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josefin öhrn & the liberation

sacred dreams

Release 26.4.2019

Bereits mit den ersten Tönen des motorisch anschiebenden Openers "Feel the Sun" des 3.Albums von Josefin Öhrn wird deutlich welch innovative Formel für einen sehr eigenen Sound die Schwedin gefunden hat. Gespeist aus analoger Elektronik, krautiger Pop-Perspektive und ätherischenPsychrock sind ihre Alben nicht nur den diversen Titeln nach schamanische Angelegenheiten, die den erstrebenswerten Zustand von Trance immer wieder neu ausloten und dadurch auch immer neuartige Kanglandschaften entstehen lassen. Die 12 Songs wurden mit Andy Ramsay von Stereolab in dessen Press Play Studios eingespielt, doch klingt es nicht wie eine Stereolabplatte. Vielmehr entstand das variantenreichste Album so far: die repetitiven Spacekraut-Dance-Entwürfe sind immer noch da, dieses mal sogar elektronischer als je zuvor , z.B bei solchen Hits wie "I can feel it" oder dem synthielastigen 70s Cosmicmotorikfunk von "Desire". Doch zusehends werden Shoegaze und Dreampop zu einem noch dichteren Gewebe von abwechsungsreicher Psychedelic gewoben, was v.a. die langsamen Songs wie "Hey little boy" wie eine modernisierte V.U.-Blaupause transformiert, mit Gitarrendrones und mantrischen Melodien im Stil von BJM/Tess Parks arbeitet, neuerdings melancholische Folkrenditionen a la´ Mazzy Star zulässt und dem bewusst exquisit melodische Spaceage/Retroanalogika-Hymnen gegenüberstellt. Zeitweise sind die Drummachines dominanter eingesetzt, aber die transzendentalen Gitarrenlinien, die hypnotischen Basssequenzen, die urban repetitiven Drumpattern und die lasziv-ätherischen Vocals funktionieren im bewährten süchtigmachenden Breitwandmodus. Ein gutes Album, das die stilistische Weiterentwicklung gekonnt aufzeigt. “Mesmerising with a flair for motorik groove and creepy pop grandeur.”