles streng analog war. Die Idee des Golden Choir bleibt aber dieselbe: den Moment einfangen und durch die schönsten Prismen schicken. Um dann mit seiner Band auf Tour zu gehen, um diese wunderbaren Momente live empfindbar zu
machen.

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tocotronic

die unendlichkeit

Nur zwei Jahre nach ihrem selbstbetitelten, „roten“ Album veröffentlichen Tocotronic mit der Single „Hey Du“ schon wieder neue Musik. Der dazugehörige Videoclip ist seit Freitag online verfügbar.
Im munter nach vorne preschenden Song prangert Sänger Dirk von Lowtzow mit überraschend jugendlich klingender Stimme Xenophobie und Homophobie an. Untermalt wird diese Botschaft im von Maximilian Wiedenhofer gefilmten Musikvideo: Ein komplett in weiß gekleideter Mann läuft sichtbar unwohl durch ein vermutliches Kleinstadtidyll, dessen Bewohner ihn musternd und anwidernd beäugen. Auch Tocotronic erscheinen im Kurzfilm, auch wenn man sehr aufmerksam zusehen muss, um sie wahrzunehmen.
„Hey Du“ ist der erste Vorbote des neuen, am 26. Januar 2018 erscheinenden Albums DIE UNENDLICHKEIT, einer „Autobiografie in 12 Kapiteln“. Den Clip zum Song könnt Ihr Euch hier anschauen:

Mit „1993“ haben Tocotronic zeitgleich einen weiteren neuen Song veröffentlicht. „Ein Lied über die Ablösung von meinen Eltern mit 22, die Flucht aus der Provinz nach Hamburg,und die dortige Begegnung mit Jan & Arne in dunklen Kaschemmen. Sauf-Exzesse. Beat, The Kinks“, sagt Dirk von Lowtzow darüber.

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calexico

theead that keeps us – 2CD / Vinyl Ltd.-Edition

Enthält Bonus-Vinyl mit 7 Bonus tracks & Booklet + MP3 Code! Limitierte 2xCD inkl.Bonus Disc mit den 7 extra Songs.

Neues, 9tes Album von Convertino/Burns & Co, an der nordkalifornischen Küste in einem Studio, erbaut aus Treibholz und Schiffswrackteilen, aufgenommen. Sowohl eine zeitgemäße Momentaufnahme der in Arizona gegründeten Band als auch eines zerrissenen Landes. Kein leises Album, sondern ein lautes, kraftvolles Album mit dem sich Calexico nach 20 Jahren auch wieder auf ihre durchaus kantigen Indie-Rock-Wurzeln besinnen. Die erste Single "End Of The World With You" ist tatsächlich eine Hommage an Kalifornien und an den Sound, der die Band geprägt hat. Joey Burns: "The song is inspired by some of my favorite indie rock bands when growing up in California. There's some jangle, there's some whacked out fuzz guitar and some sweet melodies mapping out the need for love, light and time in this "age of the extremes”. Natürlich steckt weiterhin nicht nur Kalifornien, sondern auch Mexico in Calexico und so finden auch wieder Latino- und Cumbia-Elemente ihren Weg in die Songs. Das neue Album thematisiert Ängste und das Unbehagen des Lebens in turbulenten Zeiten, während es gleichzeitig auch eine Art kinetische Energie aus dieser Ungewissheit zieht. Anstatt direkte Protestsongs zu schreiben, erzählt Burns lieber Geschichten. Diese in die Songs einfließenden Erzählungen entstanden oft auf Streifzügen und Roadtrips in Aufnahmepausen, in denen sich Burns an eine bestimmte Situation erinnert fühlte: “It was like returning to your home after being gone for some time and seeing how things have changed, and maybe not in the best way."

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ty segall

freedom's goblin

Mr. Ty Segall meldet sich mit neuem Longpayer - and it´s freakin´ long, man! 19 Stücke hat der Gute aufgenommen, die mit das Beste liefern, was der Kalifornier seit seiner unfassbar guten Manipulator von der Leine gelassen hat. Das beide Platten quasi einen Querschnitt seiner musikalischen Laufbahn bieten, ist vielleicht das Erfolgsgeheimnis dafür. Der Sound wandert von fuzz-driven Psych- bis weirdem Glamrock von Psych-Folk bis Garagepunk und wieder zurück, klingt mal verspielt, mal verdrogt, mal wütend und mal entspannt. Von seinen Epsilons bis Fuzz, von seinen One-Man-Scheiben bis zu den Traditional Fools und seiner Coop-Platte mit Mikal Cronin kommt hier alles was man über die Jahre an Ty lieben gelernt hat in einem Album auf den Tisch

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no age

snares like a haircut

Ein fast schon post-apokalyptisches Meisterwerk, auf dem das infernalische Duo, bestehend aus Gitarrist Randy Randall und Schlagzeuger und Sänger Dean Allen Spunt alle Register ihrer kunstvollen Räudigkeit zieht. Was ein Album! Songs, auf denen die grandios verzerrten Gitarren alles niedersengen und das Schlagzeug wackelt wie der Fujiyama bei einem Erdbeben. Zwischenrein eine dronige Luftholerpause, dann peitschen die beiden weiter. Punkrock-Infiziertes und Noiserock-Durchsetztes, auch der auf dem letzten Album hinzu gewonnene Industrial-Einfluss macht sich eher wenig bemerkbar, das Album hat alles, was Dean und Randall in ihren DIY-Anfängen so einzigartig gemacht hat inkl. Anleihen an Dinosaur Jr. bis Sonic Youth und Wipers-Post-Punk. No Age sind no-ageing, sie sind genauso jugendlich, knackig und aufsässig unterwegs wie eh´und je und ziehen einen wie auf ihren unglaublichen Konzerten auf dem 5ten Album in ihren riesigen schwarzen Indie-Rock´n roll-Schlund, in dem brachiale Wall of Sound-Gitarren-Wände warten und ein herrlich angepisstes, anklagendes Lament die Gesangsfarbe dominiert

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dirtmusic

bu bir ruya

Auf ihrem fünften Dirtmusic-Album, "Bu Bir Ruya", arbeiteten Hugo Race und Chris Eckman mit dem türkischen Psych-Visionär Murat Ertel, Kopf und Saz-Spieler von Baba Zula, zusammen. Aufgenommen wurde es im Dezember 2016 in Ertels Heimstudio, einer umgebauten Werkstatt in einem Vorort von Istanbul. Eckman und Race brachten eine Handvoll Beats und Loops mit. Zuerst waren sie sich nicht einmal sicher, ob sie dieses Mal ihrer Musik überhaupt Worte hinzufügen wollten. Aber Murat Ertel entschied, dass man eine Geschichte erzählen sollte, denn der gewählte Ort und die Zeit verlangten es so. Und so entstand im langen Schatten der neuen Despoten ein Album über Grenzen und Mauern, Fronten und kalte Herzen. "Bu Bir Ruya" ist ein fragendes, ruheloses Album für den Kopf, aber wahrscheinlich sogar mehr noch für den Körper. Post-Punk, türkischer Psych, Funk, Rock und Elektronik stellen den Grooves mit einem Breitwand-Vorsatz nach. Das zeigt sich zum Beispiel ganz deutlich in den Stücken "Safety In Numbers" und "Love Is A Foreign Country", auf dem Gaye Su Akyol als Gast mitwirkt. Auch Fans von Baba Zula kommen auf ihre Kosten, vor allem im Titelstück, mit dem das Album schließt.

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liminanas

shadow people

Neues Album der französischen Psych-Rock Band, die seit 2009 in der Tradition von Serge Gainsbourg und Velvet Underground bis zum "yé-yé sound" der 60er Jahre unterwegs ist und sonnige Psychedelia mit Vintage-Pop verbindet. Die Band aus Perpignan, France, besteht aus der Drummerin und manchmal-Sängerin Marie Limiñana und dem Bassisten, Organist und Hans-Dampf-in-allen Gassen Lionel Limiñana. Gastsängerinnen sind Stars wie Peter Hook (New Order), Anton Newcombe (Brian Jonestown Massacre), Bertrand Belin und dem Model Emmanuelle Seigner. Mit ihrer Kombi aus angezerrten Gitarren, Orgeln, halb gesprochenen, halb gesungenen Vocals und der coolen Retro-Produktion zelebriert die Band die Sexyness des 60ies-French-Sounds. Als spielten Lou Reed und Serge Gainsbourg in einer Band.

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django django

marble skies

Django Django sind zurück! Die britische Band hat die Veröffentlichung ihres neuen, insgesamt dritten Albums "Marble Skies" für den 26. Januar 2018 angekündigt.

Schon heute gibt es die erste Single, "Tic Tac Toe", ein trippiger Upbeat-Rocksong mit einer mächtigen, widerhallen Hookline, der Fans der Band mit seinen Rockabilly-beeinflussten Elemente gefallen dürfte. Unten seht ihr das Musikvideo bei dem John Maclean Regie führte, Bruder von Django-Django-Drummer / Producer David Maclean und Regisseur des von der Kritik gefeierten modernen Western-Films "Slow West". Das Video zeigt Sänger / Gitarrist Vincent Neff, wie er im Zeitraffer einen Tagestrip nach Hastings unternimmt, der eine surreale und finstere Wendung nimmt, nachdem ihn ein Geisterzug auf Kollisionskurs mit einem Sensenmann bringt, der von Ingmar Bergmanns "Das siebente Siegel" inspiriert ist.

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tune-yards

i can feel you creep in my private life

Zum Duo gereift setzen Merrill Garbus und Nate Brenner auf schwere Themen und zugängliche Sounds. Tune-Yards wurde 2009 im kalifornischen Oakland als Soloprojekt von Merrill Garbus ins Leben gerufen. Ihr Album "Nikki Nack" war 2014 eine viel gelobte Veröffentlichung, die zu etlichen Kollaborationen mit legendären Musikern wie David Byrne, Laurie Anderson oder Yoko Ono führte. Mittlerweile gelten Tune-Yards ganz offiziell als Duo, bestehend aus Garbus und ihrem langjährigen Mitstreiter Nate Brenner. Gemeinsam haben sie Tune-Yards viertes Album "I Can Feel You Creep Into My Private Life" geschrieben und produziert. Es behandelt in einem Dutzend Songs die Themen Rassismus, Politik, Feminismus und Umwelt. Doch all diese komplexen Sujets werden auf dem Album in zugängliche Up-Beat-Sounds verpackt - Tune-Yards präsentiert Musik, zur der man tanzen muss und darf!

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khruangbin

con todo el mundo

Khruangbin sind tief in der Weltmusik verwurzelt, angereichert mit Soul, Dub und Psychedelia: Ende Januar erscheint nun das neue Album „Con Todo El Mundo“. Zur Single „Maria Tambien“ hat das Trio aus Texas auch schon ein Video veröffentlicht.

Das 2015er Debüt „The Universe Smiles Upon You“ von Khruangbin war sehr von Thai-Kassetten aus den 1960ern und 1970ern beeinflusst, welche die Band auf ihren langen Autofahrten zu den Proben in der texanischen Einöde gehört haben. Das neue Album „Con Todo El Mundo“ ist nicht nur von Asien inspiriert, sondern ebenso von unentdecktem Funk und Soul aus Südeuropa und dem Mittleren Osten – insbesondere dem Iran.

Das Video zu „Maria Tambien“, der ersten Single des Albums, erzählt von dem Leben der Iranischen Frau vor der Revolution im Jahr 1979. Die Kreativität, die Freiheit und die Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen wird hier gefeiert.

Das Video zeigt diese vergessene Seite der Frauen im Mittleren Osten. Die Frauen im Video sind alle Teil eines großen Netzwerks aus Künstlerinnen, Sängerinnen, Tänzerinnen und Songschreiberinnen, die entweder ins Exil mussten oder verstummt sind seit der Revolution. Mit ihrem Video hoffen Khruangbin diese bemerkenswerten Frauen wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und die Kunst von zum Schweigen gebrachten Frauen auf der ganzem Welt zu würdigen.

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isolation berlin

vergifte dich

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