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better oblivion community center (conor oberst & phoebe bridgers)

better oblivion community center

Release 22.2.2019

Phoebe Bridgers und Conor Oberst hielten ihre Pläne, eine gemeinsame neue Band mit dem Namen BOCC (Better Oblivion Community Center) ins Leben zu rufen, monatelang geheim während sie im Sommer und Herbst 2018 in Los Angeles schrieben und aufnahmen. Am Ende des Jahres kursierten die ersten Gerüchte und eine mysteriöse Telefonnummer erschien auf Social Media Plattformen. Fans beider Künstler erhielten rätselhafte Broschüren per Post, und eine Bushaltestelle in ihrer Heimatstadt L.A. warb plötzlich für das Better Oblivion Community Center. Koproduziert von Bridgers, Oberst und dem langjährigen Oberst/Bright Eyes Mitarbeiter Andy LeMaster, featured ,Better Oblivion Community Center" die Arbeit mehrerer talentierter Freunde: Gitarrist Nick Zinner von den Yeah Yeah Yeah Yeahs spielt auf zwei Tracks (erste Single ,Dylan Thomas" und ,Dominoes"), während Carla Azar (Autolux, Jack White) auf der Hälfte des Albums Schlagzeug spielt. Die andere Hälfte bespielt mit Wylie Gelber und Griffin Goldsmith die Rhythmusgruppe der Dawes. Americana Singer/Songwriter Christian Lee Hutson steuert Gitarre und Anna Butterss den Bass bei.

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drenge

strange creatures

Release 22.2.2019

Drittes Album, von der britischen Brüderband Rory und Eoin Loveless als nächtliche Scheibe bezeichnet: "A psycholgical horror movie on wax". Mit seinen wabendernden Noise-Sounds auf dem Rücken des blues-infiltrierten, von tollen Drums angetriggerten macht der Vorabtrack "This Dance" genauso Appetit wie das irgendwo zwischen Strokes und alten Maximo Park nach vorne powernde "Autonomy".

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young gods

data mirage tangram

Release 22.2.2019

"Data Mirage Tangram" kam in einem Keller inmitten von Menschen zur Welt. Franz Treichler (Gesang, Gitarre, Electronics), Cesare Pizzi (Sampling, Electronics) und Bernard Trontin (Schlagzeug, Perkussion) wurden vom Cully Jazz Festival eingeladen, auf der Bühne des THBBC Weinkellers ein offenes Labor aufzubauen - für die Dauer des ganzen Festivals. "Das war der Moment, an dem die neuen Songs erstmals in Erscheinung traten", sagt Treichler. "Wir wussten nicht, wohin es gehen würde. Bernard brachte einen alten Sampler, den er über seinem Schlagzeug installierte, Cesare einen Laptop, ich eine Gitarre, einen Bass, einen Laptop, alles, was ich zur Hand hatte. Das Publikum kam und ging. Wir fühlten uns nicht verpflichtet, ein fertiges Produkt präsentieren zu müssen. Es war äußerst stimulierend." Am Ende dieser Residenz existierten die sieben Tracks des Albums bereits in den Körpern und den Köpfen des Trios. Ihre Kanten mussten noch in Form gebracht werden, die Strukturen verfeinert. Die Band baute die Songs in ihr Live-Repertoire ein, und danach nahmen sich die Young Gods drei Jahre Zeit, um ihnen die finale Struktur zu geben. Dies geschah in Franz Treichlers Studio, gemischt wurden sie schließlich am Pult des englischen Produzenten Alan Moulder (Nine Inch Nails, Editors, Foals). "Zum ersten Mal überhaupt machten wir ein Album, das gänzlich in Kollektivarbeit entstand", sagt der Genfer Pionier erfreut.

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julia jacklin

crushing

Release 22.2.2019

Wow, mit dem 2ten Album greift Julia in Manier einer Cat Power nach den Sternen. Hochemotionale Songs, entstanden aus purer Gefühlsintensität, was in jeder Faser des Albums spürbar ist. Der eigene und der Körper überhaupt stehen im Mittelpunkt des Storytellings der Australierin. Julia´s Stimme ist Gold, ihr Ausdruck reisst mit, man höre nur das umwerfende "Body" oder das ruhig-eindringliche "Convention". Ummalt wird ihr immens mitreissender, erzählerischer Gesang von oftmals ganz minimaler akustischer Gitarrenbegleitung oder Klavier, mit oder ohne zusätzliche Band. Aber auch herrlich geschrammelte Gitarren-Songs ("Pressure to Party" und "Head Alone") finden sich hier, in denen die Verzerrungen des Americana-Rock´n Roll nach ihrer Seele greifen. Grandios weiß sie auch die ruhigere und aufgewühlte Seite ihres enorm unter die Haut gehenden Songwritings wie bei "Don´t know how to keep loving you" zu vereinen. Ein elektrisierendes kleines Meisterwerk für Fans von Julien Baker, Angel Olsen und Courtney Barnett.

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fontaines d.c.

dogrel

Release 12.4.2019

Vor einer guten halben Dekade hat eine Formation namens Girl Band den Weg für eine neue Generation Dubliner Postpunk-Acts geebnet zu denen nun auch das Quintett Fontaines DC gehört. Zwischenzeitlich scheint eine Welle die westliche Hemisphäre erschüttert zu haben und Bands wie die Idles, Sleaford Mods, Viagra Boys und Shame zogen aus den gleichen Einflüssen und Tugenden ihre Lehren. Was sie alle vereint, ist, dass sie einen vertrauten und doch so neuen Sound kreierten, die Working Class auf einen Thron hoben und damit genau den Punkt der Zeit getroffen haben. Nölig und zynisch, aussagekräftig und authentisch setzen die fünf Iren, diese Tradition fort. Musikalisch sind sie näher an Manchester als alle anderen - Sänger Grian Chatten hat einen Gusto irgendwo zwischen Mark E. Smith und Ian Curtis. Ihr Sound ist unterkühlt, birgt dennoch eine Wärme die einen sofort umschließt (Hört euch "Liberty Belle" an und ihr wisst was ich meine), vereint schrammelige Gitarren, monotone Basslines, treibendes Drumming und ist verdammt reich an Einflüssen. Neben den schon Genannten, scheinen die Stooges ebenso durch wie die Vaccines, die Strokes wie die Pogues. Kaum eine andere Band erregt gerade so viel Aufmerksamkeit - zu Recht!

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half japanese

invincible

Mit zurecht großem Selbstbewusstsein eingespieltes neues Album, auf dem die Band um den auch hier wieder mit einzigartigen lyrischen peormance aufwartenden Jad Fair ihren legendären Ruf als Outsider-Kombo unterstreicht, die auch schon Kurt Cobain inspirierte. Sound und Instrumentierung sind etwas breiter angelegt als zuletzt schwirren sie entlang Art-Punk mit Neues Album!

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modeselektor

who else

Release 22.2.2019

Keine Kickdrum klingt wie eine andere auf diesem Album, keine Snare wiederholt sich in einem anderen Track. Jede Hi-Hat ist maßgeschneidert, kein Synthesizer taucht irgendwo noch mal genau so auf. Das neue Album des Duos bietet eine Rundumbedienung, was mit Techno und Elektro so möglich ist, ohne die ausgetretenen Pfade weiter zu beschreiten. Der Sound von Berlin in seiner Ambivalenz bringt den Floor odentlich zum Scheppern und werkelt sehr auch gerne mal mit Verzerrungen und Knistern, versetzten Beats und genrefremden Andockern. Von "Wealth", einer Hip-Hop-Nummer mit der Londoner Grime-Künstlerin Flohio über den "WMF Love Song", einem Tribut an den ehemaligen Berliner Club, bei dessen gnadenlosen UK-Vibes man aber kaum wehmütig wird, bis zu den gedroppten Weisheiten des estnischen Rappers Tommy Cash über dem knusprigen Beat von "Who" und Otto von Schirachs Kreischen durch die industrielle Darkness von "I Am Your God". Modeselektor übernehmen den Rest – lassen es knacken, schweifen ab, drehen auf, raven, experimentieren oder haben einfach Spaß.

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durand jones & the indications

american love call

Release 1.3.2019

Schon das Debut liess mehr als aufhorchen, mit dem 2ten Album greifen sie nach den Sternen, die einst Curtis Mayfield und die Impressions zum Funkeln brachten. Ein Album, das Liebe und Wut über das gegenwärtige Amerika und die politische und gesellschaftliche Situaton mit den Mitteln von Soul und Funk in Einklang bringt. Mit seinen Streichersätzen und dem orchestralen Approach in Kombination zu Offbeat- und Wah Wah-Gitarre und einer leichten Psychedelic beeindruckt die Formation um die großartig am Mikro performenden Durand Jones und als Gegenpart dem ebenso tollen wohltuenden Falsettgesang von Drummer Aaron Frazer hier mit einer zeitlosen Soulscheibe der besonderen Art, die auch mit Elementen von Gospel, Blues, Bongorock, 60s-Orchesterpop und 60s-Folk spielt. Das Album geht tiefsinnig, verwegen und nachdenklich ein schwieriges Thema an, klingt zwar romatisierend, ist sich der Gefahr aber bewusst und setzt auf Versöhnung mit einem Sound, der eindrucksvoll die Brücke zwischen gestern und heute spannt.

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foxygen

seeing other people

Release 26.4.2019

Das neue, fünfte Album wurde zur Gänze von Foxygen bei Sonora Recorders in Los Feliz, Kalifornien, geschrieben und produziert und von Shawn Everett aufgenommen und gemischt. Foxygens ausgeprägte Fähigkeit, mit klassischen Pop- und Rocksounds zu experimentieren und diese zu erweitern, wird durch den legendären Drummer Jim Keltner (Elvis Presley, John Lennon, Rolling Stones, Bob Dylan, Joni Mitchell, Neil Young, Pink Floyd u.v.a.) ergänzt. ,Seeing Other People" sieht Foxygen von ihrer besten Seite, , chopping up pop culture and spinning it into a sticky, wicked web." Für diejenigen, die auf der Suche nach einer Beschreibung für den Stil des Albums sind, schlagen Foxygen ,Sad-Boy Plastic-Soul Adult-Contemporary Cartoon-Noir Music" vor. Kann man so stehen lassen. Treffend benannt nach dem Spruch, den man von ,Erwachsenen" des Öfteren hört - ,maybe we should see other people" - ist ,Seeing Other People" Foxygens bisher eindeutigstes ,Goodbye"-Album: ,Goodbye to the drugs, to the partying. Goodbye to my twenties now, Goodbye to my Saint Laurent-model-body. Goodbye to the touring circus _ that's right, no more shows or tours for a while. Goodbye, hopefully, to the anxiety attacks. Goodbye to beating myself up because I didn't fit into those leather pants anymore. Fuck it. Goodbye to the facilities. And goodbye the leeches in my life", sagt Sam France. Das Album ist gefüllt mit selbstreferentiellen Geschichten von Tourneen, Partys, vom Jungsein, vom in einer Band leben und sich von den ungeschminkten, dunkleren Aspekten zu verabschieden.

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karen o & danger mouse

lux prima

Release 15.3.2019

Lange war es still um Karen O, die Sängerin der New-Yorker Garage-Punk-Institution Yeah Yeah Yeahs. Vier Jahre ist es her, dass sie mit „Crush Songs“ ihr Solodebüt veröffentlichte, die letzte Platte ihrer Band erschien 2013. Doch 2018 scheint ihre Rückkehr zu markieren: Anfang des Jahres veröffentlichte sie die Single „Yo! My Saint“, mit Gastgesang von Michael Kiwanuka. Und nun hat sie eine neue Zusammenarbeit enthüllt: Am 15. März 2019 wird das gemeinsame Album "lux prima" mit Produzenten-Legende Brian Burton aka Danger Mouse erscheinen, der zuletzt das neueste Parquet-Courts-Album mit seinen Vintage-Sounds veredelte.

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nick waterhouse

nick waterhouse

Release 8.3.2019

Fans des Retro-Souls aufgepasst: Nick Waterhouse hat sein neues, selbstbetiteltes Album angekündigt. Die Platte erscheint am 8. März und ist der Nachfolger zum 2016 erschienenen „Never Twice“ und sein vierter Streich Mit „Song For Winners“ hat er soeben einen ersten grossartigen Vorgeschmack und gleichzeitig die Leadsingle veröffentlicht.

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beth gibbons (ex-portishead)

gorecki 3rd symphony of sorrowful songs – Ltd.-Edition CD/DVD

Release 29.3.2019

Die Sinfonie Nr. 3 (Sinfonie der Klagelieder) von Henryk Górecki, am 29.11.2014 gesungen von Beth Gibbons und gespielt vom Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks unter Leitung von Krzysztof Penderecki im The National Opera Grand Theatre in Warschau. Das Konzert war Teil eines Programmabends, an dem auch Jonny Greenwoods (Radiohead) 48 Responses To Polymorphia und die Weltpremiere von Bryce Dessners (The National) Réponse Lutoslawski gezeigt wurden. Nach einer Einladung zur Mitarbeit am Konzert unterzog sich Beth Gibbons einem intensiven Vorbereitungsprozess. Die größte Herausforderung war es, den Originaltext und das emotionale Gewicht, das er trägt, zu lernen, ohne die Muttersprache zu sprechen. Die ikonische Frontfrau von Portishead übertrifft die Erwartungen und klingt hier wie eine Sopranistin mit Opernerfahrung. Ihre Leistung in Zusammenarbeit mit dem Dirigent Penderecki wurde als triumphierend bezeichnet. Der Konzertfilm wurde vom National Audiovisual Institute, Polen, produziert und unter der Regie von Michal Merczynski gedreht.

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la dispute

panorama

Release 22.3.2019

Neues Album des innovativen Hardcore Fünfters, dabei soll es sich um das persönlichste Album der Band handeln! Im Mittelpunkt steht eine Reise von Dreyer und seine Lebensgefährtin in deren Heimat, die sie an Orten vorbei führt, wo Menschen auf die unterschiedlichste Art und Weise gestorben sind, und alle Geschichten sollen irgendwie mit Dreyer zusammenhängen. Klingt spannend und der Vorabtrack macht neugierig auf mehr!

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apparat

lp5

Release 22.3.2019

Das fünfte Album des seit fast zwei Jahrzehnten zu den prägenden Protagonisten der elektronischen Musik in Deutschland gehörenden Sascha Ring (auch Teil des Trios Moderat), der als Apparat wie kaum ein anderer die Verschränkung zwischen programmierten Klängen und analogen Instrumenten erkundet und variiert. Auf dem vorab veröffentlichten "Dawan" beweist er Qualitäten auf "Radiohead-Kid-A"-Niveau. Ein sich wunderschön entfaltendes erhabenes Stück exquisiter Melancho-Electronic mit fein ziselierten Beats und ineinander greifenden Synth-Teppichen und Bässen, das in seinen Details ganz fein gearbeitet ist. Im Vergleich zu den bisherigen Alben komplexer und minimalistischer, aber doch auch erhaben und zärtlich zugleich.

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cinematic orchestra

to believe

Release 15.3.2019

Das nach 12 (!) Jahren erscheinende neue Album stellt eine zeitlose Frage, die auch und gerade 2019 von zentraler Bedeutung ist: Was soll man glauben? Das Gründungsmitglied Jason Swinscoe und sein langjähriger Partner Dominic Smith haben Albumbeiträge von und mit alten und neuen Mitarbeitern gesammelt: Moses Sumney, Roots Manuva, Heidi Vogel, Gray Reverend (Sänger bei Bonobos "First Fires"), Dorian Concept und Tawiah (Mark Ronson, Kindness) sind dabei. Miguel Atwood-Ferguson (Flying Lotus, Anderson Paak, Thundercat, Hiatus Kaiyote) arrangierte die Streicher und der Fotograf und visuelle Künstler Brian „B +“ Cross arbeitete mit Swinscoe und Smith an dem Konzept des Albums.

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pete doherty & the puta madres

pete doherty & the puta madres

Release 26.4.2019

Flotter britischer Garage-Rock: Mit der Single „Who’s Been Having You Over“ präsentiert der Libertines-Sänger sein neues Projekt „Peter Doherty & The Puta Madres“ und kündigt zugleich ein Debütalbum an.
Nach einigen Andeutung Seitens Pete Doherty auf seinen Social Media-Kanälen, gab es nun den ersten Song des neuen Solo-Projektes des Libertines-Sängers zu hören. Mit der Band „The Puta Madres“ hat der Brite nicht nur einen ersten Vorgeschmack auf sein neues Solo-Projekt veröffentlicht, sondern auch gleich ein Debütalbum sowie eine 18 Monatige-Tour angekündigt.

Das selbstbetitelte Debüt steht bereits in den Startlöchern und erscheint am 26. April via Strap Originals/ Cargo Records. Aufgenommen wurde die Platte innerhalb eines Zeitraums von vier Tagen im letzten Sommer in einer Villa in Frankreich. Erste Einblicke in den Sound der Band bietet dabei die kurze, aufgeweckte Nummer „Who’s Been Having You Over“, die Dohertys Rückbesinnung auf seine Garage-Rock-Wurzeln andeutet.

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haubi songs

highlife

Release 1.3.2019

einer Schaffensphase in Berlin und Luzern zeigt Haubi Songs seine renovierte One-Man-Band. Mit charmanter Lethargie sprechsingt er sich durch angekaute Phrasen und sagt dabei mehr als viele Rapper. Die Songs auf seinem dritten Album Highlife sind Screenshots für Ausserirdische, die eines Tages hier landen werden und sich fragen, wie das alles passieren konnte.

Haubi Songs ist ein Experte im Beschreiben grosser Zusammenhänge. Oberstes Kredo dafür: die Reduktion. Was als Befreiungsschlag geggen die sich anhäufenden Songskizzen gedacht war, entwickelte sich zu einem kreativen Selbstläufer, der dem umtriebigen Musiker bis heute sein eigenes Experimentierfeld sichert.

Mit dem dritten Album transformiert sich "haubi songs" weiter und steht nun irgendwo zwischen Solokünstler und ganzer Liveband. Die Loopstation weicht einem Gitarristen / einer Gitarristin. Haubi Songs selbst setzt sich hinters Schlagzeut und arrangiert zeitgleich Synthies und Stimmeffekte zu einem abgründigen (Algo-)Rhythmenfest.

"Highlife" wandelt zwischen Popmusik und Lyrik, vermischt Mundart mit Englisch und Französisch und steht sinnbildlich für die tägliche Reizüberflutung im Abendland. Getextet wurde mehrheitlich in der Berliner U-Bahn, aufgnommen erneut in Eigenregie, in einem fensterlosen Luftschutzkeller in Luzern. Der westliche Wahnsinn wurde dort zur Inspiration. Digitalisierung, Selbstinszenierung, Wohlstand und Isolation werden besungen, bekämpft wird vor allem eines: die Angst vor dem Fremden.

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fat white family

serfs up

Release 19.4.2019

Das dritte Album ist die erste Veröffentlichung der Band bei Domino Records. Ursprünglich aus Süd-London verschlug es die beiden Kern-Mitglieder Lias and Nathan Saoudi 2016 nach Sheffield. Hier entstand im Herbst 2018 in Zusammenarbeit mit ihrem Mitverschwörer Saul Adamczewskidas das neue Album Serfs Up! Aufgenommen in ihrem eigenen Champzone Studio im Attercliffe District

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dream theater

distance over time – ltd.-edition im digipack

Release 22.2.2019

14. Studioalbum, für das die Band sich vornahm, zu ihren Wurzeln zurückzukehren, um einen organischeren Sound zu produzieren. Zum Schreiben und Aufnehmen zog man sich vier Monate lang in die abgelegenen Yonderbarn Studios in Monticello, New York zurück und arbeitete so zum ersten Mal von Anfang bis Ende gemeinsam am selben Ort an einem Album. Abseits dieser kleinen Neuerungen bleiben DT ihrer einzigartigen Kombination aus progressivem Metal und verspielter Präzision treu. Und obwohl das Album sich mit schwierigen Themen befasst, ist doch hörbar, wieviel Herz, Spaß und Leidenschaft in dieses Album gesteckt wurde.

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lambchop

this (is what i wanted to tell you)

Release 22.3.2019

Die Geschichte von Lambchop ist die der steten Veränderung und Weiterentwicklung. Was vor fast 30 Jahren im Keller von Kurt Wagner begann und von ihm selbst scherzhaft als “most fucked-up country band in Nashville” bezeichnet wurde, hat sich inzwischen nicht nur als eine der dienstältesten sondern auch innovativsten Bands der US amerikanischen Musikszene etabliert. Seit jeher verbinden Lambchop unterschiedlichste Genres wie Folk & Country mit Soul und Urban Electronica zu einem ganz eigenen, unnachahmlichen Sound. Kein Lambchop-Album klingt wie das andere, aber jedes klingt immer unverwechselbar nach Lambchop. Nach ihrem wegweisenden Album „Flotus“ (2016) hat die Band aus Nashville jetzt ein neues Album für den 22.03.2019 angekündigt. Für “This (is what i wanted to tell you)” arbeitete Kurt Wagner mit Matthew McCaughan (Bon Iver, Hiss Golden Messenger) zusammen, der ihn auch als Teil des Lambchop Live Ensembles im April auf Tour begleiten wird.

Die erste Single aus dem Album: “The December-ish you”, eine verblüffende Mischung aus bewährt emotionalen Slide-guitar und Pianoflächen alter Lambchop-Schule, effektiven PVC Pop Beats, Claps und Samples, über die Kurt Wagner die melancholischste “Friday Night Fever” Ballade der Dekade croont.

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frittenbude

rote sonne

Release 22.2.2019

Frittenbude sind eine Band, die mit ihrer lebenslustigen Rebellion seit nunmehr 13 Jahren gegen die Erkenntnis ankämpft, dass das Leben nicht immer schön ist und dennoch zelebriert gehört. Widersprüchlich und immer fragend, süchtig nach Leben und der Sucht an sich, einvernehmlich unzufrieden mit den herrschenden Zuständen und dennoch latent glücklich. Das neue Album gibt die angesprochenen Widersprüche der Band perfekt wider: Mal kryptisch, mal plakativ ziehen sich die Texte von Sänger Johannes durch das stimmige aber experimentierfreudige Soundbild von Martin und Jakob. Wut trifft auf Liebe, Sucht auf Klarheit und Aggression auf Lässigkeit. Denn zu wissen, dass man kämpfen muss, führt nicht automatisch zu Bitterkeit. Selten hat man dieses Lebensgefühl so deutlich gespürt wie auf diesem Album.

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dagobert

welt ohne zeit

Release 1.3.2019

Um die Liebe geht es dieses Mal nicht etwa auch, nein, sondern in jedem einzelnen Song. Denn Dagobert hat die vielfach unterschätzte oder auch häufig mit Naivität verwechselte Fähigkeit, den Kosmos zweier Menschen in ein paar wenigen Worten zu beschreiben. Und zwar so, dass es entweder emporhebt oder richtig wehtut. "Welt ohne Zeit" handelt von zehn Beziehungen, und dieses Mal, das unterscheidet sie von den Songs der ersten beiden Alben, sind es keine Sehnsuchtsgebilde; sie haben alle stattgefunden, Dagobert hat sie erlebt. Manche sind bittersüß, andere todtraurig, und wieder andere lakonisch. Für "Welt ohne Zeit" hat Dagobert sich komplett dem jungen Musiker und Produzenten Konrad Betcher anvertraut. Zusammen mit Dagoberts langjährigem Live-Gitarristen Max Zahl verschanzten sie sich in einem einsam gelegenen Haus an einem See irgendwo in Brandenburg und schliffen die musikalischen Einfälle von Dagobert zu etwas, das tatsächlich aus einer Welt ohne Zeit zu stammen scheint; ein Konzeptalbum, wie es das eben heute eigentlich längst nicht mehr gibt. "Welt ohne Zeit" klingt bei all dem immer noch so schwelgerisch schön, wie man es von Dagobert gewohnt ist. Es ist aber ein bisschen fassbarer als die beiden Alben davor, stimmig und selbstbewusst, mit Liedern, die sehr aufeinander bezogen sind und trotz gemeinsamer Grundidee unabhängig voneinander schweben. Das vielleicht beste daran: Dagobert klingt kein bisschen mehr so, als würde er sich schon bald wieder auf die Rückreise machen.

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chelsea deadbeat combo

no regrets

Release 15.2.2019

Die Chelsea Deadbeat Combo ist seit 2012 auf den Bühnen der besten Clubs unterwegs und hat sich in unzähligen Shows in die Herzen der Hardcore-Fans von der Schweiz bis Japan gespielt. Die wuchtig drängenden Songs versetzen jeden Moshpit in Ekstase und sind das Markenzeichen von Chelsea DC. Am 15. Februar erscheint das neue Album «Perspectives». Die elf Songs zeigen auf, wie organisch diese Band und ihre Songs in den vergangenen sechs Jahren zusammengewachsen sind. Der Titel des Albums ist kein leeres Versprechen: «Perspectives» ist auch eine Aussicht auf das was die Band aus Herzogenbuchsee noch alles erreichen kann. Die positive Energie ihrer Konzerte konnte Chelsea Deadbeat Combo auf das neue Album übertragen. Den neuen Longplayer haben sie Live bei Remo Häberli im Hidden Stash Studio in Bern eingespielt. Das Ergebnis ist hörbar: Es sind elf wuchtige Songs, die aus dem Kollektiv der Band entstanden sind. Verwurzelt im klassischen Hardcore, treibend, mitreissend, stark. «Perspectives» erinnert an einen 11-Runden-Boxkampf: Die geballte Kraft der Band steht tänzelnd im Ring, die Songs täuschen einzelne Schläge an um dann umso heftiger mit voller Wucht zuzuschlagen. Diese Kraft ist positiv ansteckend und greift auf die Zuhörer über. „Perspectives“ wird am 15.02.2019 auf Subversiv Records als LP/180g CD und Download und Stream erscheinen.

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ry x (acid)

unfurl

Release 15.2.2019

Es ist die Kraft der leise intensiven, leidenschaftlichen Töne, mit der der in Australien geborene und in Los Angeles lebende Sänger das Publikum in seinen Bann zieht. Nach dem Erfolg seiner minimalistischen EP „Berlin“ und weltweit ausverkauften Konzerten, erschien 2016 sein Debütalbum „Dawn“, das über Monate in den Bergen nördlich von LA – er selbst nennt es eine Art „Winterschlaf“ – entstanden war. Es präsentierte eine packende Studie eines Mannes, der zugleich beeindruckt und in voller Kontrolle über seine elementaren Emotionen war.

Nun erweitert RY X seine Vision mit seinem zweiten Album „Unfurl“. Zwischen sanften Beats, schmeichelnden Gitarren, ausgewogenem Piano und Gesang macht „Unfurl“ genau das, was sein Titel verspricht: Es entwickelt sich organisch aus Rys früheren Arbeiten, erblüht in zarten, neuen Richtungen und bleibt fest verankert mit seinen Wurzeln: „The inspirations change each time, and I always want to allow that process to be free, to draw on new ideas and sounds and instrumentation. But what feels consistently important to me is keeping a sense of rawness and honesty in the work.“

Nach monatelangem Touren hatte er eine genaue Vorstellung von seinem zweiten Album: „I grew up very simply and I think I always want to come back to that“, erklärt er. Er ging nach Hause in den Topanga Canyon, um die Songs, die er auf Tour geschrieben hatte, weiter zu entwickeln. Wie der Albumtitel „Unfurl“ vermuten lässt, entfalten sich die Tracks mit einem ganz eigenen Tempo in der Nähe vom Meer, der Familie und seinen Freunden. Um ihre subtile Kraft zu bewahren, wurden die meisten Songs live in einem alten Studio in East LA mit analogem Equipment aufgenommen. Dort genoss Ry die Gelegenheit „to walk barefoot and sandy from home straight into a sacred little space and create“.

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Motorpsycho

the crucible

Release 15.2.2019

Das neue Motorpsycho Album „The Crucible“ beginnt visuell und musikalisch dort, wo das letzte Album „The Tower“ geendet hat, nimmt aber bald seine eigene Schattierung an und es ist klar, dass es nicht als Fortsetzung bezeichnet werden kann: Dies ist einen Schritt weiter als sich die Band mit „The Tower“ gewagt hatte. Obwohl es lyrisch breiter ist, ist es musikalisch noch schärfer fokussiert und, falls überhaupt vorstellbar, noch eigentümlicher und eigenständiger als je zuvor. Zweifellos ein Motorpsycho-Album, das den Kopf von neuen Psychonauts zum Drehen bringen wird, sich aber für den Anhänger angenehm unvertraut anfühlt. Motorpsycho war für Prog-Nerds immer zu knarzig und für Punks musikalisch zu sperrig, und da ihre Anziehungskraft immer selektiver wird, fallen sie immer noch stolz zwischen alle Risse, Hocker oder Stühle, die man sich vorstellen könnte. Prog Rock? Nenn es Motorpsychodelia.

„The Crucible“ wurde im August 2018 in den Monnow Valley Studios in Wales von Hans Magnus Ryan (Gitarren, Gesang), Bent Sæther (Bass, Gesang) und Tomas Järmyr (Schlagzeug) sowie den Co-Produzenten Andrew Scheps und Deathprod aufgenommen. In deren Ohren und zur Zufriedenheit der Band hat sich dieser Co-Production-Trick wunderbar bewährt und hat zu einem wunderschön gearbeiteten Album geführt, das zwar kürzer, aber mindestens genauso ehrgeizig wie sein berühmter Vorgänger ist. Es ist sowohl fokussierter als auch inhaltlich dichter, aber auch kompositorisch ehrgeiziger als „The Tower“. Man könnte vielleicht denken, dass dies zwangsläufig zu einem verminderten Schallangriff führt, aber das Album hat immer noch die Schlagkraft wie sie eine gute Rockplatte haben sollte.

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yann tiersen

all

Release 15.2.2019

Das neue Album ist das erste, das im neuem Studio (gleichzeitig auch Venue und Gemeindezentrum (!)) The Eskal aufgenommen wurde, das er in einer verlassenen Diskothek auf der Insel Ouessant, einer kleinen Insel im keltischen Meer, seiner Heimat seit 10 Jahren, aufgebaut hat. Das von Gareth Jones gemischte und koproduzierte Album setzt jene Themen fort, die Tiersen bereits auf EUSA, seinem letzten Album, umgetrieben hatten, erweitert aber den Radius um Field Recordings, die außerhalb Ouessants aufgenommen wurden, nicht zuletzt etwa aus den Redwoods in Kalifornien und Aufnahmen vom ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin (auf Tempelhof") - und um Gastsänger*innen wie Anna von Hausswolff, Ólavur Jákupsson oder Denez. Elegische Songs, ideal, um bei dunkel-dramatischem Wolkenhimmel den Blick aufs Meer zu geniessen, vielfältig mit Band und Orchesterinstrumenten eingespielt und versehen mit leichten elektronischen Grundierungen. Ergreifendes Werk voller Weite und Melancholie.

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yak

pursuit of momentary

Release 8.2.2019

Das 2te Album kommt einer Offenbarung gleich, bietet es doch eine zumeist rasante und messerscharfe und gleichzeig oftmals von Wattebäuschchen durchsetzte Tour de Force zwischen ambitioniertem Psychedelic- und garstigem Noiserock über Garagerockingredenzien und Distortionrock bis hin zu auch pompösen Songs und sich im eigenen Schmerz suhlendem Psyche-Jazz-Blues mit Lo-Fi-Verve bis hin zu Velvet Underground-artigem Acting. Wow. Getrieben von dem Wunsch perfekter Umsetzung der eigenen musikalischen Obsession, galt Yak-Sänger Oli Burslem alle Kraft, Geld und Gesundheit der Verwirklichung dieses Albums - und sei es auf Kosten des eigenen, persönlichen Ruins. Damit steht das Album auch bester in Libertines-Tradition. Ziemlich irre und verdammt gut! Produziert von Jason Pierce (Spiritualized, Spacemen 3) *Third Man (LP)/Caroline (CD)

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goldenen zitronen

more than a feeling

Release 8.2.2019

Die Goldies haben uns gewarnt. Jetzt haben wir den Salat. Auf Gefühle ist kein Verlass, was zählt, ist die Realität, die die Goldies auf ihrem 13ten Album mit der ihnen typischen Form verklausulierter Kritik angehen, Fragen aufwerfen und mit dem Spiegel vor dem Gesicht der Hörer fuchteln. Es ist auch eine Sammlung von verzweifelten Spottliedern, also Songs, bei denen du nicht recht weißt, ob nicht die Verzweiflung über das Verspottete den Spott noch durchdringen lässt. Wie in "Mauer bauen" zum Beispiel, wo sich die Goldies fragen, was eigentlich mit "Volk" gemeint ist. Sie interessieren sich für "das schwer Benennbare", wie es in "Die alte Kaufmannsstadt, Juni 2017" heißt, ein Stück, das die Geschichte des G20-Spektakels in Hamburg erzählt. Das zu motorischem Bhangra-Beat krautig galloppierende "Nützliche Katastrophen" spielt sich im Kopf politischer Totengräber ab: "Sehe ich Dunkles hinter deiner Tür / Ich bin da, ich helfe dir" und gipfelt in einem poppigen "Ohlalalala". Geht's hier um die tot geglaubte Wiederkehr von populistischer Feindbildproduktion zum machtpolitischen Selbstzweck? Oder seh' ich mich noch auch ganz gerne in der Trotzdem-alles-im-Griff-Rolle? Diese beunruhigende Gewissheit, dass das Private politisch ist, liegt oft unter den Texten der Goldies. "Ich weiß jetzt das du Angst hast vor Veränderung / Obwohl du gern nach Teneriffa fliegst", heißt es in "Bleib bei mir" (feat. Sophia Kennedy). Vielleicht sind die Goldies nach wie vor eine Punkband, aber wenn dem so ist, dann ist Punk eine Haltung, die Haltungen (musikalische, inhaltliche) sucht, die es noch nicht gibt. Das Album entstand arbeitsteiliger als die Vorgänger. Die Goldies äußern sich aber auch hier immer so, wie es bisher niemand gemacht hat, musikalisch und inhaltlich

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ärzte

they've given me schrott - die outtakes – 3CD / 5LP

Release 8.2.2019

Mit "They`ve Given Me Schrott! - Die Outtakes" erscheint nun zusätzlich eine Edition als 3erCD bzw. 5er-LP (mit Klappcover inkl. MP3)mit den bisher nur in der "Seitenhirsch"-Box veröffentlichten Outtakes. Vom allerersten Cassettenrecorder-Demo "Der lustige Astronaut" (1978), über bislang nur auf Vinyl erhältliche Songs aus der Frühphase der Band, mit "Helgoland" die Demo Ur-Fassung von "Westerland", sowie zig weitere seltene und kuriose Demos, Radiotracks und Gimmicks, und das oft erwähnte und nie veröffentliche englische Album. Anmerkung: Bitte erwarten Sie hier keine durchgängig hochwertige Audioqualität: Diese Raritäten sind zum Teil Kellerfunde auf Basis von alten Audiocassetten oder Vinylplatten, die aufwendig restauriert und neu gemastert wurden. Allerdings kann man aus einem Toaster kein Rennrad machen

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panda bear (animal collective)

buoys

Release 8.2.2019

Auf dem 6ten Album kollaboriert Noah Lennox mit dem Portugiesen Rusty Santos als Co-Mixer und Co-Produzent. Dass das Album in Lennox´ Wahlheimat Lissabon entstanden ist, hört man dem Album an, denn die akustische, jazz-folkige Gitarre spielt eine präsente, wenn auch untergeordnete, aber doch prägende Rolle und Lennox steigt darauf ein und vergrößert sein musikalisches Universum. Der akustischere Zugang wird vom Einsatz von Samples und analogen Unterwasser-Synth-Sounds zurecht gerückt, gipfelt immer wieder in klasse Songs, in denen Experiment und Sample-Pop ungeahnte Allianzen eingehen und Echos der Vergangenheit mit dem Glanz der Zukunft überziehen. Weitere Kollaborateure des Animal Collective-MItglieds sind die chilenische Sängerin und DJ Lizz und der portugiesische Dino De Santiago.

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jungstötter

love is

Release 8.2.2019

Die Mäntel sind länger geworden, die Haut ist gestochen von morbiden Fantasien. Der Wagen, mit Samt ausgekleidet, nähert sich Abgrund um Abgrund.Nach seinem Ex-Bandkollegen P.A. Huelsenbeck kehrt hier auch der ebenfalls ursprünglich aus Landau stammende Fabian Altstötter zurück in die Manege, um auf seine Weise an die erfolgreiche Zeit mit Sizarr anzuknüpfen. In seiner Zeit in Berlin ist aus Altstötter ein Jungstötter geworden, der seine exaltierte wie feinfühlige Art des Gesangs (die in der Haltung und im Ausdruck bisweilen ein bisschen an Antony erinnert) in elegisch-melancholisches Indie-Pop-Songwriting mit einem gewissen New Wave-Appeal verpackt hat. Dabei wirkt er gereifter und erwachsener in seinen gesanglichen Erzählungen zu Klavier, knarzigem Bass, behendem Schlagzeug und mit düster-barockem, romantisch perlendem Songwriting zwischen Avantgarde- und Noir-Pop ohne zu viel Pomp anzuhäufen. Die Zartheit von Marc Hollis trifft auf die Schwere von Bad Seeds-Mörderballaden und die alptraumhaften Songlandschaften Scott Walkers

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mercury rev

bobbie gentry´s the delta sweete revisited

Release 8.2.2019

Neu eingespieltes Cover-Album des 1968 erschienenen Debut-Albums "The Delta Sweete" des Mississippi-Sängers Bobbie Gentry. Für die Umsetzung dieser Herzensangelegenheit engagierte die Band aus Buffalo, NY eine eindrucksvolle Sängerinnen-Riege. Zu den mit knarzigem Bass, Gitarre, Klavier, Percussion und orchestralen Zutaten barock instrumentierten und mit anspruchsvollem Schmalz bestrichenen Songs sind die Stimmen von u.a. Laetitia Sadier, Margo Price, Marissa Nadler, Beth Orton, Hope Sandoval, Vashty Bunyan mit Kaela Sinclair, Norah Jones, Susanne Sundfor, Phoebe Bridgers oder Lucinda Williams zu hören, die den Hit "Ode to Billie Joe" interpretiert.

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lemonheads

varshons 2

Release 8.2.2019

10 Jahre nach dem ersten Coverversion-Album "Varshons" folgt der 2te Teil, der wiederum aus Interpretationen von 13 Tracks von u.a.Yo La Tengo, The Eagles, The Bevis Front, Paul Westerberg und Nick Cave & The Bad Seeds besteht. Dando´s Versionen von Geschichten, die ruhig mehrfach erzählt werden können, z.B. über John Prines endlosen Highway auf "Speed Of The Sound Of Loneliness" oder über die rührselige Schönheit des Jayhawks Songs "Settled Down Like Rain". Sie enthüllen das rauhe "TAQN" von The Eyes, bevor er in die echoartige Nuance von The Givegoods´ wunderschönem "Unfamiliar" absteigt - eine Melodie, die Dando mit dem ehemaligen Smudge-Mitglied Tom Morgan geschrieben hat.

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ex:re (daughter)

ex:re

Release 1.2.2019

Einen schonungslosen Blick ins Innere der Seele offenbart das offenherzige, an Herz und Nieren gehende, unter Pseudonym veröffentlichte Soloalbum von Elena Tonra, der Sängerin, Gitarristin und Songwriterin der UK-Band Daughter, dessen Entstehung ein persönliches DIsaster vorausging. Die Musik entstand nach dem Ende einer Beziehung und ist textlich eine Art Brief an sich selbst und ihre Umwelt. Tonra bewegt sich stimmlich in einem gleichermassen intim wirkenden wie stimmlich extrovertiert und mit Hilfe von Effekten kosmisch ausgestalteten Rahmen und wird eindrucksvoll mit reduziert-entschlackter Instrumentierung in Szene gesetzt von 4AD-Studio-Chef und Produzent Fabian Prynn am Schlagzeug und Josephine Stephenson am Cello. Geisterhafte Sound-Echos, einsam klingende Klavier- oder Gitarrenlinien sorgen bisweilen auch für latent unheimliche Atmosphäre und unterstützen die melancholischen Songausarbeitungen und die eindrucksvoll auch mit Flüstern und Wispern agierende Tonra an der Klippe des Lebens.

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cherry glazerr

stuffed & ready

Release 1.2.2019

Auch als Ltd.-Vinyl Colored-Edition erhältlich (CHF 35.90)

Album des in Los Angeles ansässigen Trios um Frontfrau Clementine Creevy, deren Vorgänger "Apocalipstick"die wilde und eigenwillige Persönlichkeit der US-Musikerin selbstbewusst widerspiegelte. Die New York Times fand darin den Beweis, dass ,Frauen heute die beste Rockmusik machen". Die LA Weekly ernannte Cherry Glazerr zur "Best Indie Band" in Los Angeles. Für die zehn Songs fand Creevy Inspiration, indem sie den Blick nach innen wandte. Hier zeigt Creevy, wer sie wirklich ist: eine Songwriterin, die sich von einer neu gestärkten und gefestigten Seite zeigt. Ihre unverblümte Ehrlichkeit, gepaart mit dem Versuch, Verwirrung und Wut im gegenwärtigen politischen Klima auszugleichen, verleiht dem Album seine Wucht und Tiefe

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hank shizzoe

steady as we go

Release 1.2.2019

Hank Shizzoe ist zurück und veröffentlicht sein bemerkenswertes neues Album "steady as we go" als LP und CD. Zusammen mit seiner famosen Band wurde das Album live im Studio aufgenommen, "Steady as we go" zeigt den Sänger, Gitarristen und Songwriter von seiner besten Seite. Hier erklingen Americana und Roots-Musik vom Feinsten, gespielt von einem Ensemble, das seinesgleichen sucht. Neue Songs treffen auf alte Traditionals, Lieder von Randy Newman, Washboard Sam, Tammy Wynette, Bob Nolan und eine bewegende Hommage an Tom Petty. Für das Sahnehäubchen dieser tollen Produktion sorgt das Mastering von Stephen Marcussen, der mindestens an der Hälfte unserer aller Lieblingsplatten beteiligt war.

Es ist mir eine Freude, den Ausnahmesongwriter am Releasetag der neuen Scheibe "steady as we go" am 1. Februar für einen warmen Instore-Gig im Hause Peppers begrüssen zu dürfen!

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girlpool

what chaos is imaginary

Release 1.2.2019

2014 machte das US-amerikanische Indie-Duo zum ersten Mal mit seiner äußerst harmonischen und imaginativen Mischung aus Shoegaze, DIY-Anti-Folk und 80er-Postpunk auf sich aufmerksam. Und seither hat sich viel getan. Harmony Tividad und Cleo Tucker spielen nicht mehr nur noch ausschließlich E-Gitarre und E-Bass, sie treten live inzwischen mit einem Drummer auf, der ihre Songs in eine hymnischere Richtung peitscht. Essentieller ist jedoch Tuckers Transgender-Outing im vergangenen Sommer. Durch eine Hormontherapie hat sich der Klang von Tuckers Stimme stark verändert, was auf "What Chaos Is Imaginary", dem mittlerweile dritten Girlpool-Album, deutlich zu hören ist. Tucker ist eine ganze Oktave tiefer gerutscht, klingt aber trotzdem selbstbewusst und kraftvoll in der neuen Stimmlage. Und wenn Tuckers Stimme in manchen härteren Passagen bricht, enthüllt das Duo damit eine Verletzlichkeit, die berührt. Was für andere Musiker eventuell das Karriereaus bedeutet hätte, meistern Girlpool mit beeindruckender künstlerischer Integrität. Chapeau!

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beirut

gallipoli

Release 1.2.2019

Das 5te Album überrascht in gewisser Hinsicht, weil es wieder mehr von der gesamt-europäischen Ursprünglichkeit und leidenden Balkan-Melancholie durchzogen ist, die v.a. die ersten beiden Beirut-Alben ausmachte. Neben den jeden Song mit bestimmenden Bläserfanfaren ist es v.a. auch der Einsatz der von Zach Condon wiederentdeckten Farfisa-Orgel, der den Soundlook hier wesentlich mit bestimmt. Condon´s Stimme harmoniert ideal mit den schwebenden Tragekonstruktionen der Bläser, deren Wirkung oft auch orchestral durch v.a. Streicher verstärkt wird. Für zusätzliche Exotik sorgen unterschiedliche Percussion, ungewöhnliche Instrumente und bei dem immer wieder gekonnt übereinander gelegten choralen Backgroundgesang ein in die Tiefe gehender und in die Weite blickender Gestus, beio de sich die Seele zusammenzieht. Nach Song-Skizzen in New York entstand das Album in seiner derzeitigen Heimat Berlin und in den Sudestudios im ländlich-süditalienischen Apulien, was die Album-Stimmung beflügelt haben dürfte

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balthazar

fever

Nachdem die Balthazar-Frontmänner Jinte Deprez und Maarten Devoldere sich in einer dreijährigen Bandpause ihren beiden Solo-Projekte J. Bernardt und Warhaus gewidmet haben und damit durchaus erfolgreich waren, erscheint mit „Fever“ endlich wieder ein Lebenszeichen der belgischen Band. Und das klingt eindeutig geschliffener als die Vorgängerwerke.

Es beginnt mit einer wiederholten Baseline, zu der sich nach und nach erst rauschende, dann flimmernde Synthies mischen. Nach einem kurzen Intro mündet der Sound in ein klares, repetitives Popkonstrukt, dem eine Vielschichtigkeit zugrunde liegt, die in der Form wohl nur von Balthazar stammen kann. Die Fusion der unterschiedlichen Schichten und Genreeinflüssen, die Balthazar im Indie-Kosmos einzigartig macht, bleibt als Stilmerkmal der mittlerweile zur dreiköpfigen Band geschrumpften Gruppe Balthazar genauso wie der Einsatz von Streichern und Percussion weiterhin präsent. Die Weiterentwicklung der Musiker innerhalb ihrer Soloprojekten und vor allem die über eine Annäherung hinausgehende Hinwendung zur Popmusik von Jinte Deprez alias J. Bernardt ist der neuen Balthazar-Single deutlich anzuhören.

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rival sons

feral roots

Was für ein Auftakt für das Rockjahr 2019: Rival Sons präsentieren im Januar ihr brandneues Album »Feral Roots«, den mit Spannung erwarteten Nachfolger von »Hollow Bones« aus dem Jahr 2016.
Der Name ist Programm, denn die Band kehrt auf dem Album zurück zu ihren Wurzeln und klingt so wild und ungezähmt wie eh und je.
Das zeigen bereits die ersten beiden Auskopplungen »Do Your Worst« und »Back In The Woods«, die einmal mehr modernen Bluesrock und riffgeladenen Hardrock miteinander verschmelzen lassen. Insgesamt warten elf Songs auf der Platte.
Aufgenommen haben Rival Sons »Feral Roots« in den berühmten RCA Studio in Nashville und im Muscle Shoals Sound Studio in Alabama. An den Reglern saß wieder einmal Grammy-Gewinner Dave Cobb. Auch beim Artwork des neuen Albums setze die Band wieder auf einen alten Bekannten: den zeitgenössischen Künstler Martin Wittfooth.

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fidlar

almost free

Fidlar haben ihr neues Album "Almost Free" angekündigt. Mit dem Nachfolger zum 2015 erschienenen "Too" wollen die Kalifornier ihren Punksound erweitern. Die neue Single und Hintergrundinfos zur Platte geben erste Hinweise darauf..
"Can't You See" klingt nicht nach dem widerborstigen Grunge-Punk, mit dem Fidlar auf ihrem Debüt von 2013 und dem Nachfolger "Too" herumrotzen, sondern nach lässigem Psych- und Bluesrock mit R&B-artiger Hook. Das neue Album "Almost Free" entstand in Zusammenarbeit mit Produzent Ricky Reed, der eigentlich eher für großangelegte Pop-Produktionen bekannt ist, darunter Songs und Alben von Jason Derulo, Maroon 5 und Kesha.

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mono

nowhere now here

Die japanischen Postrockgötter gehen bei ihrer Rückkehr nach 5 Jahren hörbar neue Wege. Nicht nur die Neubesetzung mit Drummer Dahm Majuri Cipolla bringt eine neue Soundästhetik hervor, auch die Zusammenarbeit mit John McEntire bei Takaakira Taka Gotos Soloalbum und deren elektronische Experimente haben Spuren hinterlassen. Die Musik von Mono hatte im Verlauf von 10 Alben seit 1999 schon immer die Neigung eine "emotionale moderne Klassik mit den Mitteln einer Postrockband zu erschaffen"(Goto). Diesem Anspruch werden sie mit diesem epischen Doppelalbum mehr als gerecht; Dunkelheit, Traurigkeit und Katharsis sind die Trademarks dieses Sounds, in dem Mono die unbestrittenen Meister der Dynamik zwischen bodenloser Melancholie und gravitätischer Schwere sind. 10 Hymnen der kommenden Apokalypse bieten Mono auf diesem spannungsgeladenen Opus an: der Opener "God Bless" besteht ganz aus elektronischen Droneflächen, ein Track wie "After You Comes the Flood" schichtet Gitarren zu sturmumtosten Bergmassiven und der folkige Klagegesang von Tamaki bei "Breathe" erfährt eine dunkle Schönheit ähnlich wie bei den Landsmännern von Boris in dessen ruhigsten Phasen. Ein gewaltiges Werk, das zu den besten ihrer langen Laufbahn gehört, da sie ihr Soundspektrum subtil erweitern.

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blood red shoes

get tragic

Release 25.1.2019

Schonungslos ausgepowert nach ihrem selbstbetitelten, selbstproduzierten Vorgänger 2014, mit dem sie ihre bislang höchste Chartposition hierzulande erreichen konnten, trennten sich ihre Wege für drei lange Jahre. "Get Tragic" ist das Resultat einer Neubelebung und Wiedervereinigung. Die neuen Songs wurden in L.A. mit dem neuen Produzenten Nick Launay (Yeah Yeah Yeahs, Arcade Fire, Nick Cave & The Bad Seeds) aufgenommen. Das Ergebnis klingt melodischer und synth-basierter als die Vorgänger, umarmt Elektronik und Nuancen in einer Art und Weise, wie es der alte, reduzierte, stampfende 2-Personen-Rocksound niemals tun konnte. Ein Werk voller Herausforderung und Selbstakzeptanz, das die Tragödie der Lebensentwicklungen seiner Akteure annimmt, die sich am Ende sogar auf dem Cover abbilden lassen. "Get Tragic" entspricht einer kompletten Neuinterpretation der Band!

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toy

happy in the hollow

Release 25.1.2019

Mit einer unwiderstehlichenen Stoik bewegen sich die Londoner auf ihrem 4ten Album in einer schillernden, dem Experiment immer aufgeschlossenen Underground-Fusion-Seifenblase aus vibrierend-modulierenden wellenförmigen Theremin- und Vintage-Orgelklängen, motorisch-metronomischem Schlagzeug und wechselweise Shoegazer-, schrammeligen Twang-Gitarren oder post-punkigen, auf der Stelle reitenden Monotonriffs, die manchmal klingen, als ob die Feelies für Constellation aufgenommen hätten, manchmal auch in düstere Regionen absteigt. Eine Klammer aus kalifornischer 60s-Psychedelic, spacigem Krautrock, britischem Post-Punk, Dream-Pop und Acid-Folk überspannt das wie eine Wundertüte bei jedem Hören wachsende Album, das von Tom´s sanftem, aus dem Hintergrund kommenden Gesang aus dem Hintergrund mit bestimmt wird

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dendemann

da nich für

Release 25.1.2019

Mit Eins Zwo, "Die Pfütze des Eisbergs" und seinen Auftritten im "Neo Magazin Royale" hat er Rap-Geschichte geschrieben. Nun erscheint das dritte Soloalbum: Auf "da nich für!" führt der Rapper Dendemann alle Stränge seiner Karriere konsequent zusammen. Dendemann ist so politisch, wach und auf den Punkt wie noch nie. Namhafte Produzenten wie The Krauts, KitschKrieg, I.L.L.Will, Dexter, Reaf & Torky Tork sowie hochkarätige Featuregäste wie Trettmann, Casper, Beginner und Beatsteaks Frontmann Teutilla machen "da nich für!" zu einem Fest für wahre Hip Hop Fans und zum wichtigsten Rap-Album 2018, das Anfang 2019 erscheint!

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james blake

assume form

Er war nie noch ein Mann vieler Worte, sondern großer Taten. Ein stets schüchtern wirkender junger Mann, mit dem Rücken zum Publikum oder mindestens um 90 Grad gedreht, auf Social Media-Kanälen mehr Phantom aus Aktiver – bloß keine Frontalkonfrontation. Da wundert es nicht, dass Blake zwischen Ankündigung und Veröffentlichung seines vierten Albums „Assume Form“ gerade einmal acht Tage verstreichen lässt.
Projekte mit Künstlern wie Kendrick Lamar, Beyoncé, Frank Ocean und Travis Scott zementierten sein Ansehen im Olymp der R&B- und Hip Hop-Szene bereits vor Jahren. Und immer wieder waren seine eigenen Alben durchzogen von eben diesen Einflüssen, immer mit einer guten Prise Electronic und seiner Stimme, die einem schon einmal den Atem rauben kann.

Wo „The Colour In Anything“ noch von einer allgegenwärtigen Melancholie überzogen ist, packt „Assume Form“ eine neugewonnene Klarheit, ohne dabei übermütig zu werden.

Nachdem er auf dem letzten Album mit der Single-Auskopplung von „Timeless“ noch mit einem Vincent Staples-Feature experimentierte, holte er sich dieses Element nun ganz bewusst direkt auf die Tracklist. Nach dem „Assume Form“ als klaviergetriebenes Intro fungiert, tritt Blake mit den zwei folgenden Tracks alle Erwartungsmauern ein: „Miles High„, ein Feature mit Superstar Travis Scott und dessen Produzenten Metro Boomin, das dem Album eine ganz unerwartete Färbung verpasst. Direkt darauf folgend ein gemeinsamer Song mit Moses Sumney, der zuletzt mit einer wahnsinnigen Konzept-EP nicht nur mich überzeugte (hier die Review). „Tell Them“ als perfekte Harmonie zwischen den beiden Künstlern.

Doch damit nicht genug von feierbaren Features. „Barefoot in the Park“ macht uns mit ROSALÌA bekannt, ihres Zeichens der neue Star am spanischen Neo-Flamenco-Himmel. Hier treffen traditionelle Klänge auch Blake’sche Samples. Sollte „FolklorElectorica“ bereits ein Ding sein, ist hiermit die neue Hymne geboren. Stimmlich entwickelt das Duett eine Energie, die zart und doch erotisch-kraftvoll ist.

Feature Nummer 4: André 3000. Die legendäre Outkast-Hälfte, die im letzten Jahrzehnt vereinzelt für gloriose Gast-Auftritte immer wieder auftauchte, liefert sich gemeinsam mit James Blake und „Where’s The Catch“ einen weiteren nennenswerten Track. Klavier trifft Beat trifft Hip Hop.

Doch genug von anderen gesprochen, konzentrieren wir uns noch einmal ganz allein auf Blake selbst. In den übrigen 8 Songs stellt er, wie immer, unter Beweis, wieso er seit rund acht Jahren ein so angesehener Künstler ist. „Are You In Love“ beispielsweise ist so ein Wohlfühlsong, minimalistisch aufregend.

Er, der Mann, der es perfektioniert hat, sich selbst so zu sampeln, dass er seine Stimme zu einer beinahe chor-haften Wand aufbaut. Und so baut es sich langsam auf, bis zum spektakulären Finale des Songs. So auch in „Lullaby For My Insomniac„, dem Outro des starken Albums. Für sich selbst sprechend schon ein Gigant, doch im Albumkontext noch viel größer.

So sitzt man also da, horcht mit offen stehendem Mund „Assume Form“ und fragt sich hin und wieder, wenn man es wagt, nachzudenken, was wohl im Kopf dieses Künstlers vor sich geht. Woher er diese nicht enden wollende Kreativität schöpft, ob James Blake überhaupt von dieser Welt sein kann.

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anna aaron

pallas dreams

«Pallas Dreams» ist die Wiedergabe der Bilder, die Anna Aaron in ihrer Kindheit absorbiert hat, als sie mit ihrer Familie in Manila auf den Philippinen lebte. Verborgen in der Dunkelheit des Dschungels, wurde die fremde Welt aus ihrer Erinnerung zum Symbol für die unbekannte Zone ihrer eigenen Psyche.

Nach «Dogs in Spirit» (2010) und «Neuro» (2014) hat Anna Aaron mit ihrem dritten Album «Pallas Dreams» ihr bisher höchstes Maß an Unabhängigkeit erreicht, indem sie sich alleine auf ihren Bruder Musiker und Produzent Alain Meyer verließ, um das Album zu produzieren. Sie spielte es zusammen mit ihm und den LiveMusikern, die sie auf den vorherigen Touren begleitet hatten (Emilie-Zoé Péléraux, Christophe Farine und Fred Bürki), in Basel und im Maison des Artistes in Chamonix ein. Nach Experimenten mit akustischem Folk und Rock auf ihren bisherigen Veröffentlichungen, und selbst Jazz während ihren Kollaborationen und Tourneen mit Erik Truffaz, hat die leidenschaftliche und eigenwillige Musikerin endlich ihre Tür zu etwas ganz Eigenem gefunden.

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sharon van etten

remind me tomorrow

Erstes Album nach fast fünf Jahren Pause, entstanden in einer Phase von Sharons Leben, in der sie wahrlich keine Langweile hatte: Sie war schwanger, studierte Psychologie, sprach für die Nextflix-Serie The OA vor - und bekam die Rolle. Van Etten wirkte musikalisch an David Lynchs Revival von Twin Peaks mit. Abseits der Leinwand schrieb sie das erste Mal Filmmusik für Katherine Dieckmanns Film "Strange Weather" und steuerte den abschließenden Song für Tig Notaros Show "Tig" bei. Zwischen all diesen Unternehmungen stahl sie sich immer mal wieder eine Stunde, um an ihrem Album zu arbeiten. Die Songs wurden von Van Ettens Originaldemos durch Arrangements von John Congletons transportiert. Congleton half dabei, das charakteristische Sharon Van Etten-Verhältnis zu verändern, was das Album letztlich energiegeladener macht. Die Songs sind so resonant wie eh und je, die Themen sind immer noch ein ehrlicher und subtiler Ansatz für Liebe und Sehnsucht, aber Congleton betont in Van Ettens Sound neue Eigenheiten. Im Laufe von ,Remind Me Tomorrow" wendet sich Sharon Van Etten den treibenden, dunkel schimmernden Stimmungen zu. In seiner mutigen Intimität ist Remind Me Tomorrow ein ambitioniertes Album. Van Ettens Leidenschaften, seien es die musikalischen, emotionalen oder die für neue Berufswege, Projekte und lebenslange Rollen, machen dieses Album aus. Die Spannung aus Überarbeitung und Prokastination, aus Dingen, die man tun muss und Dingen, die man tun will, macht "Remind Me Tomorrow" zu einem echten Herzenswerk, zu einem "Labour Of Love".

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twilight sad

it won't be like this all the time

Release 18.1.2019

Vielleicht der große Wurf für die Schotten, die hier unterstreichen, warum sie nicht nur eine der Lieblingsbands von Robert Smith (The Cure) sind, sondern das Zeug zum Genrekracher haben. Das 5te Album ist von einem dunklen Gewitterhimmel überdacht, weil die Gitarren freigeistige Eskapaden zwischen Shoegazerrock und dräuendem Post-Punk mit stoisch polterndem New Wave-Bass auf dem Rücken nach vorne drückenden Schlagzeugs unternehmen. Für Lichtblitze sorgen die Synthies, die aus dem Hintergrund mit Melodiesprengsel wie Sternenstaub sorgen. Die Songs changieren zwischen cineastischer Weite und beengten Momenten, ausgestattet mit einer so noch nicht gekannten Tiefe und Dringlichkeit. Gewaltige Songszenarien, dynamische Umsetzungen. Es ist das bislang rauheste, druckvollste Album der Schotten, deren Sänger James Graham mit seinem schottisch gefärbten Gesang und charismatischer Stimme dem Album die Krone aufsetzt.

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malibu ken (aesop rock & tobacco)

malibu ken

Aesop Rock und TOBACCO legen nach: Knapp einen Monat nach der Veröffentlichung von „Acid King“, dem ersten Vorgeschmack auf das Kollaboalbum „Malibu Ken“, präsentiert das Duo mit „Corn Maze“ die nächste Video-Single. Der Track kombiniert die typisch wirren Synthies aus dem Hause TOBACCO mit der gewohnt vielschichtigen Erzählkunst von Aesop Rock. Lyrisch bietet der erste Part ein Plädoyer für Privatsphäre („I pull my hood down, I got some walls up“), vorgetragen mithilfe einer kurzen Geschichte über einen nächtlichen Ausgang für einen Snack, der zweite ist eine Kritik an der Rezeption popkultureller Vorgänge.

Wie zuletzt bei „Acid King“ war auch bei „Corn Maze“ Rob Shaw für die Visualisierung zuständig. Das Video zeigt einen an Insomnie leidenden Aesop Rock, der die Nacht notgedrungen vor dem Fernseher verbringt. Dabei sieht er den Comicfilm „Death Force“, der aus einer Reihe psychedelisch anmutender Sequenzen besteht. „Malibu Ken“ erscheint am 18. Januar über Rhymesayers.

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deerhunter

why hasn't everything already disappeared?

Schwer in Worte zu fassen, was Bradford Cox & Co auf ihrem 8ten Album veranstalten. Der als Frage formulierte Album-Titel suggeriert eine Anti-Reaktion auf das digitale Zeitalter. Deerhunter begegnen dem vermeintlichen Untergang der alten Musik-Kultur, indem sie die Flagge des Vintage hissen und sich in ein Vakuum völliger Zeitlosigkeit flüchten. Gemeinsam mit Produzentin Cate LeBon suchten sie nach neuen Ansätzen, arbeiteten auf andere Weise mit Mikrophonen und im Studio. Deerhunter nutzen neben einem Cembalo auch mal Klavier und Saxophon, spielen mit psychedelischen Westcoast-Anleihen, agieren mit Unschärfen-Effekten und dynamischen Wechseln, verweisen auch mal zu Brian Eno und den Kinks und in Space-Age-Sphären, in denen auch die Flaming Lips gern unterwegs sind und verlassen auf dem ganzen Album das rundum nostalgisch anmutende Terrain kein bisschen. Diese Form des gewollten Antifuturismus gipfelt in hervorragendem Songwriting mit Tiefgang und Spiralen musikalischer Erinnerungen. Ein retromantisches Science-Fiction Album über das Heute

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de staat

bubble gum

Dass seine Musik in keine der gängigen Musikindustrie-Schubladen passt, hört Torre Florim, Sänger,
Texter und Frontgitarrist von De Staat ständig. Er entgegnet nur: - Sorry, aber wir können nichts
Anderes - Und für mich ist das genau die Art Musik, die wir machen müssen...'
Er muss sich nicht entschuldigen. De Staat sind eine Rockband im besten Sinne. Sie überwinden die
Grenzen und liefern ein berauschendes, gar schwindelerzeugendes Spektrum an Genres in ihrem
epischen fünften Studioalbum Bubble Gum, welches am 18. Januar 2019 über Caroline International
erscheint. Nicht dass wir etwas anderes von ihnen gewohnt wären; Es liegt in ihrer DNA seit Tag eins..
Über Bubble Gum: 'Wie immer wenn ich schreibe, kommt der Punkt, an dem ich ein Thema erkenne',
reflektiert Torre. - Und dieses Mal stellte sich heraus, dass sich fast jeder Song - auf unterschiedliche
Art und Weise - mit dem Gefühl befasst, sich in einer Blase, einer Bubble, zu befinden. Es ist fast eine
Religion, wie die Menschen immer mehr an diese individuelle Blase glauben: Sie bekommen die
Informationen, die sie wollen, allem anderen können sie sich bequem verschließen

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Motorpsycho

the crucible

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stephan eicher & traktorkestar

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yann tiersen

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efdemin

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Aus dem aktuellen Album "noise & romance"

fontaines d.c.

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respect to the authors – Vinyl-Release

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yola

walk through fire

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vandoliers

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effluxion

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invincible

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donna regina

transient

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cochemea

all my relations

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chasms

the mirage

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