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nadja zela

greetings to andromeda. requiem

Rellease 13.11.2020

Nach dem plötzlichen Herzversagen ihres Mannes, des Comic-Künstlers Christophe Badoux, rang Nadja Zela zwei Jahre lang mit der Wiederkehr ihrer Stimme. In dieser Zeit entdeckte sie Musik aus diversen Genres zum Thema Tod und beschloss, ein Requiem zu schreiben und ihre Trauer in finster-märchenhafte Musik zu betten; ihre Stimme kehrte zurück, um Texte von einer unbekannten Welt im All zu singen, bevölkert von Geistern, Tieren und nebulösen Geschichten. Ein berührendes Wagnis, aber Zela hat schon immer den entscheidenden Schritt nach vorne gewagt: mit der All-Girl-Indieband Rosebud, später mit der Blues-Rockband Fifty Foot Mama, seit 2008 mit Solowerken unter ihrem eigenen Namen. Und jetzt also dieses Requiem, ein grandioses Konzeptalbum, das die Band live in voller Länge spielt. Es klinge, verheisst der Promotext, als ob David Lynch über Calamity Jane schreiben würde, die sich mit Boris Vian fürs Autokino verabredet, um einen alten Walt-Disney-Film anzuschauen. Wer lieber musikalische Vergleiche hat: Wir fühlten uns streckenweise an die Black Heart Procession oder die Walkabouts erinnert, beides grossartige Bands, die im Palace berauschende Konzerte boten. Und von wegen Wiederkehr fantastischer Erinnerungen: Das Zürcher Garagerock-Frauentrio Batbait, das den Abend eröffnet, erinnert in seinen besten Momenten an die bezaubernden Crystal Stilts. Vom Tod kann hier keine Rede sein, es sei denn, man versteht ihn als psychedelische Fledermausbeute