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sleater kinney

the center won't hold

Release 16.8.2019

Zehntes Studioalbum - produziert von Annie Clark (St. Vincent) - ihre Mitternachtsplatte auf dem Countdown zum Jüngsten Gericht. Nach 25 Jahren legendärer Zusammenarbeit erheben sich die Rock´n´Roll Gigantinnen Carrie Brownstein, Corin Tucker und Janet Weiss noch einmal und erschaffen einen musikalischen Moment, in dem es ihnen gelingt, noch ein Stück tiefer zu graben und dabei noch ein Stück größer zu klingen als je zuvor. Die Ikonen der Riot-Grrl-Bewegung sind zurück und liefern intime Kampfschreie und zerschmetterte Songs für zerschmetterte Überlebende. Fragmente, zerklüftete Kanten, Brüche. Ein Erzähler mit den Köpfen einer Hydra kauert in den Ruinen, jeder Kopf heult dabei mit einzigartiger Stimme: Ein verführerischer Tunichtgut, ein depressives Sensibelchen, ein "Fuck it, let's dance"-Dämon. Jeder erzählt von seinen eigenen Erfahrungen mit Verrat und Selbstzerstörung, von physischen Traumata und von einem langsam blutenden Staatskörper. Welche Hoffnung haben diese rutschigen, formwechselnden, zerschmetterten Ichs darauf, jemals integriert zu werden? Die Hoffnung, sich mit all den anderen monströsen Ichs, Dus und Wirs zu vereinen, deren Gejammer einfach nicht aufhören will. Auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft und mit vereinter Kreativität haben Sleater-Kinney und ihre Produzentin Annie Clark, besser bekannt als St. Vincent, ein vollkommen neues akustisches Sonnensystem geschaffen. Jeder Song ein Miniaturplanet. Und jeder dieser Planeten gehorcht seinen eigenen Regeln der Physik - seinen eigenen Klängen. Jeder Planet unterliegt neuen Gesetzen der Physik, neuen Klängen. Terror regiert, aber am Ende siegt immer die Freude. Und - man kann es erraten - sie ist catchy. Unnötig zu erwähnen, dass neue kosmische Schöpfungen auch ungewohnte Mittel und Methoden erfordern. "The Center Won't Hold" zerberstet förmlich vor Lärm mit gleichermaßen rohem und zartem Gefühl, mit außerordentlichem Schmerz und einer epischen Produktion. Es ist eine politische Platte, es ist eine persönliche Platte. Es ist eine Platte, die von Dualitäten und Widersprüchen durchzogen ist. In erster Linie allerdings ist es eine Platte von drei Frauen - drei feministischen Ikonen - die die Rock'n'Roll Landschaft nachhaltig geprägt haben und sich selbst immer wieder herausfordern, mit Konventionen zu brechen. Und vor allem mit Geschlechterklischees.