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emma ruth rundle

on dark horses

Es braucht nur wenige Takte um in dem neuen, bereits 4. Album von Emma Ruth Rundle anzukommen: mit nur wenigen Tönen und nur wenigen Vokalen ihrer Gänsehaut-erzeugenden Stimme wird man in diese geheimnisumwitterte, dräuende, dramatische Spannungsbögen evozierende Intensitätsmusik hineingesaugt. Über ihre Musik sagt die überaus produktive Gitarristin und "Chanteuse extraordinaire" (Red Sparrowes, Marriages) selbst: "Ich bin ein Mensch, der Lärm macht. Manchmal ist es Folk, manchmal nicht." Eine Beschreibung, die auf diesem dichten Songzyklus zu einer neuen, sublim dunklen, aber nicht mehr so kargen Blüte reift. Die 8 epischen, variantenreichen Tracks wurden mit einer vollwertigen Band eingespielt, was das Spiel mit Dynamik, Direktheit und neuer Ausdrucksweise auf ein neues Level zieht und das für sie typische Wechselbad aus Folk, Ambient und Postrock epischer und entrückter aufzieht. Ihr hallgetränktes Gitarrenspiel ist der Fixpunkt, doch insgesamt rückt der ganze Sound in die Qualität eines "gewaltigen Shoegaze-Folkrock", mit ganze Bergmassive-versetzender Stop and Go-Wechselspiel und Laut und Leise-Wellentälern von Sound. Obertonreiche Drones, melodisch-rohe E-Gitarren, akzentuierende Drumfills, ein kristallklarer Bass sind an Postrock geschult und doch weitergedacht in der Schnittmenge von Mazzy Star, früher PJ Harvey, Esben and the Witch und Labelkollegin Chelsea Wolfe