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notwist

vertigo days

Release 29.1.2021
Das neue Album nach 7 Jahren unterstreicht eindrucksvoll das Bewegungspotential der Band aus Weilheim, die uns seit ihren und unseren Anfängen begleitet und mit jedem Album ein bisschen glücklicher macht ohne sich zu wiederholen, aber auch nicht ohne die melancholische Signatur und somit die Contenance zu verlieren. Auffällig wie aussergewöhnlich ist an diesem Album, wie divergente Wege zu einem in sich geschlossenen Sound geführt haben, sei es der offensichtliche EInfluss von Krautrock, was sich nicht nur in der Motorik ausdrückt, das Auftauchen von Brass-Jazz-Momenten, experimenteller Indierockigkeit, cineastischen Elementen, von japanischem Indie-Pop (die enge Verbindung zu Tenniscoats manifestiert sich nicht nur im Gastgesang von Saya von Tenniscoats aus, sondern auch bei der Brass-Band Zayaendo) bis hin zum überraschenden Song-Auftritt der argentinischen Ausnahmemusikerin Juana Molina bei "Al Sud". Zudem haben sie auch die verblüffende Spontaneität ihrer überragenden Livekonzerte einfangen können, was sich in überraschenden Kurven und Songausgestaltungen ausdrückt. Das Gefühl von Vertrautheit kehrt immer wieder zurück, wofür Acher´s unnachahmliche Stimmfarbe verantwortlich ist, die aber nicht so sehr im Zentrum steht, was der Abwechslung wiederum sehr gut tut. Ein komplexes, multidimensionales Album mit einem tiefen, lange anhaltenden Sog.

ship – 10-Inch-Vinyl-Release

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