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scott matthew

ode to others

Kein Album zuvor hat Scott Matthew so reich instrumentiert und so komplex arrangiert wie dieses. Was vielleicht daran liegt, dass sein sechster Langspieler - mehr noch als die Alben zuvor - das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Songarbeit ist. Insbesondere Jürgen Stark, der bereits bei "This Here Defeat" (2015) als Gitarrist, Hauptarrangeur und Produzent eine dominante Rolle spielte, tritt hier als (Co-)Autor der meisten Stücke noch stärker in den Vordergrund. Mit Ausnahme der drei Coversongs "Do You Really Want To Hurt Me?", "Flame Trees" und "The Sidewalks Of New York" schrieb Matthew die Texte und das musikalische Grundgerüst. "Doch ich war mir zunächst gar nicht sicher, ob ich sie selbst überhaupt mochte", so der Künstler. "Das wusste ich erst, nachdem sich Jürgen ihrer angenommen hatte und ihnen Persönlichkeit verliehen und all die wundervoll komplexen Schichten hinzugefügt hatte." Zwischen den Zeilen bringt Matthew damit zum Ausdruck, dass "Ode To Others" sein erstes Album ist, in dem es nicht um Liebe im romantischen Sinn und sein persönliches Liebesleben geht. Man könnte die Produktion also für einen musikalischen Neuanfang halten. Doch Perspektivwechsel passt besser: Matthew hat in die Welt hinausgeschaut und sich neu entdeckt