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stephen malkmus & the jicks

sparkle hard

Es wird nie langweilig mit dem ehemaligen Sänger von Pavement. Sein Gesangsstil herrlich verschlungen und doch immer nachvollziehbar, seine gesanglichen Phrasierungen unverkennbar, v.a. wenn sie auf einer solch gut durchdachten und ausgestalteten Songwriting-Grundlage wie hier stattfinden und auch sein Explorationsgeist ist ungebrochen, dafür sprechen die Autotune-Experimente bei dem eher ungelenken, abenteuerlich aufgebauten "Rattler". Malkmus & die Jicks haben sich mit ihrem Songwriting über die Jahre der Unvorhersehbarkeit von Pavement angenähert, erlauben sich aber auch bratz-bassige Breitbein-Rockinjektionen wie "Shiggy" oder eine schräge Lo-Fi-Akustiknummer wie "Kite", die in psychedelisch-progressiven Wah Wah-Funkrock umkippt. Die Alchemie der Band funktioniert hörbar exzellent und Malkmus ist einfach einer der konstantesten Hoffnungsträger des Indierock der 90er. Denn dieses 7te Album sprüht vor Spielfreude und Kreativität, Abwechslung und unwiderstehlicher subkultureller Strahlkraft, gepaart mit hörbarer Spielfreude, begeisterung und visionärer Kraft. Produziert vom The Decemberists-Multiinstrumentalisten Chris Funk. Als Gast Kim Gordon (Ex-Sonic Youth), die mit Malkmus das klasse Indie-Country-Duett "Refute" einsang.