play_circle_outline

fiona apple

fetch the bolt cutters

Release 17.7.2020

Trotz emotionaler und klanglicher Komplexität ist „FTBC“ nicht in erster Linie sperrig. Die Vielstimmigkeit, die sich durch alle Songs zieht, macht den Einstieg leicht. Apples Geschichten haben nicht nur Identifikations-, sondern auch Unterhaltungswert. Einige Textfragmente trägt sie seit Jahrzehnten mit sich herum, immer wieder wurden sie überarbeitet – offenbar ein probates Antidot gegen bekenntnishafte Innerlichkeit. Apple unterhält mit Humor, unerwarteten Schlenkern und überraschenden Eingeständnissen.

„Rack of His“ etwa blickt mit halb gespielter Eifersucht auf die Gitarrensammlung eines begehrten Mannes. Mal singt Apple, mal verfällt sie in federnden Rap; bei der Zeile „I would beg to disagree / but begging disagrees with me“ (aus dem insgesamt einprägsamen Song „Under the Table) wird leierndes Gemaule draus. Überhaupt gibt es fantastische Sätze auf diesem Album, die man gerne mal zitieren wird: „I resent you for presenting your life like a fucking propaganda brochure“ heißt es etwa im polyrhythmisch geklöppelten „Relay“.

Die Mehrheit der Songs ist um ihre wandelbare Stimme und unterschiedlichste Schlagwerke herum arrangiert. Und auch wenn Apple mit ihren Mitmusikern auf diesem Album eine höchst organische Einheit bildet und Corona beim Entstehen der Songs noch kein Thema war, wirkt „FTBC“ im Ausnahmezustand wie ein positives Statement zum Thema Abstand. Die Welt ist schließlich so voller Bullshit, dass Selbstschutz durch Isolierung durchaus seine Berechtigung hat.

play_circle_outline

rufus wainwright

unfollow the rules

Release 10.7.2020

Achtes Album des in New York geborenen und in Montreal aufgewachsenen Singer/ Songwriters, nicht nur von der New York Times für seine "unverfälschte Originalität" gelobt. Das unterstreicht auch wieder dieser erhabene, sich jeglicher Beschreibung entziehende Songreigen mit seinen himmlischen Momenten und Regungen, einer umfangreichen orchestralen Instrumentierung und innigen Verschmelzungen von Drama und Pop. Das vielfältig in den Songs aufgehende Klavier ist ebenso wie wunderschöne Chöre, und Streichern und dem streichelnden Schlagzeug engster Vertrauter von Rufus, der mit seiner Stimme einmal mehr verzaubert. 10.7.2020

play_circle_outline

jason molina

eight gates

Release 7.8.2020

Das verschollene, letzte Album des 2013 verstorbenen Sänger von Songs:Ohia und Magnolia Electric Co. Irgendwann im Jahr 2006 oder 2007 zog Molina aus dem Mittleren Westen nach London und erkundete seine neue Heimat alleine mit großer Begeisterung, erfuhr allerlei mysteriöse Geschichten über die spannende Historie Londons, und wenn die historischen Fakten nicht verfügbar waren - oder ihm nicht ganz gefielen - zauberte er ganz bequem seine eigenen Erzählungen hervor. So auch zu dem achten Stadt-Tor Londons (eigentlich gibt es nur sieben). Molina ist der Meinung, daß dieses achte Stadt-Tor nur im Geiste durchschritten werden können. Einige der Songs ("Whispered Away", "Thistle Blue"), entstanden während der Zeit in London, erinnern an "The Lioness", andere Lieder ("She Says", "The Crossroads And The Emptiness") befinden sich hingegen eher in einem eher unfertigen Zustand, erinnern an "Let Me Go Let Me Go Let Me Go Let Me Go". 7.8.2020

play_circle_outline

fontaines d.c.

a hero's death

Release 31.7.2020

Ein gutes Jahr nach dem gefeierten Debut und Vorgängeralbum der irischen Band. Musikalisch wechseln sich beim vorab ausgekoppelten Titelstück komplexe Dur- und Mollpassagen mit verzerrten Gitarren ab, die den verstörenden Eindruck des Videos in den entscheidenden Momenten verstärken. Textlich wagt die Band ebenfalls einen Spagat, wenn der oftmals nur ganz kleine Raum zwischen Glück und Depression besungen wird, und sich Situationen innerhalb von Sekunden drastisch verändern.

play_circle_outline

bright eyes

down in the weeds where the world once was

Release 21.8.2020

Erstes neues Studioalbum seit über 9 Jahren!

Weitere Infos folgen in Bälde

play_circle_outline

Sufjan Stevens

the ascension

Release 25.9.2020

Nach der 2019 veröffentlichten Ballettpartitur "The Decalogue" und dem gemeinsam mit seinem Stiefvater aufgenommenem experimentellen New Age-Album "Aporia" aus diesem Frühjahr, kündigt die amerikanische Indie-Songwriter-Ikone den lang erwarteten Nachfolger seines gefeierten 2015er-Trauer-Meisterwerks "Carrie & Lowell" an!

play_circle_outline

idles

ultra mono

Release 25.9.2020

Das dritte Album ist in Zusammenarbeit mit Nick Launay (Nick Cave, Yeah Yeah Yeahs, Arcade Fire) und Adam 'Atom' Greenspan (Anna Calvi, Cut Copy) in Paris entstanden, Kenny Beats (FKA Twigs, Vince Staples) unterstützte das Projekt beim Produzieren und Editieren der zwölf neuen Songs. Der Longplayer enthält zudem Gastauftritte von Jehnny Beth (Savages), Warren Ellis (Nick Cave and the Bad Seeds), David Yow sowie Jamie Cullum. Der Track "Grounds" rollt wie eine punkige Dampfwalze über soziale Ungerechtigkeit und negatives Gedankengut! Der brachiale Song verkörpert mit wütenden Riffs und donnernden Drums das Selbstvertrauen der Band, sich mit unbehaglichen Themen auseinanderzusetzen und diese auch knallhart anzusprechen. "Grounds" featured den Jazz-Künstler Colin Webster sowie Warren Ellis von The Bad Seeds, der sonst Nick Cave an der Violine und Mandoline unterstützt.

play_circle_outline

run the jewels

rtj4

Release 18.9.2020

Nicht weniger als der zornige Soundtrack zu den aktuellen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA. Ein textlich mit klaren Worten auftretendes Album, das mit harter, wütender, sozialkritischer Hip-Hop-Prosa den Ruf von KIller Mike und El-P als eine Art politisches Gewissen der aktuellen US-Rapszene unterstreicht. MIt ihren scheppernden, rollenden Old-School-Beats und dem klassischen In your face-Rapstyle in Kombination mit aggressiven Basslinien und Boombeats knüpfen RTJ dabei an die Tradition aggressiver Bands mit black consciousness-Lyrics wie Public Enemy an, erinnern musikalisch an NWA, die Beastie Boys und Ice T´s Body Count an mit dieser umwerfenden Sammlung von kraftvollen Bangern und düster-dystopischen Rap-Masterpieces, die - vor dem Tod von George Floyd entstanden - textlich direkt Bezug nehmen auf z.b. den Tod von Eric Garner, der wie Floyd mit einem Knie am Hals den Erstickungstod sterben musste ("Walking in the snow") und böse Vorahnungen auf Bilder eines Erschiessungskommandos im Rahmen eines evtl. kommenden Bürgerkrieg vorwegnehmen bei dem von klase Saxofon begleiteten, jazzigen "A Few Words For The Firing Squad". Fantastisch auch die Riege der Mitwirkendenkollabos: auf "Pulling The Pin" verschmilzt die Gitarre von QUOTSA´s Josh Homme mit der Soulstimme von Mavis Staple, Ex-RATM Zack de la Rocha und Pharrell Williams fordern sich auf "JU$T" gegenseitig auf, sich die Sklavenhalter auf Dollarscheinen anzusehen. und auf "Ooh lala" schaut zu verstaubten MPC-Samplerbeats der alten Schule die Gang Starr-Legende DJ Premier mit Greg Nice vorbei. Hammer-Album! . Aufgenommen in Rick Rubins Shangri-La Studios sowie in den legendären Electric Lady Studios in New York City.

play_circle_outline

no age

goons be gone

Release 17.7.2020

Mehr denn je fragt man sich, wie es nur zwei Musiker schaffen, eine solche Sound-Dichte zu erzeugen. Wobei Gitarrist Randy Randall diesmal vermehrt auch auf sein Effektboard setzte und verschiedene Schichten von Gitarren per Sampler übereinander hat gleiten lassen und immer wieder abgefahrene Noise-Sounds auf ungewöhnliche Weise einstreut: ein Gewürz, das das Album zu etwas Besonderem macht. Sie fahren nicht immer nur die infernalische Schiene, beeindrucken mit mysteriösen Ideen und Verfremdungen, manchmal entsteht ein seltsames Noise-Rock-Unter Wasser-Gefühl innerhalb ihrer etwas experimenteller als zuletzt ausgerichteten Songs. Der Impact von Krautrock hat an vielen Stellen Spuren hinterlassen, Sänger Dean Allen Spunt trümmert stoisch sein Kit mit einem oftmals reduziert-motorischen Beat. Und doch blinzelt unverfroren punkig immer auch der Schalk durch, oftmals versehen mit einem Touch Space-Art-Rock, dann wiederum wieder kontrastiert von crispen Rhythmus-Riffs. Abwechslungsreiches Album mit hohem Wiederspielwert!

play_circle_outline

omar rodriguez-lopez (mars volta)

the clouds hill tapes pts. I,II,III – Vinyl-Release 3LP

Release 14.8.2020

Die Aufnahmen von drei Sessions aus dem Jahr 2019 im Clouds Hill Studio als 3er-Vinyl-Box. Teil I bietet acht, Teil II und Teil III je sechs komplett neu arrangierte Stücke, produziert von Johann Scheerer, eingespielt von Omar und diversen Gastmusikern. Es gelingt nur wenigen Songwritern und Arrangeuren, mit ihrem Spiel und ihren Kompositionen mehrere Generationen zu prägen. Omar Rodríguez-López ist einer dieser Ausnahmemusiker. Es reicht, seinen Namen zu nennen, und schon bekommen Freunde harter oder virtuoser oder kosmischer Musik ein Leuchten in den Augen. Wer seine Musik hört, spürt: Da gibt sich jemand seiner Kunst komplett hin - und da besitzt jemand unglaublich viel Wissen über das, was Musik zu leisten in der Lage ist. Omar Rodríguez-López betrachtet das Hamburger Clouds Hill-Studio schon lange als zweite kreative Heimat. Er und Produzent Johann Scheerer kennen sich seit 15 Jahren, die beiden verbindet eine enge Freundschaft und künstlerische Beziehung.

play_circle_outline

flaming lips

american head

Release 11.9.2020

Die 1983 in Oklahoma City gegründete Band verbindet auf seinem neuen Album Alternative-Sounds und experimentellen Pop zu einem mitreißenden, packenden Gesamtwerk über das Wayne Coyne mit seiner markanten, klaren Stimme gleitet. Bei "My Religion Is You", dem letzten Track des Albums, geht es dabei um ein Gespräch, das der katholisch erzogene Wayne in jungen Jahren mit seiner Mutter führte. "Religion is there for people who don't have a family that loves them. If their mom doesn't love them or their dad doesn't love them then they know that god loves them because humans can't live without love", erklärte sie ihm. Wayne entgegnete: Then MY religion is you.

play_circle_outline

julianna barwick

healing is a miracle

Release 10.7.2020

Ninja Tune Records

Vier Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten, von der Kritik gefeierten Albums, kehrt Julianna Barwick mit "Healing Is A Miracle" zurück. Als unverwechselbare Meditation über Klang, Hall und Stimme, ist "Healing Is A Miracle" eine Platte, die auf Improvisation und einer engen Affinität zu einigen vertrauten Instrumenten beruht, aus denen sie fesselnde, ausgedehnte Universen spinnt. Darüber hinaus stützt sich Barwick auf den Input von drei musikalischen Gästen, mit denen sie über die Jahre hinweg tiefe Freundschaften gepflegt hat: Jónsi (Sigur Rós), Nosaj Thing und Mary Lattimore, die sich jeweils sanft an den Rändern ihres organisch gewachsenen Klangs einbringen.

play_circle_outline

tricky

fall to pieces

Release 4.9.2020

14tes Album. Der legendäre Produzent hat in mehr als drei Jahrzehnten seiner Musikkarriere viele Höhen und Tiefen erlebt. Das vergangene Jahr war eine sehr produktive Phase voll mit kreativer Hektik. Tricky veröffentlichte die bezaubernde 20,20 EP und brachte seine gefeierte Autobiographie „Hell Is Round The Corner“ heraus. Aber es war wegen des Todes seiner Tochter Mazy auch eine Zeit des Nachdenkens und der Neubewertung. Von Kummer geplagt, musste er sich eine Frage stellen: Kämpfe ich oder gehe ich mit dem Schiff unter? "Du musst verdammt noch mal aufstehen und kämpfen", beschließt er. "Im Moment befinde ich mich im Kampfmodus. Und ich fühle mich wirklich gut. Ich fühle mich, als sei ich wieder da", sagt er. "Ich fühle mich, als wäre ich einer der besten Musiker, die England je hatte, und es ist Zeit für mich, mich wieder zu 100% auf die Musik zu konzentrieren, so wie ich es am Anfang getan habe". Mit der pulsierenden ersten Single "Fall Please" betritt er Neuland, obwohl sie immer noch nach Tricky klingt. 'Fall Please' hat eine seltsame und verdrehte Zugänglichkeit, die sogar den Mann, der es geschrieben hat, überraschte. "Bei den meisten meiner Sachen gibt es nichts Vergleichbares", sagt er. "Aber mit 'Fall Please' ist mir etwas gelungen, was ich noch nie zuvor tun konnte, nämlich dass jeder es spüren kann - sogar Leute, die meine Musik nicht kennen. Es ist meine Version von Popmusik." Für seine Musik hat Tricky schon immer weibliche Sängerinnen ins Boot geholt um seine Ideen zu transportieren: Bei Fall to Pieces arbeitete er bei den meisten songs – inklusive Fall Please - wieder mit der Sängerin Marta zusammen, die bereits auf seinen letzten Platten zu hören war. Tricky entdeckte Marta Zlakowska während einer Europatournee, als er am Eröffnungsabend in Krakau plötzlich ohne Sängerin dastand. Sie rettete die Tournee vor einer Katastrophe. "Ich merke, wenn jemand bescheiden und bodenständig ist", sagt Tricky. "Marta ist es egal, berühmt zu sein, sie will nur singen.

play_circle_outline

jonsi (sigur ros)

shiver

Release 2.10.2020

Der als Sänger und Frontmann von Sigur Rós bekannt gewordene interdisziplinäre Künstler Jón Birgisson aka Jónsi mit seinem 2ten Solo-Album nach über einem Jahrzehnt. Darauf sind illustre Gast-Sängerinnen wie Liz Fraser von den Cocteau Twins und Robyn vertreten. Die Produktion übernahm A. G. Cook, seines Zeichens Gründer von PC Music. Auf "Shiver" lotet Jónsi die Tiefen der menschlichen Erfahrung und unsere Verbindung zur natürlichen Welt aus. Dies schlägt sich auch musikalisch nieder: Das Album eröffnet ein kontrastreiches Spannungsfeld zwischen den organischen und traumartigen musikalischen Ansätzen von Jónsi auf der einen und dem synthetischen, manchmal abrasiven und avantgardistischen Experimentalismus des Produzenten A. G. Cook auf der anderen Seite. Auf dem Papier mag ihre Zusammenarbeit überraschend erscheinen, aber "Shiver" setzt letztlich schlichtweg das Bestreben von Jónsi fort, die Grenzen von Kunst und deren Erleben zu erweitern. Diesen Drang setzt Jónsi nicht nur im Bereich der Musik in die Tat um: 2019 zeigte er seine erste Einzelausstellung mit Installationen in der renommierten Tanya Bonakdar-Galerie in Los Angeles, wo seine Installationsarbeit unter anderem die Tiefen des Klangs erforschte. Jónsi hat seine interdisziplinäre künstlerische Aktivität in den letzten Jahren in einer Reihe von Kollaborationen mit bildenden Künstlern wie Doug Aitken, Olafur Eliasson, Merce Cunningham münden lassen: Zuletzt arbeitete er mit dem Künstler und Komponisten Carl Michael von Hausswolf zusammen, mit dem er das musikalische Duo Dark Morph gründete.

play_circle_outline

laura marling

song for our daughter

Release 24.07.2020

Das siebte Album der Grammy nominierten Brit Awards Preisträgerin und in Berkshire, Südostengland gebürtigen Musikerin vermittelt ein Gefühl von Entschlossenheit, Klarheit und Ruhe, unmittelbar und auf ganz sanfte Art. Es ist ihr bis dato wohl tiefgreifendstes. Laura hat einen Großteil der Produktion selbst in die Hand genommen, ohne aber ganz auf die Mitwirkung ihrer langjährigen Kollaborateure Ethan Johns (Kings Of Leon, Ray LaMontagne, Tom Jones) und Dom Monks (Big Thief, Noah And The Whale) zu verzichten. Üppige Streicherarrangements durchziehen die Songs. Insgesamt klingt das Album weiter, jedoch ohne an Intimität oder Ehrfurcht einzubüßen. Zwei Merkmale für die die Künstlerin in den vergangenen 10 Jahren zum Synonym geworden ist.

play_circle_outline

all them witches

nothing as the ideal

Release 4.9.2020

ALL THEM WITCHES kündigen mit der neuen Single 'Saturnine & Iron Jaw' die Veröffentlichung ihres Langspielers "Nothing As The Ideal" am 4. September an.

Das Album nahmen ALL THEM WITCHES in den legendären Abbey Road Studios in London auf, wo unter anderem die BEATLES viele ihrer Platten einspielten. Gitarrist/Sänger Ben McLeod verrät über die erste Single 'Saturnine & Iron Jaw':

"Wir wollten ganz spezifisch mit diesem Track anfangen. Ich finde, es ist der rundeste Track auf der Platte, er verändert sich ständig, er hat viele verschiedene Stimmungen. Natürlich gibt es viel härtere Songs auf dem Album, aber 'Saturnine & Iron Jaw' sollte die Fans wissen lassen, dass ALL THEM WITCHES immer noch stark im psychedelischen und bluesigen Rock verwurzelt sind. Das ist unsere erste Platte ohne Keyboards, aber in diesem Song gibt es etwas für jeden."

play_circle_outline

arca

kick!

Release 17.7.2020

Das vierte Album der extrovertierten Künstlerin. Anfang des Jahres veröffentlichte Arca bereits einen 62-minütigen Prolog in eine neue künstlerische Schaffensphase. Als Künstlerin war Arca schon immer eine Gestaltenwandlerin - äußerlich wie musikalisch. Sie produzierte Musik für Björk, Kayne West und FKA twigs, komponierte Musik für das MoMA, erschuf gewaltige Noise-Skulpturen, legte bei Festivals als DJ auf. Aus der Musikerin ist mittlerweile ein schillernd strahlendes Gesamtkunstwerk geworden, die auch als Malerin und Model arbeitet. Aus der Produzentin ist eine ausdrucksstarke transsexuelle Diva geworden, deren Kunst nicht nur eine Vision für das Morgen ist, sondern den Klang der Zukunft definiert als technische Innovatorin, die mit selbst entwickelten Instrumenten neue Soundgrenzen auslotet

play_circle_outline

rose city band

summerlong

Release 17.7.2020

Nach dem psychedelischer Spacerock´n Roll mit Wooden Shjps und den endlosen Selbstumdrehungen mit dem Moon Duo eröffnet der stimmlich auch hier wieder so charismatisch und unverkennbar wie sonst auch bei seinen bekannten Outfits in Erscheinung tretende Ripley Johnson eine neue Welt, in der Country, Paisley Underground und Westcoast-Folk den wesentlichen Fokus darstellen. Selbstverständlich geht auch das in hellen Farben leuchtende zweite Album der RCB an vereinzelten Stellen nicht ohne die typischen Gitarrensoli von Johnson ab und gleitet immer wieder auch durch psychedelisch-kosmisches Terrain, jedoch wirkt das akustische Grundriffing des Albums leichtfüssiger und unbeschwerter, oftmals reduzierter als sonstiges, auch bei den bisweilen zwischen gestreuten klassischen Rockingredenzien. Und in ihrem Verlauf drehen sich die meisten Songs dann doch in unwiederstehlicher Manier so ein, wie das nur Ripley drauf hat. Toller Sommerbegleiter für einen Tag im Park.

play_circle_outline

jayhawks

xoxo

Release 10.7.2020

Das neue Album ist das vielfältigste und aussergewöhnlichste der Band-Geschichte! Dieses Mal waren alle vier Mitglieder als Songwriter und Lead Sänger involviert. Anstatt einen klanglichen Aufbruch zu markieren, signalisiert das Album eher eine Schärfung des Fokus der Band, eine Erweiterung des Verständnisses dafür, wer sie sind und was sie am besten können. In klassischer Jayhawks-Manier sind die Songs ein Mix aus den verschiedenen Einflüssen der Band wie: amerikanischer Roots-Musik mit einem Touch British Invasion und klirrendem Power-Pop. Allerdings ist dieses Mal auch eine neu gefundene Vitalität im Spiel, eine Stärkung des Selbstvertrauens und der Energie, die sich in den Songs wiederspiegeln. Das Ergebnis ist ein Album, das, ähnlich wie die üppigen Harmonien der Band, mehrere unverwechselbare Stimmen zu einem einzigartigen Ganzen zusammenführt, eine Sammlung, die ironischerweise in der Neuerfindung von Individualität und Identität Einheit findet.

play_circle_outline

sophie hunger

halluzinationen

Release 28.8.2020

Halluzinationen heißt der siebte Longplayer der in Berlin lebenden Schweizerin, der am 28. August 2020 bei Caroline International erscheint. Ihr neues Album hat die Sängerin, Multiinstrumentalistin und Soundtrack-Komponistin wie zuletzt mit dem Produzenten Dan Carey (Kate Tempest, Fontaines DC) von Speedy Wunderground aufgenommen, der von der britischen Music Producers Guild zum "Producer of the Year" gewählt wurde. Carey spielte zudem etliche Instrumente für das neue Album ein. Für Sophie Hunger markiert Halluzinationen die zweite Zusammenarbeit mit Carey, nachdem der Londoner bereits 2018 den Vorgänger Molecules (2018) produziert hatte. Während sie sich dieses Mal unter anderem mit dem Zusammenhang zwischen Einsamkeit und der Imagination befasst, markiert das "Halluzinationen" einen weiteren Schritt in jene elektronische Richtung, die sie seit dem Umzug nach Berlin und dem Beginn der Zusammenarbeit mit Carey eingeschlagen hat. Anstatt jedoch wie zuletzt in dessen Speedy Wunderground Studios im Süden von London zu arbeiten, mieteten sie sich in die legendären Abbey Road Studios (Studio 2) ein und nahmen sämtliche Songs der LP in einem einzigen Take auf. Die Energie von Halluzinationen ist daher sehr viel direkter und lebendiger, weil sie das komplette Album insgesamt bloß sechs Mal am Stück durchgespielt haben - in nur zwei Tagen. Sie seien einfach "volles Risiko" gegangen, um es in Sophies Worten zu sagen. Obwohl es auch ein paar deutsche Zeilen auf dem neuen Album zu hören gibt, sind weite Teile von Halluzinationen wiederum auf Englisch eingesungen, womit sie insgesamt an den Vorgänger Molecules, ihr erstes komplett englischsprachiges Album, anknüpft. Dass Sophie neben Deutsch und Englisch auch Französisch und Schweizerdeutsch spricht, ist ihrer Kindheit geschuldet, die sie in unterschiedlichen Ecken Europas verleben durfte. Und wenn sie nun mit Halluzinationen zumindest gelegentlich diese multilingualen Wurzeln durchschimmern lässt, geht von dem Tiefgang und der Intensität, die ihre Songs schon immer auszeichnen, absolut nichts verloren im Akt des Übersetzens.

play_circle_outline

bob mould

blue hearts

Release 25.9.2020

Kaum jemand aus seiner Generation der älteren weißen Herren schafft es derzeit, Pop-Appeal und Protesthaltung, oder generell Haltung so gut zu verbinden wie Ex-Hüsker Dü- und Sugar-Frontmann Bob Mould. Von Mould selbst produziert in den Electral Audio Studios in Chicago, ist "Blue Hearts" die logische Fortführung des überdrehten, fetzigen "Sunshine Rock". Persönliche Akustiknummern, die seine Umgebung, seine politische Einstellung, und durchaus auch Homosexualität thematisieren, wechseln mit den upbeat Power-Pop/Punknummern, für die er schon immer ein wahres Händchen hatte. Letztere überwiegen auch, so dass "Blue Hearts" ein powervolles, beeindruckendes Statement eines Junggebliebenen ist, der mit offenen Augen durch die Welt geht, und sich nie angepasst hat.

play_circle_outline

blues pills

holy moly

Release 21.8.2020

Die Geschichte von Blues Pills mag simpel erscheinen. Das Rock Quartett, das Ende 2011 im mittleren Westen von den Songwritern Zack Anderson und Elin Larsson gegründet wurde ging unmittelbar von kleinen, überfüllten, dreckigen Clubs zu den Bühnen der großen Festivals, wie dem Download, Rock Am Ring und Wacken über. Eine wahre Erfolgsgeschichte, oder? Nicht wirklich. Unter ihrem dicken Mantel von hartem, psychedelischen Blues-Rock und der kraft- und gefühlsvollen Stimme von Elin Larsson, waren Blues Pills innerlich doch stets rastlos auf der Suche nach Veränderung. Veränderungen im Geiste und den musikalischen Einflüssen, denen sie sich aussetzten, von Blackened Soul bis hin zu dem trippigen Klang des 60er Garage Rock und dem Devils Blues. Während ihrer Pause machten Blues Pills beinahe schon so etwas wie eine Wiedergeburt durch. Eine Wiedergeburt, deren Ergebnis das neue selbstproduzierte und von Grammy-Gewinner Andrew Scheps gemixte Album "Holy Moly!" ist, das am 19.06.2020 erscheint. Wenn euch die Härte ihres ersten selbstbetitelten Albums umgehauen und der psychedelische Vibe von “Lady In Gold” (#1 Deutschland) euch fasziniert hat, dann kommt ihr auch an der dritten Dosis nicht vorbei. Mit dem per Definition coolen Bassisten, Kristoffer Schander, dem Bananen besessenen Schlagzeuger André Kvarnström, Elin Larssons fesselnder Stimme und Zack Anderson jetzt an der Lead Gitarre kehrt die Band zu ihren Wurzeln zurück. Zurück zur ursprünglichen Kraft des Rock´n´Roll und Blues mit einer Prise Soul.

play_circle_outline

howling (ry x / acid)

colure

Release 24.7.2020

RY X und Frank Wiedemann vereinen sich erneut als Howling für das zweite Album aus ihrer gemeinsamen musikalischen Zusammenarbeit. RY X, Solo-Alternativkünstler und Mitglied von The Acid, und Frank Wiedemann, eine Hälfte von Âme, bringen den Fans einen größeren und stärkeren Nachfolger ihres Debüts "Sacred Ground". Auf "Colure" zaubern der in Berlin ansässige Wiedemann und der in L.A. lebende RY X transzendente Kreationen aus ihren kontrastierenden musikalischen Hintergründen und Umgebungen. Das Album ist zweifellos dualistisch: elektronische und akustische Klänge sitzen bequem nebeneinander, und große melodische Hooks werden zu hypnotischen Clubproduktionen geschnürt. Das Duo feierte sein Debüt als Howling mit der Veröffentlichung eines selbstbetitelten Tracks im Jahr 2012, ein durchschlagender viraler Erfolg, auf den sie 2015 das Album "Sacred Ground" folgen ließen und das von Mixmag, DJ Mag, Resident Advisor und hierzulande von Groove, Spex oder vom Kaput Mag gelobt wurde. Ihre gefeierte Live-Show ging auf weltweite Tournee und war u.a. auf dem Melt! Festival, dem Electronic Beats Festival und bei einem Innervisions-Showcase in der Royal Albert Hall zu sehen.

play_circle_outline

sophia

holding on / letting go

Release 21.8.2020

Das achte Studioalbum und das erste in voller Bandbesetzung seit "Fixed Water" aus dem Jahr 1996. "Holding On / Letting Go" birgt neben der Dramatik und Tiefe, die Robin Proper-Sheppard in seinem Songwriting immer gezeigt hat, eine neue Klangfarbe, eine neue Stimme. Eine Stimme, die Proper-Sheppards eigene Erfahrung widerspiegelt und mit der er sich auch in die Erfahrungen anderer Menschen versetzt. Oder wie er in der Streicher-Akustik von "Gathering The Pieces" singt: "We're all just the same. We're all just afraid". Proper-Sheppard versucht das "Wir" des Lebens zu akzeptieren. Auch wenn wir uns allein fühlen, sind wir nie allein.

play_circle_outline

streets

none of us are getting out of this alive

Release 10.7.2020

Obwohl seit 2011 kein neues The Streets-Album veröffentlicht wurde, zählt das von Mike Skinner angeführte Projekt noch immer zu den wichtigsten und prägendsten Popkultur-Export aus UK. Bereits 2018 erfolgte das grandiose Live-Comback: Alle Shows waren binnen Minuten ausverkauft. Jetzt kommt auch endlich neue Musik: Die Single "Call My Phone Thinking I'm Doing Better" feat. Tame Impala ist der erste Vorbote des neuen Mixtapes "None Of Us Are Getting Out Of This Alive". Mike Skinner bezeichnet das Mixtape als "eine Art Rap-Duettalbum" mit mindestens einem Gast auf jedem Track.

play_circle_outline

lemon twigs

songs for the general public

Release 21.8.2020

Die D´addario Brüder klingen mit ihrem The Lemon Twigs-Sound wie aus der Zeit gefallen, kombinieren die abgefahrensten Einflüsse aus jeder Rock-Ära und beweisen immer wieder welch einzigartiges Talent sie haben. So auch mit ihrem neuen Album "Songs For The General Public", das am 1. Mai via 4AD erscheinen wird. Der Nachfolger des gefeierten 2016er Debüts "Do Hollywood", sowie des ambitionierten 2018er 15-Song-Coming-of-Age-Musical-Epos wurde von den Brüdern im Frühjahr in ihrem Heimstudio in Long Island geschrieben, aufgenommen und produziert, mit weiteren Sessions im Sonora Studio in Los Angeles und im New Yorker Electric Lady Studio.

play_circle_outline

protomartyr

ultimate success today

Release 17.7.2020

Fünftes Album des aus Detroit stammenden Post-Punk-Quartetts. "In der Poesie von Ultimate Success Today herrscht Dunkelheit. Das Thema vom Ende der Dinge, vor allem der menschlichen Existenz, ist darauf omnipräsent. Manch einen wird es an Cormac McCarthys 'The Road' erinnern. Unsere Welt hat einen Punkt erreicht, der uns Angst macht: Waldbrände, Überschwemmungen, Erdbeben, Hunger, Krieg, Intoleranz... da sind Schreie der Verzweiflung. Gibt es Hoffnung? Gier ist die Krankheit, die das Leben in Gefahr bringt.“ Das schreibt Ana Da Silva ihres Zeichens Gründungsmitglied der legendären Punkband The Raincoats und enge Freundin der Band Protomartyr in ihrem Testimonial über das neue Album des Detroiter Post-Punk-Quartetts.

play_circle_outline

steven wilson (porcupine tree)

future bites

Release 29.1.2021

Wilsons sechstes Album ist eine Erkundungsreise in den menschlichen Verstand in Zeiten des Internets und den ultramodernen Konsumenten der Gegenwart. Während er sich auf "To The Bone" (2017) mit den Problemen von Post-Wahrheiten und Fake News auseinandersetzte, nimmt Wilson die Hörerinnen und Hörer auf "The Future Bites" mit in eine Welt der Süchte des 21. Jahrhunderts. Es ist ein Ort, an dem beständig und ganz öffentlich mit den Auswirkungen aufkommender Technologien auf unser Leben experimentiert wird. Trotz Themen wie außer Kontrolle geratener Kaufsucht, manipulativer sozialer Medien oder dem Verlust von Individualität ist "The Future Bites" weniger die dunkle Vision einer heraufziehenden Dystopie als vielmehr eine neugierige Analyse der Zustände im Hier und Jetzt. Musikalisch gesehen ist "The Future Bites" gewohnt großartig. "Personal Shopper" der erste Track ist zehn Minuten lang, und erinnert an Moroder, elektronische Sounds - durch menschliches Einwirken verfremdet (King Ghost), sphärische Akustikklänge (12 Things I Forgot) oder Bass-getriebene Krautrock-Grooves (Follower) verbinden sich mit triefendem, düsteren Funk zu Wilsons vielleicht konsistentestem Werk. Das Album wurde in London aufgenommen und von David Kosten (Bat For Lashes, Everything Everything) und Steven Wilson koproduziert.

play_circle_outline

biffy clyro

a celebration of endings

Release 14.8.2020

Dieses Album hat den Blick nach vorn gerichtet, sowohl aus persönlicher als auch gesellschaftlicher Perspektive", erklärt Frontmann Simon Neil. "Der Titel handelt davon, die Schönheit an Veränderung zu sehen anstatt das Traurige. Veränderung bedeutet Wachstum und Entwicklung. Du kannst alles bewahren, was du zuvor geliebt hast, aber lass uns einiges von dem negativen Scheiß loswerden. Es geht um den Versuch, die Kontrolle zurückzuerlangen." Klanglich treiben Biffy Clyro die äußeren Ränder ihres Sounds spielerisch zu neuen Extremen - oftmals im Verlauf eines einzigen Songs. Der Song "The Champ" zum Beispiel hat Piano und cineastische Streicher zu bieten (unter dem Dirigat von Bruce Springsteens Kreativpatner Rob Mathes in den Abbey Road Studios aufgenommen), die sich mit Biffys unverkennbaren gezackten Rhythmen verbinden, ohne dabei auch nur einen Moment ihre Geschmeidigkeit zu verlieren. Oder da wäre das autobiografische "Cops Syrup". Es hat das wilde Trommelfeuer von "The Vertigo of Bliss" (2003), einen Abstecher in den Sub-Pop-Grunge und manische Schreie, die auch auf einem Liturgy-Album ihren Platz hätten.

play_circle_outline

kaitlyn aurelia smith

the mosaic of transformation

Release 14.8.2020

Auch als Ltd.-Transparent Vinyl-Edition erhältlich (CHF 35.90)

Die an der Westküste der USA lebende Komponistin, Künstlerin und Produzentin Kaitlyn Aurelia Smith startete ihre Musikkarriere als Teil der Folk-Band Ever Isles. Doch als ihr Nachbar ihr eines Tages einen Buchla 100 Synthesizer zeigte, wandte sich die US-amerikanische Künstlerin ganz der Elektrizität zu und widmete sich seit 2015 ihrer Solo-Karriere mit mehreren von der Kritik gefeierten Alben. Seit der Veröffentlichung von "The Kid" (2017) vertiefte sie ihre Forschungen zu den endlosen Möglichkeiten elektronischer Instrumente sowie zu Formen, Bewegungen und Ausdrucksformen, die in der Beziehung des physischen Körpers zu Klang und Farbe zu finden sind. Es ist dieses lebensleitende Interesse, das die grundlegenden Frequenzen ihres neuen Albums "The Mosaic of Transformation" bildet. Es ist ein helles, sinnliches Gleiten durch ungebundene Wellenphänomene. "Mit diesem Album will ich meine Wertschätzung und Liebe zur Elektrizität zeigen", sagt Smith. Das Album ist eine ganzheitliche Manifestation von verkörperten Bewegungen. Smiths charakteristische Neugier auf die Textur mündet auf natürliche Weise in eine propriozeptive Studie von Melodie und Klangfarbe. Wenn man die Platte in einem einzigen Song zusammenfassen könnte, dann ist es die 10-minütige Schlusssuite, eine schwärmerische Collage namens "Expanding Electricity". Symphonische Phrasen etablieren das Stück, bevor die glitzernden elektrischen Schläge und die synthetische Vibraphonhelix in den Fokus gerückt werden. Bald erdet Smiths Stimme alles mit einem intuitiven Stimmhaken, der durch konzentrische Spiralen aus harfen- und hornähnlichen Klängen harmonisiert und verstärkt wird. Smiths Musik fängt nicht so sehr eine bestimmte Emotion ein, sondern vielmehr die Freuden des Besitzes eines Körpers und die Fähigkeit, dieses Gefäß mit Hingabe und einem beständigen, offenen Herzen mit Hilfe von Elektrizität in euphorischem Ausmaß im Raum zu manövrieren.

play_circle_outline

jarv is (jarvis cocker / Ex-Pulp)

beyond the pale

Release 4.9.2020

JARV IS... ist die neue Band der britischen Indie-Ikone Jarvis Cocker. JARV IS... wurde 2017 für einen Auftritt auf einem von Sigur Ros kuratierten Festival in Island gegründet. Zur Band gehören neben Jarvis Cocker noch Serafina Steer, Emma Smith, Andrew McKinney, Jason Buckle und Adam Betts. Die meisten Songs von JARV IS... nahmen erst auf der Bühne Gestalt an. Viele der Tracks waren anfangs reine Studio-Skizzen, die sich erst langsam in den Liveshows entwickelten und Formen annahmen. Um sich also selbst einen Eindruck vom Status Quo des Songmaterials zu machen, wurden sämtliche Konzerte aufgenommen. Nach einem Konzert beim Desert Daze Festival in Kalifornien, hörte Geoff Barrows (Portishead, Beak) schließlich die Aufnahmen und schlug Cocker vor, diese doch als Basis für ein komplettes Studioalbum zu nehmen. Gesagt getan: Die Overdubs und der Gesang wurden in den Narcissus Studios in Neasden in London produziert. Die Postproduktion fand in Jason Buckles Place du Big Boss-Studio in Raynes Park statt, final abgemischt wurde das Album schließlich von Craig Silvey in den Toast Studios in West-London. Das Debüt "Beyond the Pale" von JARV IS... ist eine wundervolle Momentaufnahme und das erste eigene musikalische Lebenszeichen von Jarvis Cocker seit seinem 2009er Album "Further Coplications".

play_circle_outline

haiyti

sui sui – Vinyl-Release

Release 3,7,2020

Neues Album der wichtigsten deutschen Musikerin zwischen Straßenrap, Trap, Pop und Avantgarde. Alle Rapper wollen irgendwo hin, es liegt in ihrem Wesen. Das Ding ist: Haiyti war schon da. Sie war Pionierin, als eine der ersten erforschte sie im Untergrund das Erbe von Memphis und Atlanta. Sie war Phänomen, wurde zum Aushängeschild eines Missverständnisses namens "Cloudrap2 und katapultierte den Sound von Deutschrap in ein neues Zeitalter. Sie war Popstar, wickelte die gesamte Industrie um den Mittelfinger und holte mit Avantgarde-Sound zwischen Trap, Emo und NDW den Echo. Sie war Projektionsfläche, aber weigerte sich, die Frauenkarte auszuspielen, die ihr in die Hand gedrückt wurde. Sie war auf Party, feierte ein Leben zwischen Exzess und Exit. Sie war pleite, entschloss sich aber gegen jede Regel der Vernunft, einfach weiter durchzuziehen. Weil es eben sein muss. Und nun? Ist sie immer noch Haiyti. Neben vielen anderen Kunststücken hat sie vor allem eines vollbracht: sich immer wieder neu zu erfinden, um dabei konsequent sie selbst zu bleiben.

play_circle_outline

a.a. williams

forever blue

Release 3.7.2020

Singer-/Songwriterin, die auch Gitarre, Cello und Klavier spielt, mit ihrem dunklen Debütalbum, das raue und wilde Emotionen in Songs verpackt. Eine spannende Mischung aus Post-Rock und Neo-Klassik-Elementen, die mit verwunschenen Atmosphären begeistert und sich aus der Stille heraus zu einem explosivem Drama entwickelt. Williams schafft es eindrucksvoll, zwischen ruhigen und impulsiven Parts hin und her zu wechseln. Textlich verarbeitet die Londonerin dabei Sehnsuchts- und Verlustgefühle, die sich auf diesem ganz eigenen Soundteppich ausbreiten, der größtenteils zusammen mit Ehemann Thomas in der gemeinsamen Wohnung entstanden ist. Drums von Geoff Holroyde, Gaststimmen von Johannes Persson und Fredrik Kihlberg (Cult Of Luna) sowie Tom Fleming (One True Pairing, Ex-Wild Beasts).

play_circle_outline

khruangbin

mordechai

Reelase 26.6.2020

Auf ihrem dritten Album addiert das mittlerweile legendäre Trio aus dem texanischen Houston seinem aussergewöhnlichen musikalischen Ausdruck eine neue Facette. Laura Lee Ochoa´s elegant wie unauffällig gewinnbringend eingesetzte Stimme ergänzt den exotischen Gesamtlook der ansonsten aus Gitarrist Mark Speer und Schlagzeuger DJ Johnson bestehenden Formation bei den meisten Songs um ein variables Element, das den Songs, je nach Ausrichtung eine zusätzliche Dimension verleiht. Die Reise reicht von ostasiatischem Surf-Rock über persischen Funk, Latin-Rock ("Pelota"), synkopierte kongolesische Gitarrenästhetik und koreanische Elemente bis zu herrlich abgehangenen Chicano-Soundtrack-Adaptionen mit leichtem Morricone-Flair und manchmal auch ein Hauch abseitiger Disco, fast immer omnipräsent sind dabei die Einflüsse von Dub und Funk, die sie auf unwiderstehliche Weise immer wieder neu rekontextualisieren. Aufregend auch das geflüsterte Zwiegespräch bei "Connaissais de Face" und der unwiderstehliche mitternächtliche, heruntergedimmte Wüstenvibe von "Father Bird, Mother Bird" mit genialer Gitarrenlinie. Ein entspannter wie entspannender kultureller Melting pot von einer Band, die seinesgleichen sucht.

play_circle_outline

trixsi

frau gott

Release 26.6.2020

Hervorragendes Debütalbum voller Witz und Charme von so einer Art Supergroup, bestehend aus Paul Konopacka, Torben Leske (beide vom Herrenmagazin), Kristian Kühl, ehemals Findus, am Bass der frühere Jupiter Jones Bassist Klaus Hoffmann und am Gesang Jörkk Mechenbier, bekannt von Love A und Schreng Schreng & La La. Musikalisch kann man die Platte zwar locker unter Punk einordnen, aber es steckt eben doch weitaus mehr drin als man auf den ersten Blick vermuten möchte. Als Blaupause funktioniert die Schnittmenge ihrer früheren Kombos, die 11 Tracks liefern nämlich, so vielfältig und -schichtig wie ihre fünf Komponisten, eine einprägsame Reise, die irgendwo bei guter, deutschsprachiger Popmusik startet und über Postpunk, Rock-Nuancen und Songwritereinflüsse reicht, bis man dann eben, ja, bei gehaltvollem Punk landet. Von der stinknormalen Alltagsverzweiflung über den zum Scheitern verurteilten Versuch sinnloser Anpassung bis hin zu infantilsten Albernheiten ergießen sich Trixsi instrumental und textlich facetten- und abwechslungsreich. Ein gefundenes Fressen, dass ich jedem Freund ihrer vormaligen Liaisons ebenso gewaltig ans Herz legen will, wie jedem Fan früher Blumfeld und Tomte.

play_circle_outline

gordi

our two skins

Release 26.6.2020

Auf ihrem 2ten Album mäandriert die Australierin souverän und selbstbewusst zwischen Folk, Indie-Pop und Indietronica, bewegt mit ihrer variablen, unter die Haut gehenden Stimme massiv, die sich auch gerne in Alt-Bereichen aufhält, aber durchaus auch höher anklingt bisweilen. Reichhaltig in Instrumentierung und Ausdruck überzeugt sie mit in die Tiefe gehendem Songwriting der modernen Art, das keine Scheuklappen zu kennen scheint und mit Persönlichkeit und Sensitivität überzeugt. Das Album schrieb Gordi, als sie sich aufgrund eines Beziehungswechsels plötzlich mit ihrer eigenen (Geschlechts-)Identität arrangieren musste. Sowohl das Ringen um ihre neue Identität als auch ihre neue Beziehung spielten sich vor dem Hintergrund der zeitgleich in ihrer Heimat stattfindenden Ehe-für-alle-Volksbefragung und ihrer katholischen Erziehung ab und versetzten die Songwriterin in einen isolierten inneren Zustand, der die Keimzelle für die ENtsteheung des Albums mit seinem intensiven Ausdruck ist. Die Abgeschiedenheit von Canowindra, der kleinen Stadt, in der Payten seit über einem Jahrhundert mit ihrer Familie lebt, erwies sich als genau der richtige Ort dafür. Aufgenommen in Isolation mit dem US-Produzentenduo Chris Messina (Bon Iver, Big Red Machine) und Zach Hanson (Bon Iver, Hand Habits, Waxahatchee).

play_circle_outline

coriky (fugazi)

coriky

Release 26.6.2020

Ganz unerwartet sind die Evens, also Ian MacKaye und Amy Farina zurück, nur dass sie sich nun auch noch Joe Lally (ebenfalls Fugazi) ins Boot geholt haben, und kurzum eine neue Band daraus gemacht haben. Coriky haben vor fünf Jahren angefangen zusammen zu spielen, aber erst 2018 ihre erste Show gespielt, nun liegt also ihr Debütalbum mit ganzen 11 Songs vor. Und was soll man sagen: Es ist viel besser als wir uns erträumt hätten. Durch die Addition des Basses sind die Songs viel dichter als die der Evens, viel wärmer und knackiger, und v.a. auch ausbrechender. Dadurch dass alle drei MusikerInnen singen entstehen Dynamiken, die an Fugazi in ihren besten Zeiten erinnern, natürlich viel reduzierter und zeitgemäßer, aber nicht weniger zwingend. Wo die Evens immer damit gespielt haben, sich eben zurückzuhalten wo man sich mal einen Ausbruch gewünscht hätte, spielt dieses Trio viel mehr aus dem Bauch heraus. Coriky schreiben wahre Hymnen, subtil zwar, aber nachhaltig im Ohr hängend, und auch inhaltlich sind die Songs reifer und sparen natürlich nicht mit Kommentaren zum State of the world. Selten hat eine Allstarband derart eingehalten was das Lineup verspricht.

play_circle_outline

long distance calling

how do we want to live

Release 26.6.2020

Die international erfolgreichste Instrumental Rockband aus Deutschland, Long Distance Calling, geht den nächsten Schritt in ihrer facettenreichen Karriere mit ihrem siebten Studioalbum "How Do We Want To Live?". Die Band kehrt mit einem Album zurück, welches Tiefgang beweist und das Verhältnis zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz thematisiert. Ende 2020 werden Long Distance Calling ihre erfolgreiche "Seats & Sounds"-Tour fortsetzen, wobei die Band bereits dieses Jahr eine Nominierung zum deutschen Musikautorenpreis 2020 erhielt. Ein Preis, der ausschließlich die herausragende künstlerische Leistung bewertet. "How Do We Want To Live?" enthält zehn neue Songs, die ausnahmslos all die Long Distance Calling Trademarks in sich tragen und gleichzeitig Neues, Überraschendes und absolut Unerwartetes offenbaren.

play_circle_outline

nadine shah

kitchen sink

Release 26.6.2020

Kitchen Sink ist der Nachfolger von Nadine Shahs Album 'Holiday Destination' aus dem Jahr 2017, das mit dem Hyundai Mercury Prize nominiert wurde. Das von Kritikern viel gelobte Album wurde zum 'Independent Album of the Year' der AIM Awards gekürt, erreichte #7 'Album of the Year' bei BBC 6 Music und #5 bei The Quietus sowie vielzählige prominente Positionen in den Bestenlisten von Loud and Quiet und The Line of Best Fit. Mit der gleichen wilden Entschlossenheit und klaren Stimme wendet Shah ihren Blick nun näher auf sich, mit einem Album, das ihre eigene Geschichte als Frau in den Dreißigern und den damit verbundenen sozialen Erwartungen erforscht. Das Album erzählt auch die Geschichte unzähliger anderer Frauen, denen sie begegnete, und deren unterschiedlichen, aber dennoch sehr ähnlichen Erfahrungen.

play_circle_outline

Bob Dylan

rough & rowdy years – 2CD / 2LP

Release 19.6.2020 (Vinyl am 17.7.2020)

Endlich ist der Meister zurück. 8 Jahre liess sich der Nobelpreisträger Zeit für ein Album mit eigenen Songs, nachdem er die letzten Werke auschliesslich mit der umfangreichen Interpretation des "Great American Songbook" konzipierte. Sein 39. Studioalbum beinhaltet nicht nur die literarische Brillianz des 17-minütigen Epos "Murder most foul", die den Mord an J.F. Kennedy thematisiert, der 78-jährige intoniert mit archaischer Wut auch die rauhe Singleauskopplung "False Prophet", während der Opener "I Contain Multitudes" eine reine Folkballade ist, die als Einstieg für eine solch umfangreiche Songsammlung mit 10 Tracks, die gerne mal die 9 min-Marke streifen, recht ungewöhnlich ist. Dylan phrasiert mehr, als das er singt, seine Charaktere sind autobiografisch, Produzent war wiederum sein Pseudonym Jack Frost und es erinnert in seiner Gänze an die Sternstunde "Time out of Mind von 1997.

play_circle_outline

phoebe bridgers

punisher

Release 19.6.2020

Phoebe Bridgers veröffentlichte ihr Debüt 2017 als relativ unbekannte Singer-Songwriterin aus Los Angeles. Etwas mehr als zwei Jahre später ist sie eine international anerkannte Musikerin mit drei renommierten Werken unter der Haube: ihr Solo-Debüt "Stranger In The Alps", die boygenius-EP mit Julien Baker und Lucy Dacus im Jahr 2018 und Better Oblivion Community Center - eine überraschende Zusammenarbeit mit Conor Oberst 2019. Bridgers ist ein bemerkenswertes Talent und zugleich eine Künstlerin, die sich selbst und ihre kometenhaft wachsende musikalische Karriere mit ausreichend Humor begegnet. Das neue Album "Punisher" wurde zwischen den Sommermonaten 2018 und Herbst 2019 geschrieben und aufgenommen - die Songs offenbaren dabei einmal mehr Bridgers als unwiderstehlich kluge und gefühlvoll produktive Songwriterin unserer Zeit. Erneut arbeitete Bridgers - die auch als Produzentin die boygenius EP und das Better Oblivion Community Center-Album ko-produzierte - für die neuen Songs, wie auch für ´Stranger In The Alps´, mit Tony Berg und Ethan Gruska zusammen. Dabei fanden sich auch ihre eng verbundenen Musikerfreunde im Studio wieder ein - inklusive Bridgers Band bestehend aus Marshall Vore (Drums), Harrison Whitford (Gitarre), Emily Restas (Bass) and Nick White (Klavier) sowie Performances von Conor Oberst ("Halloween", "I Know The End"), Lucy Dacus ("Graceland Too", "I Know The End"), Julien Baker ("Graceland Too", "I Know The End"), Blake Mills ("Halloween", "Savior Complex" and "I Know The End"), Jenny Lee Lindberg ("Kyoto", "ICU"), Christian Lee Hutson ("Garden Song", "Halloween", "Savior Complex", "I Know The End"), Nick Zinner ("I Know The End"), den legendären Drummer Jim Keltner ("Halloween" and "Savior Complex") und Bright Eyes' Nathaniel Walcott an der Trompete ("Kyoto" and "I Know The End"). `Punisher' wurde wie zuvor auch `Stranger In The Alps' von Mike Mogis gemischt.

play_circle_outline

neil young

homegrown

Release 19.6.2020 (Vinyl im Verlauf des Monats Juli)

Das bislang unveröffentlichte Album, das er 1974/75 aufgenommen hatte, erblickt endlich das Licht der Welt. "Ich entschuldige mich. Dieses Album hätte ein paar Jahre nach "Harvest" veröffentlicht werden müssen", sagt Neil Young. "Es ist die traurige Seite einer Liebesbeziehung. Der Herzschmerz. Ich konnte es einfach nicht hören. Ich wollte weitermachen. Also habe ich es für mich behalten, versteckt im Tresor, im Regal, im Hinterkopf ... aber ich hätte es teilen sollen. Es ist wirklich wunderschön. Deshalb habe ich es überhaupt geschafft. Manchmal tut das Leben eben weh." Auf "Homegrown" spielen Levon Helm und Karl T Himmel Schlagzeug, es gibt zusätzlich Vocals von Emmylou Harris und Beiträge von Robbie Robertson, Ben Keith, Tim Drummond und Stan Szelest. John Hanlon stellte die ursprünglichen analogen Mixe wieder her und die neue Veröffentlichung wurde von Chris Bellman gemastert.

play_circle_outline

maserati

enter the mirror

Release 12.6.2020

Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens kehrt der Maserati mit dem ersten neuen Album seit fünf Jahren zurück. "Enter The Mirror" wurde in Eigenregie von der Math-Rock-Band produziert. Fürs Abmischen haben sie sich den Grammy-Preisträger John Congleton ins Boot geholt. Auf "Enter The Mirror" präsentieren Maserati eine fesselnde Mischung aus triumphalen Gitarren-Hooks, abstraktem Synthie-Pop und vom legendären Wax Trax-Label inspirierten Noise-Hymnen. Vom Sound des Albums kann man sich bereits durch die Vorabsingle "Wallwalker" überzeugen. Den wichtigsten Einfluss haben die Gated Drums von Phil Collins und die Gitarren von INXS, mit ihrem triefenden Chorus-Effekt. Maserati Lyrics befassen sich mit dystopischen Themen, die ironischerweise schon im Pop der 80er auftauchten, aber immer noch aktuell sind. Neben den langjährigen Mitgliedern Coley Dennis, Matt Cherry, Chris McNeal und Mike Albanese, werden Maserati auf "Enter The Mirror" von ihren Freunden und Weggefährten, Bill Berry (R.E.M.), Owen Lange und Alfredo Lapuz Jr unterstützt. Selbstreflexion und Kontrollverlust stehen als positiver und negativer Aspekt moderner Existenz im Mittelpunkt von "Enter The Mirror". Es ist ihr wirkungsvollstes und koheräntestes Album und eine gewaltige Leistung für eine Band, die in den ersten beiden Jahrzehnten des neuen Jahrtausends viele Stürme überstanden hat! Maserati wollen nicht nur in Bewegung bleiben, sondern mit Stil und Leidenschaft voranschreiten.

play_circle_outline

built to spill

built to spill play the songs of daniel johnston

Release 12.6.2020

2017 wurden Built To Spill eingeladen, einige Shows als Daniel Johnstons BackUp Band zu spielen. 11 Tracks von Johnstons Pop, präsentiert von Built to Spill. Die Band nahm diese Lieder im August 2018 als Trio mit Dough Martsch, Jason Albertini und Steve Gere auf. Daniel Johnston verstarb leider im September 2019, während sich dieses Album in der Endphase der Produktion befand

play_circle_outline

jehnny beth (savages)

to love is to live

Release 12.6.2020

Ein Album, das mit jeder Umdrehung wächst und wächst und irgendwann durch die Himmeldecke stößt. Mit ihrem ungemein berührenden wie energetischen Soloalbum setzt die Sängerin der Savages eigenwillige wie charismatische Akzente. Es ist nicht unbedingt ein Kontrapunkt zu ihrer Band, sondern eine vielfältige, stilistisch in sich geschlossene Songsammlung, in der sehr viel möglich ist. Von Noiserock und Post-Punk bis zu hallverliebter Piano-Einsamkeit mit ungemein gefühlvollem Appeal bis ran an den Jazz oder mit schwer kategorisierbaren Formen indierockigen Songwritings, das auch effektvolle Brüche innerhalb der Songs beinhaltet und das auch den Rückgriff auf Elemente elektronischer Musik und von bratzigem Industrialrock beinhaltet. In ihrer gesanglichen Intensität und stimmlichen Variationsfähigkeit erinnert Jehnny dabei am ehesten an die wesensverwandte Anna Calvi, bewegt sich musikalisch dabei in einem völlig eigenen, wenn auch nicht referenzfreien Universum. Jetzt schon eins der Alben des Jahres. *Caroline

play_circle_outline

rolling blackouts coastal fever

sideways to new italy

Release 5.6.2020

Mit zügigen Schritten und raumgreifenden Akkorden geht es hinein in einen ewig zu währen scheinenden goldenen australischen Sommer. Die Band aus Melbourne überzeugt wie auf dem Vorgängeralbum und den beiden Minialben mit einem von positiven Vibes untermauerten, gitarren-schrammeligen Indie-Pop-Sound, der meistens zackig und zügig die Flucht nach vorne ergreift, dabei aber auch oft wunderbar entspannt klingt und sich hier in seiner generellen Zeitlosigkeit auch vermehrt den 80ern und New Wave gegenüber öffnet. Ein utopistischer Sound mit oft hymnischem Charakter und einer sowohl verschmitzten Pop-Haltung, zu der auch ein Stück weit Gitarrenschrammelrocknostalgie gehört, bei jedem Song gewürzt mit besonderen Ideen, Riffs und Momenten. Sommerlicher Konsens-Sound für Connaissure, der enorm mitreisst und den Common Ground zwischen Parquet Courts, Death Cab For Cutie und Sparklehorse mit eigener Duftnote versetzt und auslotet.

play_circle_outline

muzz

red western sky

Release 5.6.2020

Debutalbum eines neuen Bandoutfits mit Beteiligung des Interpol-Sängers Paul Banks (aka Julian Penti oder Teil von Banks & Steelz), zusammen mit Ex-The Walkmen-/Jonathan Fire Eater-Drummer Matt Barrick und Josh Kaufman ( Teil der Indie-Folk-Band Bonny Light Horseman), den Paul seit Schulzeittagen in Madrid kennt und den er dann während seines Studiums in New York wieder traf. Seit 2015 mucken die drei zusmman. Paul´s unwiderstehliche Stimmfarbe prägt den Look vieler Songs, allerdings kommt auch Josh mal stimmlich zum Zuge. Kosmisch-verschwurbelte Songs mit folkigen Zwischentönen und auch Mariachibläsereinlagen und dezenten elektronischen Grundierungen treffen auf straighte Akustikgitarenschrammelsongs, bei denen sich die dynamische, abwechlungsreiche Songwriting-Kraft und -Pracht der drei zeigt, die auch nach vorne rocken können, um in den Zwischenteilen dann doch auch mit Americana-Ingredenzien, Klavieradditionen oder etwas Orchester und Chör für leicht opulente Ornamentierung zu sorgen.

play_circle_outline

heads.

push

Release 29.5.2020

Ein mit pechschwarzem Öl angetriebener Motor, der in der dritten Runde mit maximaler Power eindrucksvoll zu Hochform aufläuft. Mit der faszinierenden Mischung aus Noiserock und Postpunk, die das Trio aus Berlin und Melbourne auf diesem Album in gereifter Form an den Tag legt, ist ihnen ein Riesenschritt nach vorne gelungen mit gleichzeitig erhöhter Radikalität und Eingängigkeit innerhalb der grau-schwarzen, dynamischen Songausarbeitungen. Unheimlichkeit und Gewaltigkeit, brodelnde Distortion-Gitarren-Unruhe und massive Schwere wechseln innerhalb der Songs wie Wolkenschatten, die Stimme von Ed Fraser ist eine göttliche monotone Fräse, er zeigt sich als ultracoole Socke, der man auch beim gesprochenen Lament willenlos folgt. Die Noise Am Rep-Schule ist genauso präsent wie die brüskierende, aufwieglerische Kühle von Protomartyr, manchmal blitzt ein Killing Joke-Gitarren-Sound, dann wieder lässt man sich von einem heruntergetunten stoischen Industrial-Noiserockgitarren kraftvoll in den Nacken schlagen, oftmals spielen sie auch mit gegenläufiger "Melvins-"-Dynamik und verweisen auf die eigenwilligen Welten von McLusky/Future of the Left und die experimentelle Urgewalt von Lysistrata. Ein großer Albumwurf, produziert von Kadavar-Schlagzeuger Christoph Bartelt. Als Gastmusiker treten Swans Lap Steel Gitarrist Kristof Hahn, Matthias Feit von Radare und Markus E. Lipka von Eisenvater in Erscheinung.

play_circle_outline

friends of gas

kein wetter

Release 5.6.2020

Friends of Gas haben einen Weg gefunden den ganzen verdammten Druck der Verhältnisse als Kollektiv in ihrer Dunkler-Keller-Musik zwischen Noise- und Krautrock aufzuheben. Ein Sound zwischen Faust-Nord und Faust-Süd, zwischen Captain Beefhearts Magic Band, Kim Gordon und Lydia Lunch. Zwischen Slint und Unwound. Ihr 2tes Album zeigt FOG als die vielleicht spannendste, auf alle Fälle ziemlich gefährlich klingende Band, die diese Republik in diesem Jahr vorweisen kann. Ein betongrauer Sound mit immer kurzen und prägnanten Texten, mit heiserer, aussergewöhnlicher Stimme überwältigt Nina Walser gehaucht-gesungen bis dezent geschrieen mit repetitiven Slogans aus dem Leben und Erzählungen über die Merkwürdigkeiten des Lebens. "Kapital oder Kapitulieren" skandiert sie lauthals im Karl-Marx-Blues "Schrumpfen", in dem wir im Sinne einer nicht stattfinden wollenden Revolution alle weiter unbewaffnet bleiben. Wetterbeschreibungen ziehen sich durch dieses Album wie seine stoischen Bassläufe. In "Grauer Luft" über die düsteren "Felder" bis in den "Stechpalmenwald" hinein. "Im Abwasser schwimmen gehen und nicht an die verbale Sprache glauben", heißt es in der nihilistischen "Abwasser"-Disco mit seinen rollenden Rock-Breaks. FOG weigern sich konsequent, an irgendwelchen neuen Verblendungszusammenhängen mitzuwirken. Stattdessen "leere, liebe Leere...". Instrumental klingen sie dabei manchmal fast wie eine Hardrock-Variante von Khruangbin, etwa in dem Song "Teilchen", in dem Nina Walser stellvertretend für die ganze Band den inneren und äußeren Zerfall beklagt: "Alles ist von schlechter Qualität. Wir gehen von Bana nach Lität (...) Es war einmal der Mensch - Teilchen und Anti-Teilchen." "Selber keine!", heißt es im abschließenden, 10-minütigen Schlussstück, in dem wir uns als Hörer*innen selbst einen Reim darauf machen dürfen, wer oder was diese Band um Himmelswillen am Ende alles nicht ist.

play_circle_outline

la priest

gene

Release 5.6.2020

Funkig funkelndes 2tes Album von Sam Dust, ehemaligem Frontmann der britischen New Rave Band-Late of the Pier, dessen entschlacktes Songwriting in Kombination mit seiner beseelten Charismastimme besonderen Charakter besitzt, auch wegen des Einsatzes der schräg klingenden Gitarre und den eigenartig wirkenden Melodien mit Lo-Fi-Appeal. Inklusive melancholischer Zwischenspiele ein und im letzten Drittel einer scharfen Wendung zu etwas Dunklem und Mystischem

play_circle_outline

white buffalo

on the widow's walk

Release 29.5.2020

The White Buffalo ist eigentlich Jake Smith: Sänger, Songschreiber, Gitarrist und Geschichtenerzähler; ein Künstler, dessen Stimme - ein gefühlvoller, hölzerner Bariton - direkt mit einer größeren Wahrheit verbunden zu sein scheint; ein Künstler, der sich nicht von der Mode beeinflussen oder durch ein Genre einschränken lässt. Und jetzt veröffentlicht The White Buffalo sein neues Studioalbum "On The Widow's Walk" - eine 11-teilige, locker gebundene Sammlung dunklen Nervenkitzels, produziert von Shooter Jennings, der ebenfalls Klavier und Keyboard spielt. In die Fußstapfen seines Vaters, der Country-Legende Waylon Jennings, glaubt Shooter nicht an die Einhaltung von Regeln. Von den bisher sechs Studioalben und drei EPs, die unter dem Banner von The White Buffalo erschienen sind, ist "On The Widow's Walk" das gemeinschaftlichste und natürlichste; in weniger als einer Woche aufgenommen, mit dem Meer und einem Gefühl der Sehnsucht als Grundthemen, ist es auch Jakes erstes Projekt für Snakefarm Records, einem jungen Label innerhalb der Universal Music Group, das sich auf Roots-Künstler konzentriert.

play_circle_outline

i break horses

warnings

Release 22.5.2020

Auch wenn die Atmosphäre ähnlich verwaschen ist, ein doch anders als das Debut gelagerter Zweitling. Synthesizerklänge statt verzerrten Gitarren, eiskalte Synthchord-Tropfen (, die an die von Trentemöller gerne verwendeten Soundwelten erinnern) fallen vom Himmel. Die schwedische Soundtüftlerin und Sängerin Maria Lindén und ihr musikalischer Partner Fredrik Balck liessen sich von keinerlei Erwartungshaltungen leiten und verführt mit Songs voller fragiler Schönheit, ohne jetzt plötzlich auf den Dancefloor zu schielen. Stattdessen beste skandinavisches Winterelectronicasongwriting mit perlenden Sounds in oft melancholischer-balladesker Electronica-Umgebung am Rande, die unter die Haut geht. Futuristischer Barock mit manchmal Anleihen an die 80er oder aber auch an The Knife.

play_circle_outline

steff la cheffe

ps:

Release 15.5.2020

Eigentlich war dieses Album gar nicht geplant: «Wie es der Name schon sagt, ist es mehr ein Nachtrag ans letzte Album. Songs, die noch gar nicht erschienen sind, verschiedene Ideen und Skizzen, die wir fertig gemacht haben oder ein alter Text, den ich wieder ausgegraben habe». Wer sich das Album anhört merkt, die Texte sind stark auf das eigene Innenleben gerichtet, suchend und erklärend. Die Beats sind tanzbar, die Hooks eingängig. Raptechnisch ist das Album auf hohem Niveau, obwohl sie selbst sagt, sie hätte sich immer mehr vom Rap weg, Richtung Pop bewegt: «Ich kann mich auch nicht mehr gleich mit Hiphop und Rap identifizieren, wie ich das früher mal konnte».

play_circle_outline

scott matthew

adorned

Release 22.5.2020

Scott Matthew, das ist der mit der hohen Stimme und dem tiefen Bart. Und sehr viel Gefühl im Bariton. In New York wohnt der Songwriter, nannte eine Zeit Berlin seinen "safe place", verzauberte nicht nur dort die Clubs, mit seinem zu Liedern geflossenen Leid. Matthew fühlt Musik, er singt seine Hörer an, bis es kein Entkommen gibt vor dem Empfinden. Er singt von Liebe und Einsamkeit und rettet seine Hörer. Aber was ist, wenn man von sich selbst aus singt und sich dabei verändert? In den letzten Jahren las Scott viele Geschichtsbücher, um die Welt zu verstehen. "Die Erkenntnis, dass etwa vorbei geht und Zeit alles ändert, hilft, die Hoffnung zu behalten." Was ist, wenn man mit dem Verständnis für Traurigkeit zu Ruhm gekommen ist, aber nach Vorne schauen will? Wenn die Welt zu durcheinander ist, um nur nach Innen zu blicken? "Ich bin schon auch ein Zweifler, aber ich versuche, dagegen anzukämpfen, indem ich in mir nach Hoffnung grabe." Also kleidet er seine Lieder in ein neues Gewand, nimmt ihnen den schweren Samtmantel von den Schultern, zieht ihnen Seidenunterwäsche an und lässt sie durch die Welt tänzeln, in der Hoffnung, dass auch sie zu tanzen beginnt. In Zusammenarbeit mit dem in Los Angeles lebenden, dänisch-deutschen Produzenten Jens Gad, der auch für Enigma raumgreifende Produktionen schrieb, hat Scott Matthew nun zehn neue Versionen seiner Klassiker erarbeitet. Hier geht der Blick auf. Und das Herz. Wie Gad mit traumwandlerischer Sicherheit die Ohrwürmer rausarbeitet, den Melodien an den richtigen Stellen Platz gibt, bleibt hängen. "Adorned ist nicht, was die Leute von mir gewohnt sind. Ich dränge sie dazu, beim Hören, Spaß zu haben. Es ist ein Experiment, das vielleicht nicht die Probleme dieser Welt löst, aber sie für einen Moment lindern mag." Zu hören ist eine Zuversicht, ein Vertrauen, kein Verdrängen. Lieder, die verziert wurden. Verziert, so übersetzt man "adorned" ins Deutsche. Auseinandergenommen und neu zusammengesetzt mit höchster Handwerkskunst.

play_circle_outline

maita

best wishes

Release 15.5.20

Auf elegante Weise mit klassischen Songwriting-Mitteln von 90er- Jahre-Indierock und Indie-Folk hantierendes viertes Album des aus Portland stammenden Quartetts. Ein brilliantes Album irgendwo im Fahrwasser der Pixies und Breeders oder von ähnlich verfahrenden Acts wie Torres, das immer wieder die Stimmung und den emotionalen Ausdruck wechselt und auf äußerst gekonnte Weise Indierock auf zeitgeistiges Niveau bringt und sowohl bei den lauten DRocknummern mit galvanischem Distortion-Gitarrenacting als auch bei den leisen, akustisch grundierten Folksongs mit viel Liebe zum Detail und Kleinteiligkeit (bei den zusätzlich verwendeten Instrumenten oder Backgroundgesang) aufwartet. Im Mittelpunkt steht die kraftvolle wie auch manchmal zerbrechlich und immer versöhnlich klingende Stimme von Songwriterin Maria Maita-Keppeler.

play_circle_outline

einstürzende neubauten

alles in allem

Release 15.5.2020

Nach über 12 Jahren erscheint nun endlich das lang ersehnte neue Studioalbum der Band Einstürzende Neubauten Alles in allem. Das Album markiert die Quintessenz ihres Schaffens und es öffnet sich wieder eine unerwartete Tür der mittlerweile 40 Jahre dauernden Klangexperimente des Forschungsteams um Blixa Bargeld. Wie kaum eine andere Band haben sie es geschafft einen eigenen musikalischen Kosmos zu erschaffen, ja sogar ein eigenes Genre zu kreieren, das sowohl klangliche Härte als auch ausgefeilte Poesie auf einzigartige Weise vereint. Passenderweise im Jahr der Ratte, gemäß Chinesischem Horoskop dem Symbol für Einfallsreichtum und Vielseitigkeit, ruht sich die Band nicht auf dem nunmehr vier Dekaden umfassenden Werk aus, sondern agiert zukunftsgewandt und erforscht weiterhin neugierig und mit grenzenloser Spielfreude alles, was das Klang-Universum hergibt. In den einzigartigen Klang- und Textlandschaften der 1980 in Berlin gegründeten Gruppe offenbart sich so jene Zeitlosigkeit, die sich Blixa Bargeld, N.U. Unruh, Alexander Hacke, Jochen Arbeit und Rudi Moser stets erhalten haben: Durch ihre experimentellen Herangehensweisen ans Songwriting, die in vier Jahrzehnten entwickelten Instrumente und das kollektive Arbeiten klingt die Band in ihrer eigenen Zeitrechnung auffallend gegenwärtig. Ja, die Einstürzenden Neubauten scheinen mit ihrer einzigartigen Musik stets äußerst präzise im jeweiligen Jetzt zu walten, ob im Industrial der Frühphase, den treibenden 90er-Jahren oder dem bedachten Spätwerk. Die Verse "Wir hatten tausend Ideen / Und alle waren gut" aus dem Albumtrack "Am Landwehrkanal" könnten durchaus eine Selbstbeschreibung der Band sein. So ist eine besondere Platte entstanden: Alles in allem das erste reguläre Studioalbum der Einstürzenden Neubauten seit 12 Jahren, zeigt eine unvergleichbare Band, die ihre eigene Kategorie bildet, ihr eigenes Genre stiftet. Neben der CD und LP wird es auch ein limitiertes Deluxe Boxset geben. Dieses beinhaltet neben der CD und LP eine CD mit Bild-Tonaufnahmen aus dem Studio, welche die Entwicklung sowie Fortschritte der einzelnen Stücke festhalten. Einige Stücke sind ungeschliffen, aber schon fast fertig und andere noch in der experimentellen Findungsphase. Eine kleine Dokumentation der Entstehung des Albums. Abgesehen davon beinhaltet die Box ein 164-seitiges Buch mit allen handschriftlichen Aufzeichnungen von Blixa Bargeld hinsichtlich der Entstehung der Liedtexte sowie Essays von einigen Supportern.

play_circle_outline

hanni el khatib

flight

Release 15.5.2020

Sein neues, fünftes Album gibt das bisher ausgeprägteste Bild von ihm als Künstler ab. Die Musik ist dicht und verwickelt, und trotzdem direkt und spontan. Es ist Garagenrock, es ist Hip Hop, es ist Soul, es ist Blues, es ist Psychedelia. Vor allem aber ist es ein brillantes Album. Eines, das den jugendlichen Spirit einfängt, mit dem Hanni El Khatib mit der Musik begonnen hat. Dazu veröffentlicht Hanni El Khatib auch einen neuen Song samt Video. "Alive" vereinigt einen narkotischen Groove und verletzten, aber euphorischen Gesang: "I can't believe I survived". Der Song ist nach "Stressy" und dem von Danial Pappas gedrehten Video der zweite Vorgeschmack auf das Album. "Flight" ist der Nachfolger von "Savage Times" von 2017 und enthält Kollaborationen mit einer ganzen Reihe von Künstlern wie Frank Leone ("Solid Gold" und "Crown"), einen Song mit dem Irgendwie-Disco-Duo De Lux aus LA ("Power Struggle"), zwei Songs mit dem mexikanisch-amerikanischen Singer-Songwriter Rudy De Anda ("Plastered Beach" und "Jealous Guy") und dem Duo Pinky Pinky aus LA, deren aufregendes Debütalbum "Turkey Dinner" Hanni koproduziert hat.

play_circle_outline

Perfume Genius

set my heart on fire, immediate

Release 15.5.2020

Wie schon beim Vorgänger "No Shape" (2017) arbeiteten er und sein langjähriger Partner Alan Wyffels auf dem 5ten Studioalbum wieder mit dem Grammy-nominierten Produzenten Blake Mills (Alabama Shakes) zusammen. Das Album wurde in Los Angeles aufgenommen, wo Hadreas, der in Seattle aufgewachsen ist, seit 2017 lebt und featured Musiker wie Jim Keltner, Pino Palladino und Matt Chamberlin. Wie schon zuvor behandelt Hadreas darauf Konzepte der Maskulinität, traditionelle Geschlechterrollen, Liebe, Sex, Körperlichkeit und mischt eine große Palette an Einflüssen amerikanischer Pop-Kultur von Cyndi Lauper über Elvis in seinen ganz eigenen Pop-Kanon.

play_circle_outline

Mark lanegan

straight songs of sorrow

Release 8.5.2020

Neues Album, diesmal u.a. mit Afghan Whigs-Frontmann Greg Dulli, Warren Ellis von den Bad Seeds, Led Zeppelins John Paul Jones und der Singer/Songwriter Ed Harcourt als Gäste

play_circle_outline

pierre omer & nightcruisers)

time flies

Release 8.5.2020

Mit seinem neuen Album «Time Flies» (Mai 2020) knüpft der Genfer Pierre Omer an seine Folk Rock-Wurzeln an. Neu ist, dass er dabei von einem ganzen Orchester begleitet wird, dessen Instrumentierung und Arrangements wunderbar filmhafte Bilder schaffen. Spuren von Spaghetti-Western-Gitarren finden genauso ihren Platz wie feine Streicherwindungen und Pedal Steels. Die Songs erinnern unteranderem an Talk Talk der «Spirit of Eden»-Ära, die Tindersticks oder den Crooner Richard Hawley. Die mit Omers dunkler Stimme gesungenen englischen Texte werfen einen poetischen, manchmal nostalgischen und oft ironischen Blick auf das moderne Leben.

play_circle_outline

fake names

fake names

Release 8.5.2020

Neue transkontinentale Allstarband bestehend aus Refused/International Noise Conspiracy-Frontmann Dennis Lyxzén, Brian Baker (Minor Threat, Dag Nasty, Bad Religion), Mike Hampton (S.O.A., Embrace, One Last Wish) und Johnny Temple (Soulside, Girls Against Boys), also quasi eine Washington DC/Dischord-Allstarband plus den unvermeidlichen Schweden. Letzerer zappelt wie zu erwarten als Sänger herum, während die drei älteren Herren für den entsprechenden DC-Nostalgie-Trip sorgen, musikalisch bewegt man sich ganz klar in 80er-Dischord Fahrwasser, was die drei natürlich entsprechend hervorragend beherrschen. Am ehesten erinnert´s an die erste Dag Nasty, dazu etwas Powerpop-Feel wie spätere Gray Matter, dazu die unverwechselbaren Vocals von Lyxzén, fertig sind 10 Songs/28 Minuten die einigen Szenequittern die Tränen in die Augen treiben werden. Sehr unerwartetes Projekt, aber für Fans genannter Bands sicher keine Enttäuschung.

play_circle_outline

ghostpoet

i grow tired but dare not fall asleep

Release 1.5.2020

Das neue Album wurde von Ghostpoet eigenständig arrangiert, produziert und geschrieben. Die vielfältige Mischung an Sounds und Styles, zusamengehalten von seinen spoken-word-artigen Vocals und ergänzt von Gastmusikerinnen wie z.B Art School Girlfriend, Delilah Holiday, SaraSara und Katie Dove runden das ganze Album ab

play_circle_outline

damien jurado

what's new tomboy

Release 1.5.2020

Das neue Album ist die bis dato stärkste Musiksammlung des US-amerikanischen Singer & Songwriters. Zehn selbstproduzierte Songs, die die einladende Wärme eines einsamen Veranda-Lichts perfekt einfangen, das inmitten der verwirrenden Dunkelheit schimmert. In seiner 25-jährigen Karriere bewegte sich Damien Jurado rastlos zwischen Fiktion und Realität, er verschwand in körperlosen Traumlandschaften und kehrte zurück auf irdischen Boden, nur um festzustellen, dass er kein Stück weiser ist. Auch das neue Werk klingt immer auch ein Stück nach rastloser Suche, strömt aber auch eine beruhigende Wärme aus, die wie ein einsames Veranda-Licht Orientierung in der irreführenden Dunkelheit bietet. Songs wie "Sandra", "Ochoa" und "Alice Hyatt" zählen zweifelsohne zu Highlights seines bisherigen Schaffens.

play_circle_outline

car seat headrest

making a door less open

Release 1.5.2020

Das neue Album liefert die ersten neuen Songs seit dem 2016er Album "Teens Of Denial". Die Tracks entstanden in den letzten vier Jahren als fruchtbare Kollaboration zwischen Car Seat Headrest und 1 Trait Danger, einem elektronischen CSH-Nebenprojekt, bestehend aus dem CSH-Drummer Andrew Katz und Toledos Alter Ego Trait. So wurde das Album letztlich doppelt aufgenommen: Einmal live in voller Bandbesetzung mit Gitarren, Drums und Bass und einmal in einer MIDI-Version, nur mit synthetisch erzeugten Sounds. Durch den Mix wurden die beiden Ansätze dann miteinander verflochten und um zusätzliche Aufnahmen ergänzt. Nachdem Will Toledo zu Beginn seines Schaffens als Car Seat Headrest bis zum Signing bei Matador Records in 2015 je nach Zählweise (hier streiten sich die Geister) zwischen acht und 12 Alben veröffentlichte, fühlen sich nun die vier Jahre Pause seit "Teens of Denial" wie ein ganzes Leben für den in Seattle lebenden Musikaholic. Doch das zur Band angewachsene Projekt um Mastermind Toledo war keinesfalls untätig, sondern erfand sich und ihre Weise Musik zu machen kurzerhand neu.

play_circle_outline

company of men

sounds of the century

Release 17.4.2020

Ihre Mitglieder spielten bei so illustren Kapellen wie Favez, Chewy, Rosqo oder Yellow Teeth, die allesamt zur Speerspitze der (West-)Schweizer Rockszene zählen. Auf ihrem vor vier Jahren erschienen Debut-Album I Prefer The Company Of Men widmeten sich die Kollegen den sanfteren Seiten des Rock und intimem Folk. Raffiniert und unvergänglich. Die neue SingleSummer Only Lasts A Dayführt den eingeschlagenen Weg fort und ist ein unverschämt feines Stück Gitarrenpop für Erwachsene. Eine kurze Philosophielektion über Leben, Liebe und Ewigkeit. Eingehüllt in mehrstimmigen Gesang, subtil eingesetzte Surfgitarren und eine Melodie, die nur schwer wieder loszukriegen ist. Das Video stammt vom Lausanner Fotografen Mathieu Bernard-Reymond und die simple Visualisierung entfaltet zusammen mit der Musik einen erstaunlichen Sog. Das dazugehörige Album Sounds Of The Century erscheint am 17. April.

play_circle_outline

joe volk & naiare

primitive energetics

Release 24.4.2020

Die Zeit scheint des öfteren still zu stehen auf diesem formidablen Album, das der in Bern lebende Brite und Ex-Sänger von Crippled Black Phoenix mit seiner derzeitigen Band Naiare aufgenommen hat. Geprägt vom oft staubtrockenen Zusammenspiel von hall-loser Gitarre und rührenden Basslinien und grandiosem Stop & Go-Schlagzeug bewegen sich Volk & Co durch ein von angezerrt gezupften Gitarren bestimmtes Terrain mit grau-schwarzen Schattierungen, das Slowcore und Postrock tangiert und seine Magie aus der exquisiten Ausgewogenheit schroff-spröder, sich herrlich auch um sich selbst drehender Gitarren-/Basslinien, subtil integrierter Indietronica und Volk´s versöhnlich-melancholisch-gefühlvollem Gesang zieht. Ein feingewobenes Art-Rock-Meisterwerk von gefühlvoller, dunkler Tiefe, das in den Bann zieht und nicht mehr loslassen will und immer wieder mit kurzen energetischen Ausbrüchen überrascht.

play_circle_outline

brendan benson (raconteurs)

dear life

Release 24.4.2020

Das siebte Alternative Rock Album von The Raconteurs Mitglied Brendan Benson. Uneingeschränkt außer durch seine eigene Vorstellungskraft, tritt Brenson nach sieben Jahren auf seinem neuen Album weniger mit Genre Track auf sondern eher durch Musik, die von seinem Instink geschaffen und geleitet wurden. Er verschmilzt Jangle und Crunch, Hook und Riff, Pomp und Subtilität zu etwas Eigenständigem und Eigenem. Die klangliche Motivation kam aus einer Reihe unerwarteter Quellen, von Hip-Hop-Ikonen wie Vince Staples und Kendrick Lamar bis hin zu den Top 40 Hits, die seine Kinder zu Hause spielten.

play_circle_outline

lucinda williams

good souls better angels

Release 24.4.2020

Das neue Album der Americana / Roots-Rock Sängerin verarbeitet unverfroren zwischenmenschliche, soziale und politischen Themen unserer Zeit. Während ihrer gefeierten inzwischen bereit vier Jahrzehnte andauernden, bahnbrechenden Karriere hat sich Lucinda Williams nie auf ihren Lorbeeren ausgeruht und präsentiert sich weiterhin als exzellente Songschreiberin. "Good Souls Better Angels" ist ein Beleg dafür das diese tolle Ausnahme-Künstlerin noch viel zu erzählen und zu bieten hat.

play_circle_outline

other lives

for their love

Release 24.4.2020

Das neue Album trägt die intime, direkte Stimmung der Albumaufnahmen ungefiltert an den Hörer heran, vermittelt damit eine gewisse Rohheit und gleichzeitig eine tiefgreifende Melancholie. Dabei klingen die Stücke wuchtig und dicht wie noch nie - eine orchestrale Instrumentierung, mitreißende Spannungsbögen und die Choral-artigen Backing Vocals von Kim Tabish & Josh Onstott ziehen den Hörer mitten hinein in das cineastische Geschehen.

play_circle_outline

Elder

omens

Auf "Omens" werden zum ersten Mal Neugitarrist Michael Risberg und Schlagzeuger Georg Edert zu hören sein. Ihr fünftes Album solle, so die Band, Aufbau und Niedergang einer Zivilisation darstellen, es fänden sich aber auch viele Verweise zum aktuellen Zeitgeschehen in einer Gesellschaft, der Profit wichtiger sei als das Leben des Einzelnen oder die Umwelt.'Omens' ist ihr bisher vollkommenstes Werk: eine Zusammenstellung von Songs, die die ganze Bandbreite ihrer kollektiven Einflüsse abbilden. Das Ziel, ein modernes Progressive-Rock-Album zu machen, aber sich auch Zeit zum jammen und schweben zu nehmen, wurde zu 100% erreicht!

play_circle_outline

sparta

trust the river

Release 10.4.2020

Nach 14 Jahren kommen Sparta, die Band um At The Drive-In Mitgründer Jim Ward mit einem neuen Album zurück. Die Entwicklung war 2017 schon absehbar (die damals geleakten Singles "Cat Screen" und "Graveyard Luck" finden sich auch hier auf dem Album), und "Trust the river" wird alte wie neue Fans versöhnen. Zwischen den Trademark-Post-Hardcore Songs der Band, die gerne auch mal an Queens Of The Stone Age erinnern, gesellen sich ruhige, atmosphärische Popnummern, die teilsweise ein wenig den Geist des "Boss" himself einatmen, und selbst das steht der Band ungemein gut. Das Album ist abwechslungsreicher und filigraner als die Singles damals vermuten ließen, und auch wenn Sparta immer etwas "herkömmlicher" daherkamen als ihre Überväter ATDI, zeigt sich Jim Ward hier als talentierter Songwriter, der nicht nur die Nostalgie-Karte spielt, sondern offen für neue Einflüsse bleibt, und Sparta würdevoll ins Jahr 2020 manövriert.

play_circle_outline

strokes

the new abnormal

Release 10.4.2020

Das erste neue Album der New Yorker Band seit 7 Jahren produzierte der große Rick Rubin. Ungewöhnlich die Dominanz der schwer nach 70ern klingenden Analog-Synths bei der sich dennoch spannend entwickelnden Single "At the door", die den Titel des 6ten Albums auf eigenartige Weise hevorragend wiedergibt, auch Gitarren beinhaltet und bei allem Space-Charakter ein bisschen zu Tränen anrührt. Klassisch dagegen klingt"Bad decisions", das mit klassischen Strokes-Vignetten aufwartet.

play_circle_outline

emilie zoe & christian garcia-gaucher

pigeons - soundtrack for the birds on the treetops watching the movie of our lives

Release 3.4.2020

Emilie hatte sich auf Einladung des in La Chaux-de-Fonds beheimateten Festivals mit Christian Garcia-Gaucher, dem Produzenten ihres jüngsten Albums «The Very Start», zusammengetan. In wenigen Tagen schrieb das eingespielte Duo einen ausgereiften Lo-Fi-Soundtrack zu Roy Anderssons «A Pigeon Sat on a Branch Reflecting on Existence»; ein Film, der das Duo durch seine abgenutzten Farben und die kontemplative Atmosphäre hypnotisierte.Im Windschatten der gefeierten, vorerst einzigen Aufführung am Festival versammelten sich die beiden in den Studiokammern von Louis Jucker, ebenfalls Produzent und zentrales Element des Hummus-Records-Dunstkreises, und spielten die elf Tracks direkt auf rostige Second-Hand-Tapes ein. Im Frühjahr 2020 nehmen die beiden das Schmuckstück von Roy Andersson mit auf Tour und tragen, ergänzt durch Schlagzeuger Nicolas Pittet, den fein ausgearbeiteten Lo-Fi-Pop des Soundtrack-Albums «Pigeons» live zum Film in den Cameo-Kinosaal.

play_circle_outline

dream syndicate

the universe inside

Release 10.4.2020

Als gut geölte Psych-Rock-Groove-Bandmaschine ziehen die alten Herren mit dem 20-minütigen "The regulator" gleich zu Albumanfang ein irres Szenario auf. Eine von einem synkopierten Bass zusätzlich angespitzte Exotica-Groovemaschine geht ab wie der Teufel, dazu setzt Steve Wynn mit Jason Victor psychedelische Gitarrenakzente und haucht verfremdete Botschaften von der anderen Seite durchs Mikrophon, während Saxofon und Bläser immer wieder einfallen und die Zeit zum Stillstand bringen, Auch die anderen, gemeinsam geschriebenen und in Jams entwickelten 4 Songs zwischen 7 und 11 Minuten Spielzeit zeigen die einstigen Protagonisten des Paisley Undergroundrocks, die seit 2012 wieder aktiv sind, als extrem spielfreudige und kreative Band, die klaren Visionen folgen und hier einer Art avantgardistischem Southern-Rock frönen, der sich meist psychedelisch-progressiv gebärdet und sich dabei auch bei elektrischem Jazz bedient, aber auch ziemlich direkt mit einem harschen Basslauf als Basis ins Blut schießen kann wie "Dusting off the Rust". Tightes Spätwerk einer wie ein guter Wein reifenden Band.

play_circle_outline

everything is recorded (richard russell)

friday forever

Release 3.4.2020

Zweites Album des kollaborativen Studioprojekts von XL Recordings Label-Chef Richard Russell. Das auf dem Debutalbum begonnenen Konzept, lose Jam-Sessions von MusikerInnen verschiedenster Couleur in seinem offen stehenden Copper House-Studio aufzunehmen und die entstandenen Songs zu perfektionieren, funktioniert auch mit im Vgl. zum Debutalbum unbekannteren Künstlern, die zum Teil hier ihre ersten Schritte in die Musikwelt wagen. Das Album folgt inhaltlich einem Konzept, die Crew nimmt eine klassische freitägliche Party-Nacht ab 21:46 Uhr aus vielen Perspektiven unter die Lupe - bis hin zu den ernüchternden Reflexionen um 11:59 Uhr am Morgen danach. Stilistisch sehr umfangreich und divers umgesetzt mit v.a. den innovativen Mitteln britischer Underground-Electronica, bouncenden Tracks mit Rap- und Soul-Vocals, folkigen Songs mit beseeltem Gesang und Indietronica-Ornamenten, elektronisiertem Dub-Reggae, neoklassischer Avantgarde-Electronica bis hin zu futuristischem Electronic-Soul. Zur Party-Posse gehören die britischen Rapper Aitch, FLOHIO und Berwyn, die irischen Songwriter Maria Somerville und Kean Kavanagh, die eindringlichen Stimmen von A.K. Paul, James Massiah, sowie der schon vom Debütalbum bekannte Infinite Cole. Und auch etablierte Namen dürfen nicht fehlen: Ghostface Killah, Rap-Gott des Wu-Tang Clans, und Penny Rimbaud, Anarcho Punk Legende von Crass, fanden den Weg ins Copper House.

play_circle_outline

FRED & ROSE (FRED RASPAIL & ROSARIO BAEZA)

estado alpha

Release 3.4.2020

Fred & Rose, Fred Raspail und Rosario Baeza, trafen sich 2018 in Buenos Aires. Das französisch-schweizerisch-argentinische Duo hat ihre beeindruckend kurze Existenz 2019 mit einer bedeutend langen Tournee von 60 Shows in Europa und Südamerika begonnen. Und dann – zwischen zwei Konzerten – liessen sie für kurze Zeit die Mikrophone stehen und liegen, um ein spontanes, internationales Album voller Blues abzuliefern, das ebenso Garage wie exotisch ist! Ein stilvolles und raues Album, das mit viel Temperament gemacht wurde...

play_circle_outline

tetema (mike patton & anthony pateras)

necroscape

Relwase 3.4.2020

Zweites Album des modernistischen Electro-Akustik-Rock-Projekts des Faith No More-Sängers, Ipecac-Labelchefs und umtriebigen Musikers gemeinsam mit Anthony Pateras, an der Geige Erkki Veltheim und Schlagzeuger Will Guthrie.

play_circle_outline

yves tumor

heaven to a turtured mind

Release 3.4.2020

Auch als Ltd.-Silver Vinyl-Edition erhältlich (CHF 36.90)

Mit einem Spannungsbogen, der sich unvoreingenommen zwischen Psych-Rock und modernem Pop bewegt, dienen Vergleiche nur als Einschränkung, um das zu definieren, was nicht sein kann. Yves Tumor verbindet Zurückhaltung und Chaos. Er verwässert die Realität, gibt dem Abstrakten einen Sinn und lässt zu, dass Dissonanzen als Harmonie gesehen und gehört werden. "Heaven To A Tortured Mind" ist sein viertes Album und co-produziert von Justin Raisen (Sky Ferreira, Ariel Pink, Charli XCX). Es folgt dem vielgelobten Warp-Release "Safe In The Hands Of Love" (2018), das von Kritikern als eines der besten Alben seines Jahrgangs gewertet wird. Mit "Heaven To A Tortured Mind" lenkt Yves Tumor das Projekt in ganz neues Terrain, indem er Widersprüche durchbohrt, Ausdruck durch Songs neu definiert und sich in die nächste Phase von Illusion und Evolutio

play_circle_outline

thundercat

it is what it is – CD / Red-Vinyl 2LP inkl. MP3 DL-Code

Release 3.4.2020

Neues Album das von Flying Lotus und Thundercat produziert wurde, enthält erneut eine Riege an Gastbeiträgen, bei denen einem die Spuck wegbleibt: Superstars ihrer jeweiligen Zunft, darunter Ty Dolla $ign, Childish Gambino, Lil B, Kamasi Washington, Steve Lacy, Steve Arrington (Slave), BADBADNOTGOOD, Louis Cole, Mono/Poly oder Zack Fox sind auf dem Album vertreten. "It Is What It Is" folgt auf den Durchbruch mit seinem dritten Album "Drunk", das 2017 erschien. Diese Platte vollendete den Wandel vom virtuosen Bassisten zum Star und festigte seinen Ruf als einzigartige Stimme, die das Genre überragt. Thundercat ist ein wichtiger Eckpfeiler des Brainfeeder-Labels: er veröffentlichte "The Golden Age of Apocalypse" (2011), "Apocalypse" (2013), gefolgt von der EP "The Beyond/ Where The Giants Roam" mit dem modernen Klassiker "Them Changes". Später war er im kreativen Epizentrum des einflussreichsten Hip-Hop-Albums des 21. Jahrhunderts, Kendrick Lamars "To Pimp A Butterfly", wo er einen Grammy für seine Zusammenarbeit an dem Track "These Walls" gewann, bevor er 2017 sein drittes Album "Drunk" veröffentlichte und somit den endgültigen Durchbruch schaffte. Im Jahr 2018 komponierten Thundercat und Flying Lotus die Originalmusik für eine Episode der mit dem Golden Globe und Emmy Award ausgezeichneten TV-Serie "Atlanta" (kreiert und geschrieben von Donald Glover aka Childish Gambino).

play_circle_outline

pearl jam

gigaton

Release 27.3.2020

Aus dem Rock-Olymp gesendete Zeichen von Rock-Zeitlosigkeit. Grunge liegt weit zurück und PJ sind dem Genre sowieso entwachsen. "Dance of the Clairvoyants" baut auf einem tollen Bassroller-Mantra von Jeff Ament auf und entwickelt sich auf einer halbmotorischen Schlagzeugfigur mit toller Gitarren-Zwiesprache und leicht an David Byrne erinnernder Gesangslinie des zeitlosen Eddie Vedder immer weiter. Wilder und ungestümer kommt das rock´n rollig nach vorne gehende "Superblood Wolfmoon", bei dem Vedder mehr seiner unwiderstehlichen Stimmspannung zeigt. Gitarrist Mike McCready bezeichnet das 11te Album als "Emotional dunkel und manchmal verwirrrend, aber auch aufregend, wie eine Roadmap zur musikalischen Erlösung." Produziert von Josh Evans und Pearl Jam, aufgenommen in Svalbard, Norwegen. Das Covermotiv "Ice Waterwall"ist von Paul Nicklen.

play_circle_outline

Me And That Man

new man new songs same shit

Release 27.3.2020

Drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres düster nuancierten Debüts kehrt Nergals Dark-Folk und Blues Projekt, mit dem zweiten Album zurück. Der pulsierende Nachfolger New Man, New Songs, Same Shit: Vol. 1 erscheint am 27. März 2020 via Napalm Records. Mit finster-makabren Texten und einer ungeschliffenen Reminiszenz an pechschwarz angehauchten Blues, Folk und Outlaw Country, verfeinert mit Americana-inspirierten Hymnen, hat sich das mystische Kollektiv selbst übertroffen. Das fesselnde Album öffnet ein gänzlich neues Spektrum dunkler Desert-Vibes und lädt Ikonen wie Corey Taylor (Slipknot), Brent Hinds (Mastodon), Matt Heafy (Trivium), Niklas Kvarforth (Shining, SE) und Sivert Høyem (Madrugada) ein, den Pakt mit dem Teufel persönlich zu besiegeln. Die erste Single "Run With The Devil", getragen von Jørgen Munkebys (Shining, NO) unverwechselbaren Gesangs- und Saxophon Parts, jagt mit zerschmetternder Leichtigkeit die Schatten der Nacht und zelebriert den modernen Blues-Rock. Die raue Stimmfarbe von Mat McNerney (Grave Pleasures) unterstreicht elegant das dystopische Arrangement von "Burning Churches", während der melancholisch tragende Charakter von "Surrender" durch Anders Landelius (Dead Soul) prägnante Stimme betont wird. Mit New Man, New Songs, Same Shit: Vol. 1 präsentiert Nergal das kraftvolle Antonym zu den schweren Klängen von Behemoth. Die Reinkarnation des Bösen klang noch nie so gut!

play_circle_outline

stiller has

pfadfinder

Release 6.3.2020

Wenn die Krähen aufs Auto scheissen und die Liebe sich gen Süden verzogen hat, wenn die Pfadfinder bereits im Vorgarten stehen und die schönen Momente nur noch Sekundenbruchteile dauern, dann wird es Zeit, dass der Hase wieder Haken schlägt. Die Welt wird komplexer und unverständlicher. Absurder und bedrohlicher. Das einzige was uns als Hoffnung bleibt, ist der Mann, der der Welt seine überlebensgrosse Poesie entgegenhält. Auf dass wir lachen können, wo eigentlich alles nur noch zum Weinen wäre. Endo Anaconda lässt uns nicht hängen. Wenn der leere Akku des Handys unsere Selbstinszenierungen unterbricht, dann bleibt uns nur noch unser Leben und das Sterben. Endo altert auf «Pfadfinder», dem 12. Studioalbum von Stiller Has, mit philosophischer Grösse und umgibt sich mit einem neuen musikalischen Gewand, auf dass ihn auch jene endlich hören mögen, die bislang seinen weisen Worten noch nicht lauschten. In finsteren wie guten Zeiten braucht es einen wie ihn, um uns durch die existenzialistischen Sümpfe der Gegenwart zu lotsen. Und wenn er am Ende «füdliblutt» auf dem Dach Trompete spielt und dazu lapidar meint: «Es chönnti Kunscht si u nid nume Krach», wissen wir definitiv, dass der Hase das Hoppeln noch nicht verlernt hat.

play_circle_outline

acht eimer hühnerherzen

album

Release 27.3.2020

Eine spanische Konzertgitarre mit "Dreiviertelmensur", ein winziger Akustik-Bass mit Nylonsaiten, ein minimalistisches Drumkit, 2 Verzerrerpedale und 3 Stimmen - grossartig verändert haben die Acht Eimer Hühnerherzen den Nylon-Punk Stil ihres Debutalbums nicht - eher variiert und konkretisiert und weiterentwickelt, wie man sich eben so weiterentwickeln kann, wenn man eigentlich zu gestört und dysfunktional für die Gesetze von Popmusik und zweiter Platte ist. Die Regeln von Punk, Folk und Songwritertum werden weiterhin eiskalt ignoriert und alles bleibt handgemacht ohne Tricks und Effekte, aber Spiralgalaxien-entfernt von "Unplugged"-Patina und -Pathos, diesmal sogar noch schneller und Punk-affiner getaktet. Denn die Welt und ihre Probleme drehen sich inzwischen ja auch immer schlimmer schneller und man muss ja mit der Zeit gehen. Und "wer pennt, kommt in Zement!

keyboard_arrow_left
keyboard_arrow_right

a.a. williams

forever blue

add

haiyti

sui sui – Vinyl-Release

add

dream wife

so when you gonna...

add

Paul Weller

on sunset

add

sparks

a steady drip, drip, drip

add

robot koch (jahcoozi)

the next billion years

add

real mckenzies

beer and loathing

add

khruangbin

mordechai

add

coriky (fugazi)

coriky

add

long distance calling

how do we want to live

add

nadine shah

kitchen sink

add

gordi

our two skins

add
Mehr

GORDI

unready

Aus dem aktuellen Album "our two skins"

alain johannes (ex-eleven)

hum

add

Ellen Allien

auraa

add

jason molina

eight gates

add

courtney marie andrews

old flowers

add

yaeyi

what we drew – Vinyl-Release

add

lonely robot

feelings are good

add

l.a. salami

cause of doubt & a reason to have faith

add

kaiser franz josef

III

add

bing & ruth

species

add

beths

jump rope gazers

add

flaming lips

american head

add

omar rodriguez-lopez (mars volta)

the clouds hill tapes pts. I,II,III – Vinyl-Release 3LP

add
Mehr