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mono

nowhere now here

Die japanischen Postrockgötter gehen bei ihrer Rückkehr nach 5 Jahren hörbar neue Wege. Nicht nur die Neubesetzung mit Drummer Dahm Majuri Cipolla bringt eine neue Soundästhetik hervor, auch die Zusammenarbeit mit John McEntire bei Takaakira Taka Gotos Soloalbum und deren elektronische Experimente haben Spuren hinterlassen. Die Musik von Mono hatte im Verlauf von 10 Alben seit 1999 schon immer die Neigung eine "emotionale moderne Klassik mit den Mitteln einer Postrockband zu erschaffen"(Goto). Diesem Anspruch werden sie mit diesem epischen Doppelalbum mehr als gerecht; Dunkelheit, Traurigkeit und Katharsis sind die Trademarks dieses Sounds, in dem Mono die unbestrittenen Meister der Dynamik zwischen bodenloser Melancholie und gravitätischer Schwere sind. 10 Hymnen der kommenden Apokalypse bieten Mono auf diesem spannungsgeladenen Opus an: der Opener "God Bless" besteht ganz aus elektronischen Droneflächen, ein Track wie "After You Comes the Flood" schichtet Gitarren zu sturmumtosten Bergmassiven und der folkige Klagegesang von Tamaki bei "Breathe" erfährt eine dunkle Schönheit ähnlich wie bei den Landsmännern von Boris in dessen ruhigsten Phasen. Ein gewaltiges Werk, das zu den besten ihrer langen Laufbahn gehört, da sie ihr Soundspektrum subtil erweitern.

Release
25.01.2019
Genre
Instrumental Postrock